Werkstattwagen im AUTO BILD-Vergleich
Werkstattwagen – und alles ist in Ordnung
Ein gut ausgestatteter Werkstattwagen sorgt dafür, dass jedes Werkzeug schnell griffbereit ist und nichts verloren geht. AUTO BILD hat beliebte Modelle unter die Lupe genommen und ihre Ausstattung, Verarbeitung und Handhabung geprüft.
- Roland Kontny
Unser Versprechen
Redaktionelle Produktauswahl, unabhängige Empfehlungen! Käufe über unsere Links unterstützen unsere Arbeit – ohne Zusatzkosten für Sie.
Inhaltsverzeichnis öffnen
Kommt Ihnen das bekannt vor? Erst kommt ein neuer Dachträger, dann frische Stoßdämpfer und beim nächsten Projekt muss auch noch die Türverkleidung runter, um an die Lautsprecher zu gelangen. Wer öfter am Auto schraubt, merkt schnell, dass der Werkzeugbedarf stetig wächst. Doch klassische Werkzeugkoffer stoßen dabei an ihre Grenzen, schwere Hämmer oder Elektrowerkzeuge landen oft chaotisch in der Ecke.
Ein Werkstattwagen schafft Abhilfe. Er bietet viel Stauraum, hält Ordnung im Werkzeugfundus und lässt sich bequem dorthin rollen, wo er gebraucht wird. AUTO BILD hat aktuelle Modelle führender Hersteller verglichen und zeigt, welche sich im Alltag wirklich bewähren.
Das Wichtigste in Kürze
- Größe beachten: In kleinen Werkstätten sollte der Wagen unter die Werkbank oder ins Regal passen. Wichtig ist die exakte Höhe mit Rollen, da es keine Normmaße gibt.
- Die Ausstattung zählt: Zur Grundausstattung zählen Ratschen mit Stecknüssen, Verlängerungen, Kreuzgelenke, Kombischlüssel, Schraubendreher und Zangen.
- Räder berücksichtigen: Auf unebenem Gelände sind große Räder vorteilhaft, in Garagen mit glattem Boden spielt die Radgröße kaum eine Rolle.
- Material wählen: Stahlwagen sind stabiler und kippsicher, Kunststoffmodelle können schnell beschädigt werden.
Die Auswahl der hier vorgestellten Produkte erfolgt insbesondere aufgrund ihrer Relevanz auf dem Zubehör-Markt. Außerdem ist deren flächendeckende und kurzfristige Verfügbarkeit zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Vergleichs gewährleistet – mit Ausnahme von akuten Produktions- oder Lieferschwierigkeiten. Die Produkte wurden keinem Praxis-Test unterzogen. Dieser Vergleich dient vielmehr einer schnellen Übersicht gängiger bestückter Werkstattwagen und deren technischen Daten.
Die wichtigsten produktspezifischen Kriterien des Vergleichs sind eine vernünftige Anzahl und Auswahl an Werkzeugen aus solidem Material, ausreichendem Stauraum für eigenes Werkzeug und einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das Angebot an Werkstattwagen mit einer guten Grundausstattung aus brauchbarem Material ist reichhaltig. Der Redaktionstipp Eberth WW2-1007BCW hat mit 167 Werkzeugen die wichtigsten Helfer an Bord, seine zwei freien Schubladen sind groß und schlucken damit reichlich Geräte aus dem eigenen Bestand wie Akkuschrauber oder Winkelschleifer. Er macht sich mit 690 mm Breite vergleichsweise schmal. Eine gute Alternative vor allem ohne eigenes Werkzeug ist der Mephisto XXL Werkstattwagen, der fast 300 Teile mitbringt. Er ist darum allerdings auch rund 150 Euro teurer. Im Preis-Tipp NTG WZW.3060-220 stecken immerhin 220 Werkzeug-Teile, die laut Anbieter jedoch nicht alle aus Chrom-Vanadium-Stahl sind – und daher bei täglichem Gebrauch wahrscheinlich einer schnelleren Abnutzung unterliegen. Dafür ist der Preis mit rund 400 Euro relativ günstig.
Achten Sie auf die Werkzeug-Qualität
Wer regelmäßig schraubt, sollte auf jeden Fall auf Werkzeug aus Chrom-Vanadium-Stahl zurückgreifen. Einfachere beziehungsweise weichere Materialien sind allenfalls für den gelegentlichen Gebrauch geeignet. Grundsätzlich sollte man bei Werkzeug nicht sparen, denn abgesehen von der schnelleren Abnutzung ist auch die Verletzungsgefahr bei Arbeiten mit hohem Kraftaufwand erhöht.
Diebstahlschutz
Die meisten Werkzeugwagen sind abschließbar. Das hat zum Beispiel in gemeinsam genutzten Werkstätten den Vorteil, dass sich niemand ungefragt bedienen kann. Zu Hause schützt das Abschließen den Nachwuchs vor dem Zugriff auf spitze, schwere oder anderweitig gefährliche Werkzeuge. Abschließbare Werkstattwagen haben in aller Regel zwei Schlüssel im Lieferumfang.
Alternativen zum Werkstattwagen
Werden nicht so viele Werkzeuge benötigt und/oder müssen diese häufig auch über Treppen oder vergleichbare Hindernisse hinweg bewegt oder im Auto mitgenommen werden, kommt für die Aufbewahrung und den Transport auch ein Trolley infrage. Sie haben meist zwei Räder und einen Griff, sodass sich die Chose im gekippten Zustand ziehen lässt. Trolleys sind wegen des geringeren Gewichts auch aus Kunststoff erhältlich.
Häufige Fragen zu Werkstattwagen
Was kostet ein Werkstattwagen?
Der Preis hängt stark vom Hersteller, der Qualität des Werkzeugs, des Wagens selbst sowie dem Produktumfang ab. Die günstigsten bestückten Werkstattwagen gibt es ab ca. 150 Euro, die teuersten können 1500 Euro und mehr kosten.
Wie läuft die Lieferung eines Werkstattwagens ab?
Wegen des hohen Gewichts und den ausladenden Abmessungen kommen Werkstattwagen nicht mit den bekannten Paketdiensten. Üblicherweise nimmt die ausliefernde Spedition zum Käufer Kontakt auf, um einen Anlieferungstermin abzustimmen oder anzukündigen. Für Ungeduldige empfiehlt es sich, die aktuelle Verfügbarkeit und Lieferfristen vor einer Bestellung zu klären.
Wie hoch ist ein Werkstattwagen?
Wer den Wagen beispielsweise unter einer bestehenden Werkbank abstellen möchte, sollte unbedingt auf dessen exakte Höhe achten. Je nach Modell schwankt dieser Wert ungefähr zwischen 78 und 95 Zentimetern. Alle Anbieter machen in der Regel exakte Angaben zu den Abmessungen ihrer Produkte. Aber Achtung: In einigen Fällen wird die Höhe ohne die Räder angegeben. Oder es werden zwei Werte (mit und ohne Räder) für die Höhe genannt. Hier bitte genau hinsehen.
Wie schwer sind Werkstattwagen?
Das hängt von der Größe, den verwendeten Materialien und dem Umfang des Inhalts an. Kompaktere Modelle mit nur wenigen Werkzeugen wiegen ab ca. 25 Kilogramm, große Wagen mit umfangreicherer Ausstattung und hochwertiger Verarbeitung können bis zu 90 Kilogramm auf die Waage bringen. Hinzu kommen dann noch die Werkzeuge aus dem eigenen Bestand.
Service-Links









