Rückfahrkameras im AUTO BILD-Test

Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Auto-Vox Solar 4
1,8 (gut)
2.
Auto-Vox TW-1
1,9 (gut)
2.
Lescars Kabellose Solar-Funk-Rückfahrkamera
1,9 (gut)
2.
Vastend V01
1,9 (gut)
5.
Preis-Leistungs-Sieger
AEG Rückfahrkamera RV 4.3
2,0 (gut)
5.
Cargoplay K7 Pro
2,0 (gut)
7.
Auto-Vox W10
2,1 (gut)
8.
Boscam K7
2,6 (befriedigend)
9.
MHCABSR Wireless Rückfahrkamera
3,1 (befriedigend)
9.
Uzone Kabellose Rückfahrkamera
3,1 (befriedigend)
Es ist nicht nur ein Problem von großen Wohnmobilen oder Kleintransportern, die keine Heckverglasung haben – auch bei vielen modernen Pkw ist die Sicht nach hinten stark eingeschränkt. Viele Hersteller bieten deshalb Rückfahrkameras an, um das Sichtfeld nach hinten per Bildschirm zu vergrößern. Doch oft kosten sie einen üppigen Aufpreis. Günstigere Abhilfe versprechen Rückfahrkameras zum Nachrüsten, die mit relativ wenig Aufwand Besitzern von Wohnmobilen, Kleintransportern oder Pkw beim Einparken helfen sollen. Doch was taugen die Nachrüstlösungen wirklich? AUTO BILD und COMPUTER BILD haben zehn Rückfahrkameras zum Nachrüsten getestet!

Testsieger des AUTO BILD-Rückfahrkamera-Tests: Auto-Vox Solar 4

Auto-Vox Solar 4
Solar 4
Auto-Vox
Solar 4

1,8 (gut)

  • Gutes Rangieren möglich
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Sichtbereich könnte größer sein
Preis 207,99 €

Mit der Note 1,8 (gut) konnte sich die Rückfahrkamera Solar 4 des Herstellers Auto-Vox den Testsieg sichern. Der Akku der Kamera kann, wie der Name es bereits verrät, über Solar geladen werden; zusätzlich gibt es aber auch die Ladeoption über USB. Eine Batterieanzeige im Display verrät den Akkustand. Die Verarbeitungsqualität wirkt solide. Die Bildqualität ist gut, Details und Farben sind gut erkennbar, es gibt kaum Verzeichnung. Zudem gibt es die Option, zwei Kameras anzuschließen. Auch der Kugelkopf der Anhängerkupplung ist bei richtiger Montage sichtbar, so lassen sich also auch Anhänger leichter rangieren. Die Kamera muss allerdings mit dem Chassis oder der Karosserie verschraubt werden, für zusätzlichen Halt ist sie mit doppelseitigem Klebeband ausgestattet.

AEG Rückfahrkamera RV 4.3 wird Preis-Leistungs-Sieger

AEG Rückfahrkamera RV 4.3
Rückfahrkamera RV 4.3
AEG
Rückfahrkamera RV 4.3

gut (2,0)

  • Gutes Rangieren möglich
  • Weiter Sichtbereich
  • Nicht immer für Anhänger geeignet
  • Eingeschränkter Sichtwinkel bei vertikalem Einbau
Preis 89,00 €

Die RV 4.3 hat sich mit einem Preis von 89 Euro und der Note 2,0 (gut) den Preis-Leistungs-Sieg gesichert. Bei der Rückfahrkamera handelt es sich um eine Kamera, die im Nummernschildhalter integriert ist. Der Bildschirm wird per Saugnapf an der Frontscheibe oder auf dem Armaturenbrett befestigt. Auch der Akku der AEG-Kamera kann per Solar oder per USB geladen werden. Die Verarbeitungsqualität wirkt solide. Die Bildqualität wirkt recht einfach, Details werden nicht so gut erkannt, die Verzeichnung ist recht hoch. Trotzdem erlaubt die Kamera gutes Rangieren mit einem breiten Sichtbereich.

