Autosalon Paris 2010, Teil 5: Allradler

Range Rover Evoque Cadillac Escalade Hybrid

Allradler in Paris: Messerundgang

— 04.10.2010

Große und kleine Matsch-Mobile

Erst geht es sauber geputzt nach Paris, später dann ab in den Matsch. Die Allrad-Premieren an der Seine sind BMW X3, Range Rover Evoque und Hyundai ix35 Hybrid.

Klimadiskussion hin, Stilfragen her – es gibt Menschen, die brauchen ein SUV oder einen Geländewagen. Reitsportler zum Beispiel, oder Landwirte. Einen Pferdeanhänger hinter einen kompakten Hybrid-Pkw spannen zu wollen, ist aktuell noch ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen. Es fehlt den Umweltfreunden einfach an Zugkraft. Einer, der in dieser Sparte seit Jahren glänzt, ist der BMW X3. Die kraftvollen Motoren ziehen ordentlich an, sein Allradantrieb sorgt auch abseits des Asphalts für sicheren Halt, und schick genug für die Stadt ist er außerdem. Was BMW da mit der aktuellen Generation noch besser machen kann? Zum Beispiel den Verbrauch reduzieren. Dank Efficient-Dynamics-Paket soll der X3 20d beispielsweise mit nur noch 5,6 Litern Diesel auskommen. Und das, obwohl der neue X3 im Vergleich zum Vorgänger gewaltig gewachsen ist. Nicht schlecht.

Diesel trifft Elektromotor: Die Idee hinterm Hyundai ix35 klingt prima. Was fehlt ist das passende Serienmodell.

Range Rover geht das Thema Neuigkeiten in Paris genau umgekehrt an. Schrumpf ist Trumpf. Der Evoque ist kompakt, leicht, dynamisch –  und damit so ganz anders als die traditionellen Range Rover. Basis für das kleine Designerstück ist der Land Rover Freelander. Unter der Haube gibt es wahlweise einen 2,2-Liter-Turbodiesel (150 oder 190 PS) oder einen Zweiliter-Benziner mit 240 PS. Verbrauch in der Dieselversion: knapp vier Liter beim Fronttriebler, etwa ein Liter mehr beim Evoque mit Allradantrieb. Preis: rund 35.000 Euro. Andere Marke, ähnlich lange Allrad-Erfahrung: Am Stand von Jeep stehen der neue Grand Cherokee und der geliftete Wrangler. Der Grand Cherokee hat diverse Rundungen hinzubekommen und wandelt auf den Spuren der Mercedes M-Klasse. Auch ohne Allradler-Kanten beherrscht der Ami das Klettern so wie vorher. Genau wie sein knorriger Bruder Wrangler. Dessen Interieur hat Jeep komplett überarbeitet. Wohlfühlatmosphäre und Komfort standen im Pflichtenheft. Motoren der Legende blieben dagegen unangetastet.

Überblick: Alle News und Premieren des Pariser Autosalon 2010

X3 XXL: BMWs kompakter Allradler ist in seiner neusten Auflage dem Segment entwachsen.

Wer sein SUV noch größer, noch dicker und noch amerikanischer mag, der ist bei Cadillac richtig. SRX und Escalade hat GMs Nobeltochter mit nach Paris gebracht. Nagelneu sind die beiden nicht mehr, aber ab 2011 in Europa offiziell zu haben. Aus dem SRX ist ein echtes Sport Utility Vehicle geworden  – vom unförmigen Kombi der ersten Generation ist nichts mehr geblieben. Ein 3,0-Liter-V6 mit 268 PS schiebt an. Klingt zwar fett, bedeutet aber im Unterschied zum ersten SRX ein deutliches Downsizing im Maschinenraum. Ob der scharf gezeichnete Ami in Europa Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Das gilt auch für den Escalade. Der dicke Brummer steht als Hybrid in Paris. Unter der Haube bollert ein 337 PS starker 6,0-Liter-V8. Dazu kommen zwei Elektromotoren und Spritspar-Helfer wie eine Zylinderabschaltung. Ob er nun grüne Typenschilder hat oder nicht – der Escalade ist und bleibt ein SUV der Doppelrahmstufe. Und das muss man mögen. Preis Version Sport Luxury: 83.911 Euro.

Vorschau: Der Range Rover Evoque als Fünftürer

Der atemberaubende Lotus Eterne spielt in der Porsche-Panamera-Liga und wird auf Wunsch mit Allrad zu haben sein.

SUV und Hybrid gibt es auch bei Hyundai zu sehen. Die Koreaner stellen die Studie ix35 Hybrid vor. Sie wird von einem Duo aus 1,7-Liter-Common-Rail-Diesel mit 115 PS und einem Elektromotor mit sieben PS angetrieben. Start-Stopp-Automatik und Leichtlaufreifen sollen einen CO2-Ausstoß von knapp 117 Gramm pro Kilometer ermöglichen. Nachteil: keine Informationen über eine Serienfertigung. Der 1,7-Liter-Diesel kommt allerdings ab Ende 2010 im ix35blue zum Einsatz. Wie der bei Pferdefreunden und Landwirten ankommt, müssen wir mal abwarten.

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