Dacia Lodgy/Kia cee'd/Skoda Rapid: Vergleich
— 19.07.2012
Drei Volkswagen für 14.000 Euro
Zum Polo-Preis bieten Skoda, Kia und Dacia vollwertige Familienautos. Trotz unterschiedlicher Konzepte wagen wir den Vergleich – und klären, ob Rapid, cee'd und Lodgy mehr als nur billig können.
Der Blick in die Preisliste ist ernüchternd. Als wir bei Volkswagen einen Kandidaten für einen ersten Vergleich mit dem neuen
Skoda Rapid suchen, müssen die Wolfsburger passen. Ein ähnlich großer
Jetta kostet rund 7000 Euro mehr – statt ausgewachsener Limousinen gibt es bei
VW für 14.000 Euro aktuell nur mager ausgestattete Kleinwagen. Selbst ein ähnlich motorisierter
Polo ist teurer als der Skoda. Da hat eine Firma wohl die Nähe zur Basis verloren; unglaublich, wie teuer ein Auto ist, das per Definition ein Wagen fürs Volk sein soll.
Überblick: Alle News und Tests zum Dacia Lodgy
Video: Dacia Lodgy
Familienschnäppchen
Geeignete Konkurrenten für den neuen Rapid finden wir stattdessen bei
Kia und Dacia. Die Koreaner bieten ihr neues Kompaktmodell
cee'd für 14.490 Euro an – im Glauben an die eigene Qualität mit sieben Jahren Garantie inklusive. Renault-Tochter
Dacia bringt für den gleichen Betrag sogar einen siebensitzigen Van an den Start, der zwar mit betagter Renault-Technik in Afrika zusammengeschraubt wird, aber mit Vollausstattung und sparsamem Dieselmotor punkten will. Können die drei nur billig – oder sind sie auch gut? Als Familienauto ist der Dacia unschlagbar. Sieben Sitze verteilt auf drei Reihen, Kopffreiheit ohne Ende und ein Kofferraum so groß wie eine Turnhalle – der Rumäne schluckt bis zu 2617 Liter Gepäck. Selbst die Variabilität geht in Ordnung: Die zweite Sitzreihe ist im Verhältnis zwei zu eins umklappbar, die dritte kann komplett ausgebaut werden. Einzig die etwas knappe Kniefreiheit im Fond ist dem
Lodgy anzukreiden.
Überblick: Alle News und Tests zum Skoda Rapid
Video: Skoda Rapid
Erste Fahrt im Rapid
Das kann der Skoda deutlich besser. Selbst große Mitfahrer haben dank 2,60 Meter Radstand im Fond auch dann noch bequem Platz, wenn in Reihe eins die Sitze zurückgeschoben werden. Die Kopffreiheit in Reihe zwei ist in dieser Klasse kaum zu schlagen – einzig die etwas geringe Innenbreite stört, wenn drei Personen im Fond Platz nehmen. Hier lässt sich die Abstammung vom relativ schmalen
Fabia nicht leugnen. Riesengroß hingegen der mindestens 550 Liter fassende Kofferraum, der dank der großen Heckklappe zudem problemlos beladen werden kann. Da kann der Kia nicht mithalten. Als klassischer Kompakter bietet zwar auch er ausreichend Platz für fünf Personen und Gepäck (380 l) – im Vergleich heißt es aber: zusammenrücken. Der Rapid ist aus Modulen der Skoda-Mutter Volkswagen zusammengewürfelt. Und so fährt er sich – positiv gesehen – auch: Das Fahrwerk ist vergleichsweise straff gefedert, bietet aber noch ausreichenden Komfort. Die elektrohydraulische Lenkung ist präzise und direkt, das Getriebe leichtgängig zu schalten.
Weitere Details zu den drei Familienfreunden gibt es in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen lesen Sie in AUTO BILD 29/2012 – ab sofort im Handel.
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Skoda Rapid, Dacia Lodgy, Kia Ceed
Veröffentlicht:
18.07.2012
Autor:
Stefan Voswinkel
Fazit
Skoda, Kia und Dacia zeigen, dass es bereits für 14:000 Euro tolle Familienautos gibt, die nicht nur sehr günstig, sondern gut sind. Unterm Strich kann der Skoda mit ausgereifter Technik und ordentlich Platz leichte Vorteile herausfahren. Der Kia ist ein konventioneller Kompakter, der mit seiner Sieben-Jahre-Garantie punktet. Der Dacia fällt beim Fahren etwas ab, gefällt aber mit riesigem Innenraum.