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Blitz-Marathon 2014: Bilanz

— 19.09.2014

Reihenweise Raser erwischt

Der zweite bundesweite Blitz-Marathon brachte jede Menge Temposünden ans Licht. Ein Autofahrer rauschte sogar mit 238 statt 100 km/h in die Radarfalle!

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(dpa) Beim zweiten bundesweiten Blitz-Marathon (18. bis 19. September 2014) hat die Polizei mehr Temposünder erwischt als beim Blitz-Marathon 2013. Von rund drei Millionen kontrollierten Autofahrern seien 93.000 zu schnell gewesen, teilte das federführende nordrhein-westfälische Innenministerium am 19. September in Düsseldorf mit. Bei der Premiere vor einem Jahr waren es 83.000, obwohl die Polizei damals mit 2000 Beamten mehr aufgestellt war. Drei Prozent der Autofahrer seien in diesem Jahr zu schnell gewesen – 97 Prozent hätten sich an die Regeln gehalten. Gegen viele Raser werden Fahrverbote fällig, Tausende Verkehrssünder kommen aber mit einem Bußgeld davon. Die regionalen Bilanzen fielen sehr unterschiedlich aus: Während im Raum Köln bei 70.000 kontrollierten Wagen festgestellt wurde, dass diese insgesamt schneller unterwegs waren als bei der Blitzmarathon-Premiere im Oktober 2013, hieß es aus mehreren anderen Polizeipräsidien, die Fahrer seien insgesamt langsamer gewesen.

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So wie diese Schüler in Essen waren in vielen Städten im Bundesgebiet Kinder und Jungendliche an Standorten des Blitz-Marathons dabei.

Es war die zweite flächendeckende Kontrollaktion dieser Art, alle 16 Bundesländer haben mitgemacht. Mehr als 13.000 Polizisten waren im Einsatz, an fast 7500 Stellen im gesamten Bundesgebiet wurde geblitzt und gelasert. Die Ergebnisse sollten im Laufe des Freitags in Düsseldorf bekanntgegeben werden. Vorläufiger Spitzenreiter war ein Fahrer in Reutlingen (Baden-Württemberg), der am Donnerstag mit Tempo 238 statt der erlaubten 100 Kilometer pro Stunde unterwegs war. In Brandenburg wurde auf der A2 zwischen Netzen und Lehnin ein Autofahrer mit 219 statt der erlaubten 120 Stundenkilometer gemessen. In der Nacht zum Freitag wurde auf der A4 bei Köln ein Fahrer mit Tempo 185 statt 80 gemessen – nach Abzug der Toleranz.

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In Nordrhein-Westfalen waren erstmals auch Kinder bei den Kontrollen im Einsatz. Sie hatten Kontrollstellen vorschlagen dürfen. An einer Schule in Düsseldorf ertappte ein Junge dabei seine eigene Mutter, die zu schnell im verkehrsberuhigten Bereich unterwegs war. Auch eine Lehrerin durfte sich von ihren Schülern wegen zu schnellen Fahrens einiges anhören.

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Bei der ersten bundesweiten Großaktion dieser Art waren im Oktober 2013 drei Millionen Autofahrer kontrolliert und 83.000 Autofahrer als zu schnell erwischt worden. Das Blitzlicht-Gewitter ist auch ein Versuch, die sich abzeichnende Trendwende bei der Zahl der Verkehrstoten zu bekämpfen. Nach jahrzehntelangem Rückgang war im ersten Halbjahr 2014 ein Anstieg bei den Todesopfern registriert worden.

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