Kfz-Versicherung: Typklassen 2011

Kfz-Versicherung: Typklassen 2016

— 26.08.2015

Neue Typklassen für viele Modelle

Für viele Autofahrer könnte die Kfz-Versicherung bald teurer werden. Denn in der neuen Typklassenstatistik der Versicherer wurden viele Fahrzeugtypen neu eingestuft. AUTO BILD erklärt, was sich ändert.

Wer zahlt bei der Kfz-Versicherung ab 2016 drauf, und für wen wird es günstiger? Die neue Typklassenstatistik der deutschen Versicherer gibt darüber Auskunft. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ändert sich in der Kfz-Haftpflicht für rund 70 Prozent der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge nichts. Das heißt aber auch: Etwa 30 Prozent der Fahrzeuge wurden in der Haftpflicht neu eingestuft.
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Versicherungsvergleich

Das hat in der Regel Auswirkungen auf die Versicherungsbeiträge - besonders wenn sich eine Einstufung gleich um mehrere Klassen verändert. Von den rund 30 Prozent der Fahrzeuge, für die sich in der Haftpflicht etwas ändert, erhalten etwa 14 Prozent niedrigere Einstufungen, für rund 16 Prozent erhöht sich die Klasse, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). In den Kaskoversicherungen ändern sich die Typklassen sogar bei rund 45 Prozent der Fahrzeuge - das sind knapp vierzehn Millionen Pkw.

Einsteigermodelle haben oft eine hohe Typklasse

Das Typklassenverzeichnis der Versicherungswirtschaft wird jedes Jahr auf Basis der aktuellen Schadensentwicklung angepasst – jeweils getrennt für Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko. Je nach Schadensrisiko werden Fahrzeugtypen in verschiedene Klassen eingeteilt: hohes Risiko, hohe Typklasse; geringes Risiko, niedrige Typklasse. Bei der Haftpflicht gibt es insgesamt 16 Typklassen (10 bis 25), bei der Vollkaskoversicherung 25 (10 bis 34) und bei der Teilkasko 24 (10 bis 33). In der Haftpflicht gilt die günstigste Typklasse 10 praktisch nur für Oldtimer – sie werden nur noch wenig gefahren und die Halter hüten ihre Schätzchen durch besonders vorsichtige Fahrweise. Dagegen zeichnen sich beliebte Einsteigermodelle oft durch hohe Typklassen aus, da Anfänger häufig Blechschäden verursachen.

Umstufung um mehrere Klassen kann teuer werden

Veränderungen der Typklassen-Einstufung um mehrere Klassen sind zwar selten, doch sie kommen vor und können dann zu einer erheblichen Erhöhung oder auch Senkung des Versicherungsbeitrags führen, besonders, wenn sie die Kaskoversicherung betreffen. Eine Stichprobe von AUTO BILD hat gezeigt, dass bei einer Erhöhung der Vollkasko um drei Klassen und einer vergleichsweise ungünstigen Schadenfreiheitsklasse schnell mehr als 300 Euro zusätzlich anfallen können. Wichtig für Versicherte: Erhöht sich der Beitrag zum Jahreswechsel aufgrund einer Umstufung bei den Typklassen, hat der Versicherungsnehmer das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.
Typklassen in der Kfz-Versicherung
Haftpflicht 16 Typklassen (10 - 25)
Vollkasko 25 Typklassen (10 - 34)
Teilkasko 24 Typklassen (10 - 33)
Lesen Sie auch: Regionalklassen – der große Städte-Check
Im Überblick: Alles zum Thema Kfz-Versicherung

Tipp: Regelmäßig Versicherungstarife vergleichen

Die Höhe der Versicherungsbeiträge hängt jedoch nicht nur von den Typklassen ab. Neben den Fahrzeugtypen gibt es zahlreiche weitere Kriterien, die bei der Berechnung der Beiträge eine Rolle spielen. Da diese Kriterien von den Versicherungen jeweils verschieden bewertet werden, ergeben sich von Anbieter zu Anbieter zum Teil deutliche Unterschiede bei den Tarifen. Für jeden Fahrzeughalter kann es sich deshalb lohnen, regelmäßig die Beiträge der verschiedenen Anbieter mit einem KFZ-Versicherungsrechner zu überprüfen – besonders dann, wenn das eigene Fahrzeug gerade in eine ungünstigere Typklasse gerutscht ist.

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