Campingkocher im Test
Warmes Essen ohne Strom
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AUTO BILD testet Campingkocher. Welche Modelle sind beim Zelten komfortabel, im Notfall zuverlässig und überzeugen auch mit gutem Handling in der Praxis?
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1.
Odoland
Campingkocher 3500W
1,5
gut
- Gute Leistung
- Gute Verarbeitung
- Adapter wird mitgeliefert
- Anschlussdichtungen liegen frei
- Verbrauch recht hoch

2.
Jetboil
Zip Cooking System Gaskocher schwarz
1,6
gut
- Flexring für hohe Effizienz
- Standfuß für Kartusche stabilisiert
- Ring des Brenners schabt beim Verpacken am Topf

4.
Rothenberger
Industrial Camping Gaskocher (35904)
2,1
gut
- Kocher steht stabil
- Praktischer Griff zum Umsetzen
- Stechkartuschenbetrieb
- Ventil etwas wackelig

5.
Campingaz
Camp'Bistro 3
2,5
befriedigend
- Koffer hat guten Verschluss
- Deckel stört beim Kartuscheneinsetzen

6.
Michelino
Gaskocher Edelstahl mit Tragekoffer (ohne Gaskartusche)
2,5
befriedigend
- Flasche wird auf Schlitten gezogen
- Koffer mäßig verarbeitet

7.
TOM Adventure
Campinggaskocher 1-flammig
2,5
befriedigend
- Mit Topf kippelig
- Ventil ungenau
- oberer Teil schlägt gegen Zünder
- Gewinde für Kartuschenfixierung dreht mit
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Was wäre Campen ohne heißen Kaffee und eine warme Mahlzeit? Gaskocher bieten eine komfortable Möglichkeit, unterwegs unabhängig zu bleiben und eignen sich für jeden Outdoor Einsatz. Im Falle eines Stromausfalls oder Blackouts sind sie zudem oft die letzte verlässliche Wärmequelle und damit so wichtig wie Taschenlampe und Notradio. AUTO BILD hat verschiedene dieser mobilen Kochstellen getestet und zeigt, welche Modelle im Bedarfsfall wirklich überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Campingkocher ermöglichen das Kochen und Erhitzen von Speisen und Getränken im Freien oder bei Stromausfall. Sie sind kompakt, mobil und bieten Unabhängigkeit in jeder Situation.
- Testkriterien: Bewertet wurden Leistung, Handhabung, Sicherheit, Gasverbrauch, Standfestigkeit, Materialqualität und Zubehör.
- Testerkenntnisse: Die meisten Geräte überzeugten mit stabiler Flamme und solider Verarbeitung. Schwächen zeigten billige Modelle mit undichten Anschlüssen oder unsicherer Kartuschenbefestigung. Kompakte Kocher punkten durch geringes Packmaß, größere durch Standfestigkeit.
- Kauf-Tipp: Für Einzelreisende genügt ein kleiner, leichter Kocher. Wer regelmäßig kocht oder größere Töpfe nutzt, sollte auf stabilen Stand, Piezozünder und kompatible Kartuschen achten.
- Gesundheit und Sicherheit: Kocher nur im Freien nutzen, Gasanschlüsse regelmäßig prüfen, brennbare Gegenstände fernhalten. Nach Gebrauch gut abkühlen lassen und Gasbehälter nie im heißen Auto lagern.
Jack in the Box – der Testsieger präsentiert sich in einem unscheinbaren Würfel. Dieser offenbart einen durchdachten Gaskocher mit überzeugender Ausstattung. Der Kocher von Odoland sichert sich mit 116 Punkten den Spitzenplatz und lässt sich dank klappbarer Füße platzsparend in seiner eigenen Box verstauen.
Mit einem Preis von nur 32,99 Euro zählt der Brenner zu den günstigen Vertretern im Testfeld – punktet aber zusätzlich mit einem Adapter, der ihn für zwei Kartuschentypen kompatibel macht: sowohl Schraubventil-Kartuschen als auch längliche MFS-1a-Behälter können angeschlossen werden.
Die Verarbeitung ist solide, die verwendeten Materialien machen einen wertigen Eindruck. Kritikpunkte? Gibt’s kaum. Nur die freiliegenden Dichtungen an Kartuschenanschluss und Adapter wirken etwas empfindlich – und der Gasverbrauch liegt etwas höher als bei anderen Modellen.Unterm Strich reicht es deshalb knapp nicht zur Note „sehr gut“ – aber zum Gesamtsieg allemal.
Besonders viel fürs Geld bietet der Campingkocher von Rothenberger (24,99 Euro). Optisch erinnert er mit seinem Griff an eine Lötlampe – und hebt sich damit deutlich von den anderen, hoch bauenden Modellen im Test ab. Das Design bringt zwei handfeste Vorteile: einen stabileren Stand und die Möglichkeit, den Kocher auch im Betrieb problemlos umzusetzen. Betriebsbereitschaft – nicht der schnellste, dafür sparsam. Die Installation der Stechkartusche ist sicher und einfach zu handhaben. Nicht so gut: Das Ventil dürfte gerne etwas feiner justierbar sein. Besser: Dank des Griffs steht er fast so sicher wie die flachen Konsolengeräte Campingaz Camp Bistro 3, Michelino, Rayan und Runnatal. Zum Glück des Ab-und-zu-unterwegs-Kochers fehlt dem Gerät nur ein integrierter Zünder.
Erster Eindruck nach dem Auspacken: Wie sauber ist der Kocher verarbeitet, und wie hochwertig sind die Materialien? Liegt sinnvolles Zubehör bei – und wie gut ist es gemacht? Schon jetzt wird genau hingeschaut: Gibt es lose Teile, scharfe Kanten oder Grate, die Verletzungsgefahr bergen? Zeigen sich womöglich schon erste Schwächen in der Verarbeitung?
Auch die Alltagstauglichkeit spielt eine Rolle: Lässt sich der Kocher nach dem Gebrauch kompakt und sicher verstauen? Nicht zuletzt fließt auch die Verpackung in die Bewertung ein: Welche Materialien wurden verwendet, wie viel davon – und lassen sie sich recyceln?
Es folgte die Lesestunde: Beantworten die Anleitungen auch einem Laien alle Fragen, werden Zubehör und die sensiblen Schritte wie Austausch der Kartusche gut erklärt? Nach dem Wiegen und Vermessen der Geräte erfolgte eine erste Inbetriebnahme: Ist eine Erstmontage nötig? Lassen sich die Kocher intuitiv bedienen, wie groß ist die Gefahr eines Bedienfehlers? Gibt es Schutzeinrichtungen? Kartusche rein und Flamme an – doch wie einfach funktioniert das wirklich? AUTO BILD prüfte Handhabung und Regelbarkeit der Gaszufuhr ganz genau.

