Santana PS 10

Santana PS 10 Santana PS 10

Fahrbericht Santana PS 10

— 16.05.2003

Ein Land Rover aus Spanien

Santana baut eine eigene Version des Land Rover Defender. AUTO BILD alles allrad hat das erste Exemplar in Deutschland gefahren.

Mehr Platz als im Defender

Fritz Daub, schwäbischer EU-Importeur mit 25 Jahren Erfahrung und guten Kontakten nach Spanien, bietet den Santana Hanibal ab sofort für 24.950 Euro mit deutscher Zulassung an. Komplett mit zwei Jahren oder 75.000 Kilometer Gewährleistung. Ein vergleichbarer Land Rover Defender 110 Td5 kostet 27.300 Euro, also 2350 Euro mehr, hat dafür drei Jahre Garantie. In Deutschland heißt der Santana PS 10, da der Typenname Hannibal hierzulande geschützt ist.

Im Daub’schen Autohaus stehen Dutzende Neuwagen verschiedenster Marken. Was günstig und gefragt ist, wird aus dem Ausland nach Horb am Neckar (Tel. 07451/ 55 17 0) geholt und an die wartenden Kunden verkauft. Vom VW Polo über Suzuki Vitara bis eben zum neuen Santana.

Die erste Begegnung mit dem PS 10 lässt an einen modifizierten Land Rover denken, vor allem die Seitenansicht. Dieser Eindruck ist gar nicht so falsch, denn schließlich hat Santana viele Jahre verschiedene Versionen des englischen Originals in Lizenz für den iberischen Markt gebaut. Stark vereinfachend ausgedrückt, darf man sich den Santana als Defender mit mehr Platz im Innenraum, Iveco-Turbodiesel und schlichtem Blattfeder-Fahrwerk vorstellen. Neuzeitliche Errungenschaften wie permanenten Allradantrieb, ABS, Schlupfregelung oder Fensterheber gibt es im Gegensatz zum Briten auch gegen Aufpreis nicht. Einzige Zugeständnisse an Komfortwünsche von heute sind die Servolenkung und eine gegen Aufpreis von 1478 Euro lieferbare Klimaanlage.

Hebel, Griffe und mehr vom Samurai

Die geräumige Kombi-Karosserie – eine Pickup-Version soll folgen – in buntem Materialmix aus Blech und Kunststoff ruht auf einem soliden Leiterrahmen, an dem auch die per Blattfedern aufgehängten Starrachsen befestigt sind. Traditionelle Geländewagen-Technik also. Hat man sich auf den Fahrersitz emporgeschwungen, erfreut die bequeme und im Gegensatz zum Defender weniger beengte Sitzposition. Instrumente, Hebel, Griffe, Spiegel und viele weitere Details stammen, kaum zu glauben, aus dem winzigen Suzuki Samurai, der ebenfalls von Santana gebaut wird, im Juni aber endgültig ausläuft.

Das schlichte Fahrwerk und die teigige Lenkung erfordern Nehmerqualitäten auf Landstraßen dritter Ordnung. Der trotz Common-Rail-Technik hart nagelnde Lieferwagen-Motor reduziert den Komfort noch weiter, dafür zieht er ab 1500 Touren gut durch und lässt den Santana echte 146 km/h erreichen. Eine Normverbrauchsangabe gibt es noch nicht. Fazit: Wer rustikale Optik und Technik schätzt und eine Alternative zu Land Rover sucht, liegt beim Santana richtig.

Technische Daten 4-Zyl.-Turbodiesel • Common-Rail-Direkteinspritzung • Hubraum 2800 cm³ • Leistung 92 kW (125 PS) bei 3600/min • max. Drehmoment 275 Nm bei 1800/min • 5-Gang-Schaltgetriebe • Geländeuntersetzung • Allradantrieb während der Fahrt zuschaltbar • Starrachse an Blattfedern v/h • Reifen 235/85 R 16 • LxBxH 4675x1750x2000 mm • Radstand 2786 mm • Bodenfreiheit 210 mm • Wattiefe 750 mm • Leergewicht 2050 kg • zul. Gesamtgewicht 3050 kg • Anhängelast 3000 kg • Tank 100l • 0–100 km/h in 18,5s • Höchstgeschwindigkeit 146 km/h • Preis 24.950 Euro

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