So haben AUTO BILD und COMPUTER BILD getestet

Als Erstes wurde auf den Lieferumfang geschaut: Ist alles dabei, um die Kamera am Auto zu installieren, oder muss etwas dazugekauft werden? Dann ging es an die Installation: Handelt es sich um eine Kamera, die am Nummernschildhalter befestigt wird? Oder muss sie direkt an die Karosserie geschraubt werden, wie bei Wohnmobilen oder Kleinlastern? Wie lassen sich Kamera und Monitor ausrichten? Wie einfach funktioniert die Verbindung von Monitor und Kamera? Gleichzeitig wurde auch noch auf die Verarbeitung und die Qualität der einzelnen Bauteile geschaut.
Rückfahrkameras im Test
Alle Bildschirme und Kameras wurden auf einem Fotomessstand getestet.
Dann ging es die Bedienung und die Bildqualität. Wie groß ist der Bildschirm? Wie funktioniert die Steuerung der Kamera? Funktioniert es über Tasten am Bildschirm oder via Smartphone/Touchscreen? Wie lange dauert es, bis das Kamerabild angezeigt wird? Und lässt sich das Display einfach ausschalten? Dann waren die Menüfunktionen an der Reihe: Kann man Details wie die Farbanpassung einstellen? Lassen sich auch Leitlinien aktivieren bzw. deaktivieren? Auch die Ablesbarkeit wurde untersucht: Ist das Display entspiegelt? Gibt es eine Helligkeitsregelung und einen Nachtsichtmodus? Wie wirkt die Bildqualität? Gibt es eine hohe Verzeichnung? Anschließend ging es ins Detail: Gibt es eine Batterieanzeige im Display? Sind störende Kontrolllampen deaktivierbar? Gibt es eine Aufnahmefunktion? Und sind weitere Eingangsquellen wie eine zweite Kamera möglich?
Rückfahrkameras im Test
Bei der Bildqualität wurde neben der Farbechtheit auch auf Details und die Verzeichnung geachtet. Auch recht wichtig: Welches Sichtfeld bietet die Kamera?
Anschließend wurde das Rangieren mit der Kamera ausprobiert: Wie groß ist der Sichtbereich? Welchen Winkel bietet er? Gibt es Leitlinien auf dem Display? Lassen sie sich anpassen? Besonders wichtig für Leute, die viel mit dem Anhänger unterwegs sind: Kann man den Kugelkopf der Anhängerkupplung im Bildschirm sehen, oder ist das eher nicht möglich? Zum Schluss wurde noch geprüft, ob die Kamera Warntöne beim Einparken abgibt.

Die Testergebnisse im Überblick

Der große Vorteil von Funk-Rückfahrkameras ist, dass keine Kabel umständlich durch das Auto verlegt werden müssen. Darum besteht die Installation dieser Geräte meist nur daraus, dass die Kamera am Heck des Autos angebracht und das Display im Sichtbereich des Fahrers angebracht wird. Und hier zeigen sich auch die ersten Unterschiede.
Rückfahrkameras im Test
AUTO BILD und COMPUTER BILD haben Rückfahrkameras zum Nachrüsten getestet – im Preisbereich zwischen 85 und 210 Euro.
Sowohl der Testsieger von Auto-Vox als auch die Kamera von Vastend bleiben hinter der Konkurrenz. Bei der Solar 4 muss beispielsweise der Kamerahalter direkt mit dem Auto verschraubt werden; er kann nicht einfach die bereits vorhandenen Löcher des Nummernschildhalters verwenden. Die Kamera des Vastend-Systems wird zwar mit dem Kennzeichenhalter verschraubt, ohne Zusatzbohrung ist das Gerät allerdings nicht installierbar. Dank einer Magnethalterung sind die Kameras von MHCABSR und Uzone äußerst leicht zu installieren, jedoch sind diese nicht für eine dauerhafte und kraftschlüssige Installation geeignet.
Durchwegs positiv fallen aber die Befestigungsmöglichkeiten der Bildschirme im Innenraum auf. Während acht der zehn getesteten Displays über eine Saugnapfhalterung, einen Halter zum Verkleben oder sogar über beides verfügen, muss das Gerät von MHCABSR via Schwanenhals direkt in die Bordsteckdose eingebracht werden. Das kann je nach Position dieser Steckdose vor allem bei Autos mit Schaltgetriebe sehr störend sein. Und auch Uzone tanzt aus der Reihe, denn hier befindet sich im Lieferumfang lediglich die Kamera. Diese wird per WLAN über eine (kostenlose) App gekoppelt und so zum Display übertragen.
Rückfahrkameras im Test
Bei der Rückfahrkamera von Uzone wird kein Display mitgeliefert – das Bild wird mittels eigener App aufs Smartphone übertragen.
Werden die Bildschirme meist über einen 12V-Bordnetz-Stecker geladen, erfolgt die Stromversorgung der Kameras bei Auto-Vox, Lescars, AEG, MHCABSR und Uzone über einen eingebauten Akku. Dieser kann entweder über ein mitgeliefertes USB-Kabel oder über ein zusätzliches Solarmodul (ausgenommen MHCABSR) geladen werden. Anders bei den Produkten von Vastend, Cargoplay, Boscam und dem Auto-Vox W10: Hier ist eine Zusatzbohrung für die Stromversorgung in den Innenraum notwendig.

