Nissan greift an: Der neue X-Trail behält sein Format, gewinnt aber optisch. Wie sieht er gegen Mazda CX-5, Mitsubishi Outlander und Subaru Forester aus?
Ein kluger Schachzug. Der bisher sehr hemdsärmelig auftretende X-Trail bekommt jetzt endlich ein schickes Blechkleid und zahlreiche moderne Assistenten. So gerüstet, stellt er sich jetzt erstmals einem Vergleichstest nach Punkten. Seine Gegner kommen allesamt auch aus Japan. Angetreten sind der sieggewohnte Mazda CX-5, der gerade mit 3000 Euro Preisnachlass lockende Mitsubishi Outlander und der bei Fans heiß begehrte Subaru Forester. Alle mit Diesel und alle mit Allradantrieb – leicht wird das für den Nissan jedenfalls nicht. Trotz flotter Form.
Alle Details zum Vergleichstest der vier Japan-SUVs finden Sie in der Bildergalerie.
Der neue X-Trail landet nur knapp hinter dem Mazda CX-5. Vor allem, weil er motorisch klar unterlegen ist. Doch Allianzpartner Renault hat ja auch noch kräftigere Zweiliter-Diesel zu bieten. Der teure Subaru schafft es vor den unharmonischen Mitsubishi.
Anfang 2013 verkündete Mitsubishi nach 2003 und 2007 die dritte Neuauflage des Outlander, ...
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... Radstand, Abmessungen und Fahrwerk blieben dabei aber fast unverändert.
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Und ganz ehrlich: Neu fühlt sich anders an. Vorn sitzen die Passagiere in keinem Testkandidaten enger, die Sitze geizen mit Komfort und Halt, ...
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... auf schlechten Wegstrecken nervt deutliches Klappern. Auf der Habenseite stehen die vernünftige Rundumsicht, der ausreichend große Kofferraum, das aufgeräumte Cockpit ...
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... und die ab der Ausstattungslinie "Plus" serienmäßige dritte Sitzreihe. Doch das reicht in diesem Testfeld nicht aus.
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Der Motor (150 PS, 380 Nm) überzeugt zwar bei den Fahrleistungen, zeigt sich aber wenig drehfreudig. Kurz nach der 4000-Touren-Marke ist Schluss.
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Auf der Komfortstrecke erweist sich das Fahrwerk als unharmonisch. Der Mitsubishi spricht hölzern an, ...
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... die Vorderachse ist unterdämpft und streckt sich beim Ausfedern hart in die Anschläge.
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Zudem landen Stöße in der teigigen Lenkung, sodass oft Kurskorrekturen nötig werden.
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Platz vier mit 472 von 700 Punkten: Dem Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD fehlt es an Feinschliff, Fahrwerk und Motor erweisen sich als unharmonisch.
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Mancher findet’s langweilig, andere sagen: schlicht. Wir sehen beim Subaru Forester eher die Vorteile der braven Blechhülle, ...
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... die besten Platzverhältnisse, den besten Überblick ...
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... und dank fast rechtwinklig öffnender Türen einen extrem entspannten Einstieg.
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Dazu dann noch der feine Boxer-Diesel (147 PS, 350 Nm), ...
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... der sich vibrations-, aber nicht kraftarm unsere Sympathie verdient.
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Leider finden wir nicht nur Grund zur Freude. Die Sitze bieten wenig Halt, ...
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... die Materialien verraten großen Sparwillen, ...
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... die Heckklappe öffnet wie bei Mitsubishi und Nissan nicht hoch genug – hier drohen Kopfnüsse.
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Als Topmodell Sport kostet der Forester 2.0D stolze 39.000 Euro. Dass er als einziger einen Motorhauben-Dämpfer und wie Mitsubishi fünf statt drei Jahre Garantie bietet, tröstet uns da nur bedingt.
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Platz drei mit 485 von 700 Punkten: Groß, übersichtlich und mit exklusivem Boxer-Diesel. Leider ist der Forester teuer und nicht sehr spritzig.
