Mercedes A-Klasse Dreitürer

Mercedes A-Klasse Illustration Mercedes A-Klasse Illustration

Mercedes A-Klasse Dreitürer

— 02.11.2010

So kommt die neue A-Klasse

Nun also doch: Nach langem Hin und Her lässt Mercedes auch die dreitürige A-Klasse wieder aufleben. Mercedes Concept A: So kommt die neue A-Klasse!

Dreitürer? Nein, danke. So reagierten die meisten Mercedes-Käufer, als 2004 die A-Klasse auch als Dreitürer auf den Markt kam. Aktuell verzichtet nur etwa jeder achte A-Klasse-Interessent auf Türen im Fond. Sicher, die überwiegend ältere Kundschaft hat ihre Probleme mit Platzangebot und dem beschwerlichen Einstieg zum Fond. Doch der Erfolg eines Dreitürers steht und fällt mit seiner Attraktivität. Da will Mercedes nachbessern – mit einer coupéähnlichen A-Klasse, die ab 2014 noch sportlicher, noch dynamischer fährt als der ohnehin radikale Fünftürer.

Mercedes Concept A: So kommt die neue A-Klasse!

Passt ist kein Raster: Die Mercedes A-Klasse als Dreitürer.

Zunächst ein Blick auf die Modellfamilie, die Mercedes mit der neuen Frontantriebs-Architektur (MFA) plant: • A-Klasse Fünftürer • B-Klasse-Nachfolger • B-Klasse CrossoverB-Klasse Coupé/Viertürer • B-Klasse Shooting Brake • A-Klasse Coupé/Dreitürer. Mit rund 4,25 Meter Länge misst das kompakte Coupé rund 30 Zentimeter weniger als das geplante viertürige Coupé CLC. Entsprechend kleiner ist der Kofferraum, der mit 350 Litern exakt 100 Liter weniger schluckt. Der Radstand beträgt dagegen einheitlich 2,70 Meter. Um die dynamische Linienführung auch unter der Haube zu rechtfertigen, plant Mercedes unter dem Kürzel ALC20 ein AMG Coupé mit mechanischem Hyprex-Lader, Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, 4Matic-Allradantrieb und 272 PS - der Golf R lässt grüßen. Mit sechs Modellen überholt Mercedes im dritten Anlauf zumindest numerisch die Konkurrenz von Audi und BMW, die mit VW und dem PSA-Konzern starke Kooperationspartner für ihre Expansionspläne gefunden hat.

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Dynamisch: Auch beim fünftürigen Modell setzt Mercedes auf sportliche Optik.

Daher haben sich die Stuttgarter mit Renault/Nissan/Infiniti zusammengeschlossen, um endlich in jene Stückzahlenbereiche vorzudringen, wo nachhaltig Geld verdient wird. Selbst eine Verdoppelung der Produktion auf 500.000 Autos brächte lange nicht das Volumen, das BMW/Mini (eine Million) und Audi/VW (1,7 Millionen) in dieser Klasse große Spareffekte beschert. Deshalb muss Mercedes seine übernächste A-/B-Klasse dringend mit der B-/C-Plattform von Renault/Nissan (Clio/Mégane/Note/Tiida) vereinheitlichen. Das A-Coupé gäbe auch einen netten Infiniti ab ... Den ersten Schritt in diese Richtung machen die Schwaben mit dem MFA-Konzept, das sich vom Sandwichboden der jetzigen A-Klasse verabschiedet und stattdessen auf konventionelle Technik setzt. Natürlich wird es für den MFA-Baukasten von Anfang an auch diverse alternative Antriebslösungen geben. Ursprünglich haben Entwickler daran gedacht, speziell für die etwas höhere B-Klasse einen elektrifizierten Hinterwagen samt Bauraum für Batterien zu entwickeln, doch dieser Ansatz wurde als zu teuer verworfen.

Stattdessen hat sich bei allen grünen Versionen der Frontantrieb durchgesetzt. Die Staffelung sieht so aus: • Elektroauto mit Benziner und Diesel als Range Extender (Anfang 2014) • Plug-in-Hybrid mit Benziner und Diesel (Mitte 2014) • Brennstoffzelle in Verbindung mit Elektromotor (circa 2020) Für das Coupé aber kommt aus Platzgründen möglicherweise keine der drei Alternativen in Frage. Der Mildhybrid gilt zwar als gesetzt, kann aber nicht rein elektrisch fahren und ist damit als Stadtauto nur bedingt geeignet. Andere Planspiele stehen und fallen mit Größe, Gewicht, Ladedauer und Haltbarkeit der Batterien.

Für die gesamte Modellfamilie baut Mercedes in Ungarn ein neues Werk, doch die Kapazität in Kecskemét ist bereits verplant, und auch Rastatt gilt als voll ausgelastet. Obwohl der Dreitürer als letztes MFA-Modell mit der kürzesten Laufzeit und mit einem gewissen Kannibalisierungseffekt kämpfen wird, will Mercedes den hübschen Flitzer durchziehen. So überzeugt wie vom Shooting Brake, einem sportlichen Kombi, sind die Stuttgarter auch von ihrem künftigen Coupé. Dass ein Dreitürer auf Ablehnung stößt, soll Mercedes nicht noch einmal passieren.


Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Modell um Modell wächst die kleine Mercedes-Familie, die mit sechs Versionen in der Golf-Klasse die Sahne abschöpfen will. Dabei wandelt sich der Dreitürer vom Mauerblümchen zum Frauenflüsterer und Männerversteher – aus heutiger Sicht können weder Audi noch BMW mithalten.

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