AUTO BILD-Vergleich von Infrarot-Thermometern
Temperaturerfassung auf Knopfdruck
Praktische Helfer in Werkstatt und Haushalt. AUTO BILD vergleicht Infrarot-Thermometer: Welche Modelle überzeugen, messen zuverlässig und sind vielseitig einsetzbar?
Unser Versprechen
Redaktionelle Produktauswahl, unabhängige Empfehlungen! Käufe über unsere Links unterstützen unsere Arbeit – ohne Zusatzkosten für Sie.
Inhaltsverzeichnis öffnen
Infrarot-Thermometer ermöglichen eine präzise Temperaturmessung, ohne dass man Bauteile direkt berühren muss. Ideal, um Motoren, Bremsen oder andere Fahrzeugkomponenten sicher vor Brandverletzungen zu prüfen. Auch im Haushalt leisten sie wertvolle Dienste, etwa beim Überprüfen von Heizsystemen oder beim Aufspüren von Wärmeverlusten an Fenstern und Türen. Selbst beim Grillen können sie helfen, die perfekte Temperatur zu treffen. AUTO BILD hat aktuelle Modelle verglichen und zeigt, welche Geräte sich in der Praxis besonders bewähren.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Infrarot-Thermometer messen Temperaturen kontaktlos und sicher. Sie sind nützlich für Motoren, Bremsen, Heiz- und Kühlsysteme, zur Erkennung von Wärmebrücken im Haus oder auch beim Grillen.
- Testkriterien: Verglichen wurden Messbereich, Genauigkeit, Einstellbarkeit des Emissionsgrads sowie Handhabung. Auch Gewicht, Batterielaufzeit und Eignung für unterschiedliche Materialien spielten eine Rolle.
- Testerkenntnisse: Geräte mit einstellbarem Emissionsgrad lieferten präzisere Ergebnisse. Feste Werte schränken die Nutzung auf bestimmte Materialien ein. Flüssigkeiten und transparente Materialien lassen sich nicht zuverlässig messen. Für Fiebermessungen sind spezielle Geräte erforderlich.
- Kauf-Tipp: Wer ein vielseitiges Thermometer sucht, sollte auf großen Messbereich und einstellbaren Emissionsgrad achten. Für Hobbyanwender genügt ein günstiges Modell mit Basisfunktionen, im Profi-Einsatz sind präzisere Geräte unverzichtbar.
- Gesundheit und Arbeitsschutz: Da Oberflächen wie Motoren oder Bremsen sehr heiß werden können, verhindert die kontaktlose Messung Verbrennungen. Beim Einsatz in staubiger oder dampfiger Umgebung empfehlen sich Maske und Schutzbrille.
Mit dem Infrarot-Thermometer von Bosch kann man die Oberflächentemperatur flexibel messen. Der Messbereich liegt zwischen -30 °C und 500 °C. Das Gerät berücksichtigt je nach Einstellung drei verschiedene Emissionsgrade, mit denen man die Oberflächentemperatur von Beton, Gusseisen und Porzellan messen kann. So ist es beispielsweise mithilfe des Geräts möglich, die Temperatur eines Kfz-Motors, die ausgestrahlte Wärme einer Heizung oder die Kälte eines Gefrierfaches zu bestimmen.
Die etwas teurere, aber auch für den Profi-Einsatz geeignete Alternative zum Redaktions-Tipp von Bosch ist das Infrarot-Thermometer von TFA Dostmann. Das Gerät verfügt über mehr Funktionen, einen größeren Messbereich von -50 °C bis 800 °C und einen flexibler einstellbaren Emissionsgrad von 0.1 bis 1.0. Damit ist die Messung einer Vielzahl von Materialien möglich. Die Messung erfolgt über ein Doppel-Laservisier, welches in weniger als einer halben Sekunde das Ergebnis anzeigt. Laut Hersteller ist das Infrarot-Thermometer ideal zur Messung der Oberflächentemperatur im Bereich der elektrischen und mechanischen Instandhaltung, Heizung, Klima, Lüftung und Kfz-Diagnose. Zum Lieferumfang gehört eine Gürteltasche. Zur Messung von Temperaturen glänzender oder hoch polierter Metalloberflächen wird das Gerät seitens des Herstellers nicht empfohlen.
