Neue BMW 2er: 2018

BMW 2er bis 2018: Vorschau

— 20.10.2014

BMW peppt die 2er auf

BMW baut seine 2er-Reihe um vier neue Modelle bis 2018 aus – vom 374 PS starken M2 bis zum Familienvan Gran Tourer. Da gilt für Audi und Mercedes: dranbleiben.

Form trifft Funktion: Mit dem 2er GT hält das Fließheck Einzug in die Kompaktklasse – eine Bereicherung.

BMW 2er – derzeit sind es Drillinge. Es gibt Coupé und Cabrio (beide mit Hinterradantrieb) und den Van namens ActiveTourer. Aber die Familie erwartet Zuwachs, denn BMW will gegen Audi und Mercedes auch bei den absatzstarken Brot-und-Butter-Modellen punkten, also den Kompakten. Jetzt mischen die Bayern das halbe Marktsegment auf: Geplant sind bis 2018 ein Van für sieben, eine Stufenheck-Limousine, der 374 PS starke M2 und ein sportliches Schrägheck. Reden wir über das Viertürer-Coupé: Wie bei BMW üblich, tägt der Crossover-2er den Namenszusatz GT. Und wenn wir die Rauchzeichen über der BMW-Zentrale richtig deuten, dann dürfte der 2er GT in knapp vier Jahren die Kompaktfamilie erweitern. Grob gesagt ist dieser Bayer eine Mischung aus Schrägheck, viertürigem Coupé und Shooting Brake. Formal lässt er sich vom 4er Gran Coupé inspirieren, funktional erweist er sich als ähnlich praktisch wie der 3er GT. Im Idealfall teilt sich der neue 2er den Radstand mit der Langversion des kommenden X1, sodass das Platzangebot nicht über üppige Preise erkauft werden muss. Als Lifestyle-Auto mit viel Platz und ausreichend Variabilität soll er weder dem 2er Active Tourer noch dem 3er Touring allzu viel Konkurrenz machen – auch wenn zwischen diesen Modellen nicht jeder eine Nische sieht, die für den Schrägheck-2er groß genug ist. Auf die Blech-Pelle rücken wird der 2er GT vor allem seinen süddeutschen Mitstreitern, also dem A3 Sportback von Audi sowie dem einen oder anderen Mitglied der A-Klasse-Familie von Mercedes.

BMW 2er Gran Tourer: ein Van für sieben

Ein BMW bläst sich auf: 2er Gran Tourer mit Platz für sieben – der Touran von BMW.

Gerade hat BMW mit dem Active Tourer den ersten Van der Marke auf die Räder ge­stellt, jetzt kommt es noch dicker: BMW kündigt für nächstes Jahr den Gran Tourer an – einen Van mit Platz für sieben! Technisch basieren Active und Gran Tourer auf dem Mini-Bau­kasten, der Große kann bei Bedarf aber entweder sieben Fahrgäste oder ent­sprechend mehr Gepäck befördern. Wie das geht? Der Gran Tourer macht sich zwischen den Stoßfängern einfach länger, Radstand und hinterer Über­hang sollen je zehn Zentimeter zule­gen. Die steilere Heckscheibe und die zum Heck hin kaum abgeflachte Dach­linie dürften auch in Reihe drei ein Mindestmaß an Kopf- und Beinfreiheit gewährleisten. In der Länge verstell­bare Mittelsitze mit umklappbaren Lehnen erleichtern den Hinterbänk­lern den Ein- und Ausstieg. Eine Niveauregulierung und wei­tere Assistenzsysteme kommen beim Gran Tourer ebenso neu ins Angebot wie der Plug-in-Hybrid, für den BMW einen Aufpreis von rund 3500 Euro verlangen will. Die mit dem 192 PS starken Motor des 220i kombinierte E-Maschine leistet 102 PS. Während die Hybrid-Konkurrenz die Kraft zu­meist ausschließlich über die Vorder­räder auf die Straße bringt, treibt der Stromer im Gran Tourer die Hinterräder an. Die Vorteile: optimale Trak­tion, bedarfsgerechte Kraftverteilung, bessere Gewichtsbalance. Die Nach­teile: Kompromisse bei der Raumaus­nutzung, höheres Gewicht.

BMW 2er Limo: Hier grüßt der 02er

Hurra, der 02er ist zurück – allerdings mit vier
Türen. 2er Limousine für den dezenten Auftritt.

Bayrische Zahlenspiele: Klar, die Marketingspezialisten von BMW könnten ihr kompak­tes Stufenheck auch als 1er lau­fen lassen. Aber abgesehen von der Tradition, dass die Limousinen aus München ungerade Zahlen tragen, spricht nichts dafür. Im Gegenteil. Für einen 2er kann man nämlich fast automatisch etwas mehr Geld verlangen als für einen 1er. Zudem unterstreicht der 2er die numerische Querverbin­dung zum legendären 1602/2002 aus den 60ern und 70ern – wer so eine Historie hat, darf sie auch zitieren. Auch wenn 02 mal zwei Türen bedeutete. Das Motorenangebot des Viertürers dürfte der nach oben erweiterten Pa­lette des Active Tourer entsprechen. Für angeregte Diskussionen sorgen ein 230i mit dem 272 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder und ein bulliger 225d, dem 231 PS nachgesagt werden. Nach unten besteht zwar die Möglich­keit des Downsizing, doch in den nächsten zwei bis drei Jahren dürften weder der 1,2-Liter-Dreizylinder noch der 1,6-Liter-Vierzylinder in Serie gehen. Auch eine M-Variante erscheint für den seriösen Viertürer aus heutiger Sicht so gut wie ausgeschlossen.

BMW M2: Flitzer mit 374 PS – Vorsicht, M4!

Der M2 übernimmt vom M4 Fahrwerk, Lenkung, Bremse, Vierrohr-Auspuff, aktives M-Differenzial und optionales Siebengang-Doppelkupplung.

Eine heiße Nummer! Im No­vember 2015 debütiert der kom­pakte Überflieger M2. Dass er ein echter M wird, garantiert der auf­geladene 3,0-Liter-Reihensechszylin­der mit 374 PS und 520 Nm. Vom gro­ßen Bruder M4 stammen Fahrwerk (Spurweite, Aufhängung, Bereifung), Lenkung, Bremse, Vierrohr-Auspuff, aktives M-Differenzial und optionales Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Innen dominieren Alcantara, Alu, Carbon und dunkle Mikrofasern. Da­zu gibt es eigenständige Instrumente, spezielle Sitze, ein kleineres Sportlenkrad. Ein Highlight sind die vermuteten Fahrleistungen – in 4,3 Sekunden soll es von 0 auf 100 km/h gehen. Wahn­sinn! Genau wie der Preis. Das Grund­modell mit Schaltgetriebe soll rund 56.500 Euro kosten. Das ergibt zum M4 einen Preisabstand von knapp 16.000 Euro und nach unten zum M 235i eine Differenz von 8500 Euro.

BMW 2er (2018): BMW peppt die 2er auf

Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Mit der erweiterten Modellpalette in der Kompaktklasse greifen die Münchner genau dort an, wo das größte Wachstum lockt – wo allerdings auch die schmalsten Gewinne drohen. Doch die Rechnung könnte für die Münchner aufgehen, denn wo BMW nachlegt, sind die Rivalen aus Ingolstadt und Stuttgart derzeit nur schwach oder noch gar nicht vertreten.

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