Borgward BX7 (2017): Rückkehr nach Europa

Borgward BX7 (2017): Rückkehr nach Europa

Borgward BX7 (2017): technische Daten, Preis, Verrkaufsstart

— 14.07.2017

Borgward bereit für Europa

Borgward bekommt den behördlichen Segen: Das Elektro-SUV BX7 EV erhält die Typzulassung der EU. Alle Infos zu den Borgward-Plänen.

Die wiederbelebte Traditionsmarke Borgward ist einen wichtigen Schritt bei der Rückkehr auf den europäischen Markt voran gekommen. Der Stuttgarter Automobilhersteller, der mit einem großen Montagewerk seine Rückkehr nach Bremen plant, hat für sein Elektro-SUV BX7 EV die EU-Typgenehmigung 2007/46/EG in der Fassung 2015/166 erhalten. In China feierte der Allradler mit Zweiliter-Verbrennungsmotor (Fahrbericht) schon 2016 Premiere und wurde nach Firmenangaben bislang rund 50.000 Mal verkauft. Homologationen werden außerdem für den Mittleren Osten, Südamerika und Russland vorbereitet.
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Das "X" im Namen des neuen Borgward-Modells steht für den Allradantrieb im neuen SUV.

Für Europa ist das Comeback ab 2019 dem Vernehmen nach rein elektrisch, später dann mit Plug-in-Hybridtechnik geplant. Der BX7 ist ein klassisches SUV, das auf dem großen Kühlergrill den leicht modernisierten Rhombus der Traditionsmarke trägt. Betonte Hüften, eine hohe Gürtellinie, der Firmenname in großen Lettern auf dem Heck – die Designer wollten kein Retro-Auto bauen, sondern die Grundgedanken von Firmengründer Carl F.W. Borgward in die heutige Zeit transportieren. Sie bauen auf gute technische Lösungen und ein zeitgemäßes Design. Die Ambitionen der Firma sind groß: Weltweit sollen mittelfristig über 500.000 Autos verkauft werden, in den kommenden Jahren mehrere neue Modelle auf den Markt kommen. Die Zentrale von Borgward sitzt in Stuttgart – unter derselben Adresse wie der deutsche Ableger des chinesischen Foton-Kon­zerns. Dem gehören die Borgward-Markenrechte. Stuttgart ist auch Stammsitz, weil wichtige Zulieferer in der Nach­barschaft sitzen. Und tatsächlich vertrauen die Entwickler beim neuen BX7 auf Komponenten namhafter Hersteller.

Auch ein Plug-in-Hybrid ist geplant

Betonte Hüften, hohe Gürtellinie – und ein bisschen Porsche Cayenne: das Heck des BX7.

Der Plug-in-Hybrid soll eine Systemleistung von 401 PS und eine rein elektrische Reichweite von 55 Kilometern haben. An der Vorderachse treibt ein Zweiliter-Turbo-Vierzylinder über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe den Borgward an, an der Hinterachse schaltet sich über eine intelligente Allradeinheit bei Bedarf – und für den Hybridantrieb – ein Elektromotor hinzu. Für den Insassenschutz sorgt das "Protect"-System, das neben den klassischen Sicherheitsfeatures wie einer hochfesten Karosseriestruktur und Airbagsystemen auch verschiedene Assistenzsysteme bietet. So finden sich im BX7 beispielsweise ein Kollisionsassistent, ein Bremsassistent mit Fußgängererkennung, ein Abstandsregeltempomat und eine 360-Grad-Rundumkamera. Auf Innovationen angesprochen, setzt Borgward vor allem auf innere Werte: "Innovationen wird es vor allem im Bereich Connectivity geben. In zehn Jahren wird es anstatt klassischer Facelifts nur noch Updates geben", sagte Borgward-Chef Walker. Das Infotainmentsystem hat einen 12,3 Zoll großen Hauptbildschirm, bietet Smartphone-Anbindung sowie einen WLAN-Hotspot. An die Dienste anderer Hersteller erinnert der sogenannte "Serviceagent": Mittels Knopfdruck kann der Fahrer des BX7 Kontakt zu einem Callcenter aufnehmen, das einem beispielsweise Hotels bucht oder Theaterkarten organisiert. Eine SOS-Taste ermöglicht, dass speziell geschulte Mitarbeiter situationsgerechte Hilfe organisieren.

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Zurück zu den Bremer Wurzeln

Auch der Borgward BX5 soll in Bremen gebaut werden.

Die Produktion des Elektro-BX7 ist in Bremen geplant. Dort soll ab Beginn 2018 ein Montagewerk für bis zu 50.000 Fahrzeuge entstehen. Vermutlich wird schon 2019 auch der kleinere BX5 an der Weser montiert, der in China bereits verkauft wird und unter Borgward-Insidern als das für Europa wichtigere Auto gilt. Das Borgward-Grundstück liegt im Güterverkehrszentrum im Westen der Stadt.

Fahrbericht Borgward BX7

Geplant ist zunächst, in China vorgefertigte Fahrzeugteile in Deutschland zu fertigen Autos zu montieren, eine sogenannte SKD/CKD-Produktion. Langfristig könnte Borgward das Montagewerk in Bremen zur Vollproduktion ausbauen, hieß es. Die Pläne sehen eine Teststrecke, ein Auslieferungs-Zentrum und ein Markenstudio vor. Das Werk in Bremen soll als Kompetenzzentrum für die weltweiten Elektromobilitäts-Aktivitäten dienen, kündigte Borgward-Chef Ulrich Walker kürzlich an. Die Marke war vom chinesischen Autohersteller Beiqi Foton Motor wiederbelebt worden. Mit dem Schritt kehrt Borgward zurück zu seinen Wurzeln, Bremen war bereits ab den 1920er Jahren Heimat des legendären Autobauers, bevor die Marke in den 60er-Jahren unterging.

Borgward BX7 (2017): Rückkehr nach Europa

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