Das AS Schwabe 24101 Infrarot Thermometer ist unser Preis-Tipp. Es punktet mit seinem niedrigen Preis, und mit einem Messbereich von -50 °C bis 380 °C ist es für die Anwendung an Motoren, elektrischen Anschlüssen und Klimaanlagen geeignet. Der Emissionsgrad ist nicht einstellbar und von Werk aus mit 0.95 voreingestellt. Damit ist die Messung auf Materialien beschränkt, die einen hohen Emissionsgrad haben, etwa PVC-Boden, Marmor oder mattes Aluminium. Die Messung von Materialien mit mittleren oder niedrigen Emissionsgraden wie Gusseisen oder Porzellan würde hier zu ungenauen Temperaturmessungen führen.
Für den Vergleich haben wir eine Auswahl an Infrarot-Thermometern bekannter Hersteller herausgesucht und anhand ihrer Produktmerkmale sowie ihres Einsatzzwecks verglichen. Dabei ging es vorrangig um die Breite des Messbereichs, die Messgenauigkeit auf bestimmten Oberflächen und darum, ob der Emissionsgrad einstellbar ist.
Die Infrarot-Thermometer, die wir verglichen haben, bieten eine schnelle, effiziente und sichere Methode zur Temperaturmessung, was sie zu einem wichtigen Werkzeug in vielen verschiedenen Bereichen macht. Der Redaktions-Tipp Bosch Universal Temp ist mit seiner Ausstattung und den Funktionen ein Allrounder. Die Alternative, das TFA Dostmann Scantemp 485, geht noch einen Schritt weiter in Richtung Profi-Einsatz und ist vielseitiger und besser ausgestattet. Das as – Schwabe Infrarot Thermometer Standard als Preis-Tipp ist aufgrund seines niedrigen Preises und der Funktionen, die es bietet, ein ideales Gerät für Hobby-Heimwerker.
Je nachdem, ob man ein Infrarot-Thermometer für den Haus-, Hobby- oder Profi-Einsatz sucht, muss das Gerät verschiedene Anforderungen erfüllen. Dabei geht es um den Messbereich und die Messgenauigkeit. Die meisten Infrarot-Thermometer messen die niedrigsten Temperaturen ab -50 °C und im heißesten Bereich Temperaturen bis zu 1000 °C. Für die Suche von Wärmebrücken im Haus empfiehlt sich ein Thermometer mit hoher Genauigkeit. So werden geringe Abweichungen der Oberflächentemperatur erkannt und Bereiche ermittelt, über die Wärme abfließt.
Für das Heimwerken ist ein Thermometer mit hoher Genauigkeit genauso sinnvoll, etwa beim Trocknen von Farben und Lacken, die bei bestimmten Temperaturen korrekt aushärten. Aber auch für das Messen der Grilltemperatur oder die des Smokers eignen sich solche Thermometer. Bei der Handhabung der Infrarot-Thermometer sollte man das Gewicht und die Abmessungen beim Einsatz nicht außer Acht lassen – einige Thermometer können bis zu einem halben Kilo wiegen. Auch die Batterielaufzeit sollte man bei einem Dauereinsatz im Auge behalten.
Wer sich bei einer Erkältung den Gang zur Arztpraxis sparen und stattdessen mit einem Infrarot-Thermometer Fieber messen möchte, der sollte lieber ein richtiges Fieberthermometer benutzen. Auch das Haustier sollte man besser in die Tierarztpraxis bringen. Insbesondere bei Tieren mit dichtem Fell kann die gemessene Temperatur durch das Fell beeinflusst werden. In beiden Fällen ist ein Fieberthermometer die richtige Wahl, um ein korrektes Ergebnis zu erhalten.
Wissenswertes rund um Infrarot-Thermometer
Wie genau misst ein Infrarot-Thermometer?
Die Genauigkeit von IR-Thermometern hängt von den verwendeten Bauteilen, der Verarbeitungsqualität und von der im Werk durchgeführten Kalibrierung ab. Generell sind Abweichungen von einem halben Grad möglich.
Was kann man mit einem Infrarot-Thermometer messen?
Mit einem Infrarot-Thermometer lässt sich bei Fahrzeugen die Hitze von Bremssystem oder Motor ermitteln. Im Haus oder in der Wohnung kann man nach Kälte- oder Wärmebrücken suchen. Im Hobbybereich dient es zur Überprüfung von elektronischen Bauteilen oder Schaltkreisen vor Überhitzung.
Kann man mit einem Infrarot-Thermometer Glas messen?
In der Regel nicht, da Glas für Infrarotstrahlen durchlässig ist und ebenfalls die Infrarotstrahlung der Umgebung reflektiert, was die Messung zusätzlich verfälschen kann. Es gibt jedoch spezielle Infrarot-Thermometer oder solche mit einstellbarem Emissionsgrad, die besser für die Temperaturmessung an Glasoberflächen geeignet sein können.
Service-Links











