Autosalon Genf 2011: Die Sportler

Bilder: Sportwagen des Genfer Autosalons 2011 Bilder: Sportwagen des Genfer Autosalons 2011

Autosalon Genf 2011: Die Sportler

— 01.03.2011

Kann denn Leistung Sünde sein?

Brutale Zwölfzylinder, biestige Elektro-Knaller, schrullige Dreiräder: Sportwagen sind tot? Von wegen. autobild.de zeigt Ihnen die PS-Könige auf dem Genfer Autosalon 2011.

Die Welt hat wieder Lust aufs Auto. Aufs Gasgeben. Auf Sportwagen. Wie anders wäre die Fülle von PS-starken Exoten zu erklären, die den Genfer Salon 2011 prägen. Allen voran der Lamborghini Aventador, der so etwas wie das Böse in Blech verkörpert. 700 PS stark, der gezackte Rücken eines urzeitlichen Drachen und eine tiefe Sitzhöhle, die locker ein paar Stunden im Sportstudio verlangt, um schmerzfrei rein und raus zu kommen. Dieser Italiener sucht sich seine Besitzer aus. Nicht umgekehrt. Dazu tragen natürlich auch die über 300.000 Euro bei, die Lamborghini für sein Topmodell verlangt.

Überblick: News und Weltpremieren auf dem Genfer Salon 2011

Ist es Zufall oder ein Zeichen, dass Ferrari ausgerechnet auf diesem Salon das Gegenstück vorstellt? Der FF, was Spötter schon mit Familien-Ferrari übersetzen, trägt das Heck eines Shooting Brake, um endlich auch im größten Modell mehr Platz zu bieten. Das macht ihn massig, den Macho aus Maranello. Imposant bleibt er allemal, als Coupe wird er uns wieder aus den Socken hauen, allein schon mit seinem V12. Oder wie wäre es mit einem V2? Den trägt der Morgan Threewheeler freistehend und verchromt vor der Motorhaube – als wären es die Kronjuwelen. Was für eine wunderbar schrullig-britische Idee, das alte Dreirad wieder aufleben zu lassen, mit einem Zweizylinder aus Harley-Wurzeln und zwei winzigen Windscheiben, die mehr schmücken als schützen.

Messerundgang: Die Stars auf dem Autosalon Genf 2011

Surrrrrrr ... Mit V8-Geblubber kann der Elektro-Artega nicht dienen. 4,3 Sekunden auf 100 km/h sind aber eine angemessene Entschädigung.

Ach, Sie wollen was richtig Modernes? Okay, wie wäre es dann mit dem Artega SE. Die Delbrücker Sportwagenbauer zeigen ihren rassigen Mittelmotorrenner in Genf auch als elektrisierende SE-Variante ohne lokale Abgase. Für entsprechende Fahrleistungen sorgen zwei Elektromotoren im Heck. Jeder entwickelt 140 kW, also 190 PS, und treibt damit jeweils eines der beiden Hinterräder an. So lässt sich das Antriebsmoment fast beliebig zwischen den Hinterrädern verteilen und das Fahrverhalten gezielt beeinflussen. Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 soll  dank der Mehrleistung von 80 PS gegenüber dem Verbrenner in 4,3 Sekunden gelingen, die Höchstgeschwindigkeit mindestens 250 km/h betragen. Die Stromversorgung übernehmen Lithium-Ionen-Polymer-Akkus, die sich auf Front (vier Module) und Heck verteilen (zwölf Module). Trotz des Fahrzeuggewichts von etwa 1400 Kilo erwartet Artega eine reale Reichweite von etwa 200 Kilometern, laut Norm sind sogar 300 Kilometer drin. Allerdings muss einem der elektrische Spaß auch fast 180.000 Euro wert sein. Noch mehr Genf-Sportler sehen Sie oben in der Bildergalerie!

Autoren: Joachim Staat, Gerald Czajka

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.