Fazit zum AUTO BILD-Rückfahrkamera-Test

Wer sich die Rückfahrkamera-Systeme von Auto-Vox, Lescars, Vastend, AEG oder Cargoplay zulegt, kann mit durchaus brauchbarer Bildqualität rechnen. Hier sind auch die jeweiligen Sichtbereiche durchaus zufriedenstellend, was gutes Rangieren erlaubt. Bei Boscam macht es die geringe Bildqualität allerdings schwierig, Details abzuschätzen. Eine rudimentäre Abstandseinschätzung durch Leitlinien ist aber hilfreich. Diese fehlen jedoch bei MHCABSR und Uzone komplett, was ein Rangieren nur nach Gefühl erlaubt. Das kleine Display bei MHCABSR erschwert diesen Vorgang noch zusätzlich.

Tipps zum Einbau von Rückfahrkameras

Für größere Fahrzeuge wie Lkw sind Rückfahrkameras seit einigen Jahren Pflicht. Doch auch beim normalen Pkw kann sich eine Rückfahrkamera als nützlicher Helfer erweisen – besonders weil Autos immer größer und unübersichtlicher werden, die Parkplätze aber nicht mitwachsen. Worauf Sie beim Kauf einer Rückfahrkamera achten sollten, was Sie zum Einbau wissen müssen und wie die rechtliche Lage aussieht, erfahren Sie im AUTO BILD-Ratgeber "Rückfahrkamera nachrüsten: So geht's".

Nützliches Wissen rund um Funk-Rückfahrkameras

Welche ist die beste Funk-Rückfahrkamera?

Pfeil
Der Testsieger im großen AUTO BILD-Funk-Rückfahrkamera-Test ist die Auto-Vox Solar 4. Der Akku der Kamera kann, wie der Name es bereits verrät, über Solar geladen werden, zusätzlich gibt es aber auch die Ladeoption über USB. Eine Batterieanzeige im Display verrät den Akkustand. Die Verarbeitungsqualität wirkt solide. Die Bildqualität ist gut, Details und Farben sind gut erkennbar, es gibt kaum Verzeichnung. Zudem gibt es die Option, zwei Kameras anzuschließen. Auch der Kugelkopf der Anhängerkupplung ist bei richtiger Montage sichtbar, so lassen sich also auch Anhänger leichter rangieren.

Was kostet eine gute Funk-Rückfahrkamera?

Pfeil
Der Testsieger im AUTO BILD-Funk-Rückfahrkamera-Test, die Auto-Vox Solar 4, schlägt mit einem Preis von 207,99 Euro zu Buche. Deutlich günstiger ist der Preis-Leistungs-Sieger von AEG. Die Rückfahrkamera RV 4.3 ist zu einem Preis von 89,00 Euro zu haben.

Wie wird eine Funk-Rückfahrkamera installiert?

Pfeil
Die meisten Funk-Rückfahrkameras werden mit dem Nummernschildhalter oder direkt ans Heck des Fahrzeugs geschraubt. Der Bildschirm wird in der Regel per Saugnapfhalter oder Klebepad an der Frontscheibe oder am Armaturenbrett befestigt. Nach dem Einschalten ist eine Einrichtung des Systems in den meisten Fällen gar nicht mehr nötig, da Kamera und Display bereits ab Werk miteinander gekoppelt sind.

Welche Wege gibt es, eine Rückfahrkamera nachzurüsten?

Pfeil
Es gibt zwei Wege, eine Rückfahrkamera nachzurüsten. Einerseits kann man die einfache Variante wählen und sich ein kabelloses System zulegen, bei der Kamera und Bildschirm über ein Funksignal miteinander verbunden sind. Deutlich aufwendiger sind kabelgebundene Rückfahrkameras, bei der das Verbindungskabel von der Kamera zum Bildschirm läuft. Um eine cleane Optik zu schaffen, sollte dieses Kabel hinter diversen Blenden und Dichtungen versteckt werden. Das kann selbst bei geübten Schraubern schon einmal 2,5 Stunden dauern.

Disclaimer

Dieser Produkttest wurde unterstützt von Auto-Vox. Unsere Standards zu Transparenz und Unabhängigkeit finden Sie hier.

Von

Lars Golly
Matthias Prinz