Ratgeber: Bremsbeläge wechseln

Bremsbeläge wechseln

So wechseln Sie Bremsbeläge

Beim Bremsen wirken unglaubliche Kräfte und hohe Temperaturen. Da sollte alles einwandfrei funktionieren. Schon mit wenig Aufwand bleibt die Bremsanlage länger fit. AUTO BILD KLASSIK gibt Tipps.

Anfang und Ende des Bremsbelagwechsels ist das Lösen/Festziehen der Radbolzen.

Es ist selbstverständlich für uns Autofahrer und doch ein beachtlicher Vorgang: das Bremsen. Wir treten auf ein Pedal, und unser Auto kommt zum Stehen. Das liegt daran, dass Scheiben- oder Trommelbremsen die Bewegungsenergie in Wärme umwandeln. Die Selbstverständlichkeit, mit der diese Technik in jedem Auto ihren Dienst verrichtet, birgt eine Gefahr: Viele Fahrer denken nicht weiter über die Bremsen nach. Wesentliche Teile der Anlage sind ohnehin hinter den Rädern und im Motorraum verborgen – also wird ab und zu mal ein flüchtiger Blick auf den Pegel im Bremsflüssigkeitsbehälter geworfen, und das war's.

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Die Bremsbeläge dürfen nicht zu abgefahren sein, sonst droht Gefahr.

Dabei sollte die Bremsanlage regelmäßig beachtet werden und nicht erst dann, wenn sie mit Quietschen oder nachlassender Wirkung auffällt. Spätestens bei Oldtimerveranstaltungen wie der Bodensee-Klassik, wo bergauf und bergab viele Höhenmeter bewältigt werden, müssen die Bremsen in Schuss sein. Dampfblasenbildung durch Erhitzen der Bremsflüssigkeit und des darin gelösten Wassers gehört zu den häufigsten Pannen bei Oldtimerveranstaltungen mit Bergetappen. Dagegen hilft nur regelmäßige Kontrolle der Flüssigkeit.

Regelmäßige Kontrolle ist Pflicht

Auch die Bremsscheiben sollten regelmäßig vom Fachmann überprüft werden.

Man kann ihren Zustand mit einem Prüfgerät selbst prüfen oder dazu in die Werkstatt fahren. Ein Wechsel alle zwei bis drei Jahre ist aber sinnvoll. Den nimmt im Normalfall der Fachmann vor. Fehler bei dieser Arbeit können folgenschwer sein, und für das dabei nötige Entlüften der Bremsanlage sind Profigeräte sinnvoll. Was wieder jeder selbst machen kann, ist die Kontrolle der Bremsleitungen. Weisen sie Beschädigungen oder Rost auf? Tritt irgendwo Bremsflüssigkeit aus? Sind die Schläuche porös? Das lässt sich ganz einfach durch Knicken der Bremsschläuche herausfinden. Auch Zustand und Stärke der Bremsscheiben und der Bremsbeläge kann jeder bei abmontiertem Rad selbst überprüfen. Eine dünne Flugrostschicht auf Bremsscheiben ist harmlos und nach dem ersten kräftigeren Bremsvorgang verschwunden.

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Sind Bremsscheiben, Bremstrommeln oder die Bremsbeläge verschlissen, müssen sie gewechselt werden. Das ist bei vielen Modellen an sich ganz einfach, aber trotzdem keine Arbeit für Laien. Wer keine Routine beim Autoschrauben im Allgemeinen und beim Umgang mit der Bremsanlage im Speziellen hat, braucht in diesem Fall wieder einen Fachmann. Wer Erfahrung, das Werkzeug und den passenden Platz hat, kann den Wechsel auch selbst vornehmen. Wie das geht, zeigt der Tausch der vorderen Bremsbeläge beim Mercedes 190 von AUTO BILD KLASSIK, den wir in der Bildergalerie zeigen.

Ratgeber: Bremsbeläge wechseln

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