Die Highlights der AMI 2008 — autobild.de — 04.04.2008
Wir sind das Volk
Wie Sie sehen, hören Sie nichts. Anders bei VW: Der lustige Schiebe-Monitor auf dem Messestand soll eigentlich erklären, wie die verschiedenen alternativen Antriebe funktionieren. Alternativ lässt er sich aber auch als Musikinstrument nutzen. Sphäri, sphara, flöt, tröt. Ausprobieren!
Im Schatten automobiler Großveranstaltungen hat sich die AMI Leipzig zur kleinen, aber feinen Autoshow für Privatkunden gemausert. Im Rampenlicht stehen günstige und sparsame Auto-Neuheiten. Anfassen ausdrücklich erlaubt.
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Der Preisbrecher: Dacia Logan für unter 8000 Euro
Über Preise jenseits der 10.000 Euro können die Damen auf dem Dacia-Stand nur milde lächeln. Dort kreiselt der Sandero auf einem überdimensionalen Drehteller – ein schlichtes Kompakt-Schrägheck mit maximal 1200 Litern Kofferraumvolumen, das in den tiefsten Preisregionen der Golfklasse sein Unwesen treiben soll. Wie tief? Das will man bei der rumänischen Renault-Tochter noch nicht genau sagen. Weniger als 8000 Euro sollen es aber schon sein. Zur Wahl werden je ein Benziner (75 PS) und ein Diesel (87 PS) aus dem Konzernregal stehen. Da kann auch Chevrolet mit dem deutlich kleineren, frisch überarbeiteten Aveo nicht mithalten. 9990 Euro verlangt die amerikanische Traditionsmarke für den Basis-Aveo, der mit seinem markanten Doppel-Kühler allerdings jeden Dacia blass aussehen lässt.Exotisch, aber günstig: Die Neuen aus Russland und China
Ein bisschen Exotik gefällig? Kein Problem. Bei Lada ist, wie bei jeder Messe, auch in Leipzig reichlich Automobiltechnik vergangener Tage zu bestaunen. Größter Vorteil der russischen Hausmannkost: So ein Lada ist vergleichsweise erschwinglich und mit einer Heizung gesegnet, die selbst sibirischen Temperaturen trotzt. Neu im Portfolio des deutschen Lada-Importeurs sind ab Sommer 2008 die beiden Modelle 2170 (Stufenheck) und 2172 (Fließheck), die unter der Modellbezeichnung Priora laufen werden. Richtig modern sehen beide nicht aus, aber immerhin gibt es für unter 10.000 Euro ein Auto mit den Abmessungen eines VW Jetta und herrliche Pressetext-Prosa: "Sie werden es auf den dicht belasteten Straßen und Schnellbahnen bemerken. Das Auto auf welches, sie scharf sind, als Zeichen des Erfolges." Alles klar? Wir wünschen den neuen Lada-Modellen auf jeden Fall viel Glück. Letzteres kann auch China Automobile Deutschland (CAD) gebrauchen, die nun schon seit einigen Monaten versuchen, chinesische Autos bei uns auf die Straße zu bringen. Ab Mai dieses Jahres sollen die Fahrzeuge aus dem Riesenreich nun endlich bei rund 100 Händlern zu kaufen sein. Entsprechend gut bestückt ist der in einer Ecke der Messehalle 1 versteckte CAD-Stand. Da wären zunächst die bekannten Modelle CEO (ab 25.900 Euro) und UFO (ab 15.990 Euro), die sich ohne große Mühe optisch den Vorgängern von BMW X5 und Toyota RAV4 zuordnen lassen. Neu sind das robuste SUV GX6 (ab 25.000 Euro) und der Pick-up Alster (ab 16.000 Euro), die vom Hersteller Gonow vom Band laufen. Wie bei allen Modellen, die CAD nach Deutschland importiert, stammen auch die Motoren der beiden Gonow ursprünglich von Mitsubishi. Ab Sommer 2008 sollen GX6 und CEO übrigens auch mit einem 125 PS starken Dieselmotor angeboten werden.ANZEIGE