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So geht SUV heute. Der neue X-Trail ist optisch dem flotten kleinen Bruder Qashqai nahe, ...
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... wartet aber mit der erwachseneren Technik und mehr Format auf.
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Vernünftiges Platzangebot, größter Stauraum bis 1982 Liter, hohe Variabilität – das passt.
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Die Rücksitze lassen sich geteilt verschieben, die Lehne neigen, der doppelte Ladeboden auf drei Höhen einstellen – da haben die X-Trail-Experten richtig mitgedacht.
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Auch der Innenraum verrät kluge Köpfe. Klar und übersichtlich die Bedienung, solide und chic die Materialien, ...
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... bequem die Sitze. Erst Piloten über 1,90 Meter wünschen sich den Verstellbereich für Lenkrad und Sitz üppiger. Für alle störend: deutlich eingeschränkte Rücksicht.
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Überschaubar bleibt das Temperament des Nissan. Der X-Trail schlägt sich zwar wacker, dem kleinen 1,6-Liter-Diesel (130 PS, 320 Nm) von Kooperationspartner Renault fehlen aber nicht nur rund 20 PS auf seine Mitstreiter, ...
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... wir vermissen vor allem Druck im Drehzahlkeller. Unter 2000 Touren herrscht Flaute, um an seinen Brüdern aus Japan dranzubleiben, ...
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... muss sich der 1.6 dCi ganz schön abstrampeln. Immerhin: Mit 6,2 Litern wird der Nissan hier Verbrauchsmeister.
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Der Testkonkurrenz überlegen zeigt sich der Nissan auch auf holprigen Wegstrecken. Sein eher schmusiges Fahrwerk ...
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... filtert grobe Unebenheiten gekonnt weg, erst krasse Krater und Kanten erschüttern ihn stärker. Schnelle Kurven lassen ihn dagegen stark schwanken.
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Die Preise liegen mit 31.390 Euro für den 1.6 dCi 4x4 Acenta ganz selbstbewusst auf Tiguan-Niveau.
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Platz zwei mit 499 von 700 Punkten: Der X-Trail ist ein durch und durch gutes SUV, das allerdings unter seinem schwachbrüstigen Motor leidet.
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Seit drei Jahren bereitet der CX-5 seiner Mutter Mazda nun schon Freude. Und auch dieser Vergleichstest ändert daran nichts.
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Neben vernünftigem Platzangebot ...
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... und brauchbarem Gepäckabteil (503–1620 Liter) gefallen auch die dreigeteilte Fondlehne mit Entriegelung im Kofferraum, ...
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... das in die Heckklappe integrierte Gepäckrollo und die auch hinten voll versenkbaren E-Fenster mit Einklemmschutz.
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Dennoch hätten wir Verbesserungsvorschläge. Bessere Polster, ...
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... eine solidere Verarbeitung und mehr Variabilität stehen auf dem Wunschzettel. Schön wären auch ein doppelter Ladeboden und eine ebene Ladefläche.
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Das agile Handling überzeugt uns trotz der zu straffen Federung schon jetzt, ...
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... ebenso der Motor (150 PS, 380 Nm), der sich laufruhig und kraftvoll von der Konkurrenz absetzt, ...
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... und mit 31.090 Euro kaum Express-Zuschlag verlangt.
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Platz eins mit 502 von 700 Punkten: Angenehmer Motor, agiles Handling, gute Platzverhältnisse – beim Mazda CX-5 Skyactiv-D 150 AWD gibt es das alles zum fairen Preis.
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Das Fazit von Gerald Czajka: "Der neue X-Trail landet nur knapp hinter dem Mazda CX-5. Vor allem, weil er motorisch klar unterlegen ist. Doch Allianzpartner Renault hat ja auch noch kräftigere Zweiliter-Diesel zu bieten. Der teure Subaru schafft es vor den unharmonischen Mitsubishi."