Mit einem speziellem Schaumspray wurden alle Verbindungen auf mögliche Leckagen überprüft.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Die Dauer für das Aufkochen von Wasser wurde mit Stoppuhr und einem Stab-Thermometer ermittelt: Wie viel Zeit vergeht, bis 0,8 Liter Wasser auf 95 Grad erhitzt sind? Das entspricht ungefähr der Füllmenge einer großen Konservendose. Die verwendeten Kartuschen kamen vor und nach dem Erhitzen auf die Waage, um den Verbrauch zu bestimmen. Das Augenmerk ruhte ebenso auf Standfestigkeit, Lautstärke und Form der Flamme.
Insgesamt elf Geräte wurden genau unter die Lupe genommen. Die Qualitäts- und Leistungsunterschiede fallen deutlich aus, allerdings ist günstig nicht automatisch schlecht. Immerhin: Ein Leck wurde bei keinem der Geräte gefunden. Das teuerste Gerät von Jetboil (99,90 Euro) überzeugt auf ganzer Linie und landet nur deswegen nicht auf dem ersten Platz, weil der feste und sogar beschichtete Topf nur recht kleine Füllmengen erlaubt und so die Variabilität einschränkt. Auch ein integrierter Piezozünder hätte Platz eins bedeutet.

Die FluxRing-Lamellen erhöhen beim Kocher von Jetboil die Leistung. Zusätzlich wird der Gasverbrauch reduziert, und das Design bieten einen guten Schutz gegen Wind.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Das günstigste Gerät von Homelux für 19,99 Euro ist gleichzeitig auch eines der beiden, von denen dringend abzuraten ist. Ihm gelingt es nicht, ein Mindestmaß an Vertrauen herzustellen: Die Flamme brennt seitlich aus dem Gerät und ist unruhig, Korrosion schon nach erster Nutzung, die Anleitung mit abweichenden Bildern kann nicht alle Funktionen erklären, das Ventil schließt sehr schlecht. Mehr als doppelt so teuer ist Versager Nummer zwei von Rayan. Auch hier will man schnell die Finger wegziehen, wenn man feststellt, dass die Kartusche nicht richtig einrastet und sich dabei die ganze Konstruktion verzieht. Hier verbrennt man im Falle des Kaufs stolze 53,50 Euro.

Der Rayan Home versagt schon beim Einbau der Kartusche. Diese rastet nicht richtig ein, außerdem verzieht sich dabei die ganze Konstruktion.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Richtig nett anzusehen und ein bisschen an einen echten Herd erinnern die Konsolengeräte Campingaz Camp Bistro 3, Michelino, Rayan und Runnatal. Sie brennen alle sehr leise und sind ausreichend flott – mit Ausnahme des Camp Bistro 3 für rund 43 Euro, der deswegen auch ein "gut" verpasst. Der nur wenige Cent teurere Michelino mit Edelstahl-Finish ist an der Stelle besser und erreicht als einziges Gerät dieser Bauart diese Note. Schade: Der Schließmechanismus des Transportkoffers für das an sich wertige Gerät fällt schon fast beim Ansehen auseinander. Auch der Runnatal-Kocher (42 Euro) wäre "gut", wäre ein Koffer dabei. Lose möchte man das nicht mit dem Gerät fest verbundene Topfgitter nicht ins Auto schmeißen. Bauartbedingt sind sie allerdings eher schwer und kommen nicht gerade mit kompakten Abmessungen daher.
Ebenfalls kein Fliegengewicht, aber zerlegbar und dank Tasche gut zu verstauen ist der schnellste Standkocher, der Campingaz Bivouac (59,99 Euro). Er macht auch qualitativ einen guten Eindruck, ist effizient und hat einen Piezozünder, Feuerzeug also überflüssig. Nachteil: Es sind spezielle Kartuschen von Campingaz erforderlich. Unterwegs Nachkaufen kann da schwierig werden.
Campingkocher im Test
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.

AUTO BILD hat elf Campingkocher unter die Lupe genommen.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Mit neun der elf getesteten Kocher lassen sich unterwegs Kaffeewasser oder ein Süppchen erhitzen. Kategorisch abzuraten ist vom Rayan (Kartusche arretiert nicht sicher, miese Verarbeitung) und vom Homelux (minderwertiges Ventil, hakeliges Gewinde für die Kartuschenbefestigung, Grate und eine Anleitung mit falschen Abbildungen). Ansonsten hängt die Kaufentscheidung vor allem vom vorhandenen Platz und der zu kochenden Menge ab: Sind Packmaß und Gewicht die ausschlaggebenden Kriterien, und sollen nur kleine Mengen in den Topf, kommt man nicht um den Odoland oder die Luxus-Variante von Jetboil herum. Sie sind schnell, effizient, gut zu verstauen und schön leicht.

Die Systeme mit 190-Gramm-Stechkartuschen haben den Nachteil, dass die Gasbehälter bis zur vollständigen Entleerung im Kocher verbleiben müssen.
Bild: Sven Krieger/AUTO BILD
Wer häufiger für mehr als zwei Personen kochen möchte, sollte sich den Kocher von Rothenberger, den Campingaz Bivouac oder den Kemper ansehen: Hier stehen auch größere Töpfe sicher. Am besten macht das der Preis-Leistungs-Sieger Rothenberger, dank des Tragegriffs, der zudem das Versetzen des Kochers sicherer und einfacher macht – zum Beispiel, um ihn aus dem Wind zu nehmen.
Nützliches Wissen rund um Campingkocher
Welcher ist der beste Campingkocher?
Der Testsieger im großen AUTO BILD-Campingkocher-Test ist der Odoland Campingkocher. Dabei handelt es sich um einen kleinen, unscheinbaren Plastikwürfel mit knapp einem Liter Rauminhalt. Darin befindet sich der Kocher, der sich dank klappbarer Füße in diese Mini-Box faltet. Der Brenner wird mit einem Adapter für eine weitere Kartuschen-Sorte sinnvoll ergänzt. So kommen sowohl Kartuschen mit Schraubventil als auch die länglichen MFS-1a-Behälter für die Verwendung infrage. Die Verarbeitung ist durchweg gut, ebenso die Materialien. Schwachstellen muss man suchen: Die frei liegenden Dichtungen am Kartuschen-Anschluss sowie am Adapter sind nicht gut vor Beschädigungen geschützt, und der Verbrauch ist recht hoch.
Was kostet ein guter Campingkocher?
Der Odoland Campingkocher, Testsieger im AUTO BILD-Campingkocher-Test, kommt auf einen Preis von 32,99 Euro. Etwas günstiger ist der Preis-Leistungs-Sieger: Der Campingkocher von Rothenberger schlägt mit 24,99 Euro zu Buche.
Was muss man bei Campingkochern beachten?
Man muss auf jeden Fall ausreichenden Abstand zu anderen offenen Brennstoff- oder Feuerquellen halten. Nach der Nutzung sollte man den Kocher stets gut abkühlen lassen – und volle Gasbehälter nicht dauerhaft sowie vor allem nicht bei Hitze im Fahrzeug lagern.
Für alle getesteten Geräte gilt: Bitte ausreichenden Abstand zu anderen offenen Brennstoff- oder Feuerquellen halten, nach der Nutzung stets gut abkühlen lassen – und volle Gasbehälter nicht dauerhaft und vor allem nicht bei Hitze im Fahrzeug lagern.
Testsieger (2022): Odoland Campingkocher
Preis-Leistungs-Sieger (2022): Rothenberger Campingkocher
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