Mercedes CLA gegen Audi A4 und BMW 3er
— 15.02.2013
So schlägt sich der CLA
Technik von der A-Klasse, Optik à la CLS: Mit dem neuen CLA will Mercedes hoch hinaus. Im ersten Vergleich muss sich der Mercedes CLA gegen Audi A4 und BMW 3er beweisen.
Funkelnder Grill, flache Kanzel, sanft abfallendes Heck. Der
Mercedes CLA fällt auf. Mit einer Länge von 4,63 Metern strebt der Ableger der kompakten
A-Klasse formal Mittelklasse-Format an. Ob er das auch inhaltlich füllen kann, soll ein erster Vergleich mit seinen Edel-Konkurrenten
Audi A4 und
BMW 3er zeigen. Vorn haben alle drei Kontrahenten genügend Platz. Beim Blick auf die Messwerte fällt aber auf, dass der Benz schmaler ist und weniger Kopffreiheit bietet. Für das Raumangebot im Fond spielt nicht die Außenlänge, sondern der Radstand die entscheidende Rolle.
Der BMW 3er hat elf Zentimeter mehr Radstand als der Mercedes CLA. Davon profitieren die Insassen auf der Rückbank des 3er.
Und der fällt beim CLA mit 2,70 Metern immerhin elf Zentimeter kürzer aus als bei A4 und 3er. Ein Klassenunterschied. Im Mercedes-Fond spüren Erwachsene deutlich, dass die zweite Reihe nur für gelegentliche Fahrten gedacht ist. Bequem ist anders. Viel besser sieht es da im
Audi mit seinem ordentlichen Platzangebot aus, und noch entspannter geht es im geräumigen
BMW zu. In beiden Autos fühlen sich große Menschen durchaus komfortabel untergebracht, können auch lange Strecken beschwerdefrei überstehen. Am bequemsten sitzt es sich im BMW, dem mit Abstand Luftigsten dieses Trios.
Der Audi A4 ist als 2.0 TDI mit 177 PS knapp 1500 Euro billiger als das A-Klasse-Derivat CLA 220 CDI (170 PS).
Zum Schluss folgt eine faustdicke Überraschung: Der Mercedes kostet tatsächlich noch mehr als Audi und BMW! In der Preisliste steht der
CLA 220 CDI mit 170 PS im Basistrimm für 37.991 Euro, immerhin serienmäßig mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Die passenden Gegner heißen
Audi A4 2.0 TDI mit 177 PS und Multitronic für 36.550 Euro sowie
BMW 320d mit 184 PS und Achtstufenautomatik für 37.800 Euro. Fazit: Dieser Mercedes greift nach den Sternen. Hoffentlich nimmt er sich dabei nicht zu viel vor.
Wie Mercedes gegen BMW und Audi zurückschlägt, sehen Sie in der neuen AUTO BILD 7/2013 – ab Freitag (15. Februar) im Handel. Dazu im neuen Heft: Erste Bilder vom neuen Alfa Spider und dem Mazda MX-5. Außerdem: Der 3000-PS-Gipfel – Ferrari F12 Berlinetta gegen Lamborghini Aventador, Pagani Huayra und Ruf CTR 3 Clubsport.
Kommentare zum Artikel (15)
Erstellt
Inhalt
Melden
Na nur weil der Mercedes so viel kostet wie Klassenhöhere Autos anderer Konzerne kann man ihn natürlich nicht mit denen vergleichen. Wahrscheinlich wären ein BMW Coupe oder ein VW Golf CC (so er denn kommt) einfach viel zu preisgünstig um den Mercedes gut darstehen zu lassen. Also bedient man sich bei der AB dem Kniff und vergleich den Mercedes einfach mit Klassenhöheren Fahrzeugen. Guter Trick Mercedes / AB fällt aber sofort auf. Ansonsten wahrscheinlich wie die A-Klasse. Unausgewogen und künstlich auf Sport getrimmt und die Stammkundschaft (Mercedes hat nunmal die ältesten Kunden) verprellend ausgelegt .. kein Wunder das Audi/BMW wachsen und Mercedes stagniert oder Boden verliert .. bei der Modellpolitik.
Der CLA ist eine Limousine auf A-Klassebasis mit Coupeanleihen.
Aus dem VW-Konzern ist z.B. der Jetta und der Octavia plattformtechnisch im gleichen Größensemgent.
Aber mal ehrlich, wer überlegt sich: Kaufe ich mir einen Skoda oder einen Benz?
Ein A4, C-Klasse und 3er Käufer legt Wert auf Nutzwert. Wird weniger benötigt und gleichzeitig Wert auf Coupestyle gelegt, ist der CLA eine Alternative zu A5, 3er/4rer und C Klasse Coupe.
Ein Vergleich im Stil von GLK oder ML / X3 vs x5 wäre wirklich sinnvoll gewesen
Was regt ihr euch denn alle so auf? Spätestens wenn ein Golf CC kommt verliert der CLA gegen den "deutlich ausgewogeneren Wolfsburger, der sich keine Schwächen leistet und am Ende leicht günstiger ist" Bis das soweit ist muss er sich an biederen Limousinen messen lassen. Diese kommen zwar für die Zielgruppe des CLA überhaupt nicht in Frage, aber das interessiert offenbar keinen. Außerdem: was will man als Redakteur machen, wenn plötzlich ein Auto konkurrenzlos eine Nische besetzt?
Ich schlage das aktuelle Heft auf, und was springt mir auf der Leserbriefseite sofort ins Auge? Eine blau unterlegte, mit Fettdruck hervorgehobene absolut negative Leserzuschrift zum CLA (der CLA sei "Blendwerk..."). So geht das seit Wochen: nur Mercedes-kritische bis ablehnende Leserbriefe zu Mercedes, insbesondere zu A-Klasse und CLA. Will uns die Autobild weismachen, dass bei ihr keine positiven Kommentare zu Mercedes eingehen?
Sehr unglaubwürdig. Immerhin haben kürzlich z. B. 10.000e ADAC-Motorweltleser die A-Klasse zum beliebtesten Auto Deutschlands gewählt (der neue A3 landete ziemlich abgeschlagen auf Platz 4).
Was soll dieser "Vergleich" dem geneigten Leser aussagen ?
Mercedes stellt hier ein kleines 5-türiges Coupé auf die Straße und Autobild vergleicht mit normalen Limousinen ?? Die Coupés, wenn sie denn von Audi und BMW kommen, bzw. schon da sind, sind in diesem Segment alles 3 Türer. Mercedes hat auch hier ein neues Segment erschlossen. Daher hinkt Ihr Vergleich. Wenn Sie schon das hintere Platzangebot vergleichen, müssten Sie dies also mit dem des BMW 3er Coupé tun.
Des weiteren fehlen mir im Test das Thema Cw-Wert - hier hat MB mit dem CLA einen neuen Bestwert aufgestellt - Verbrauch ; Was ist mit dem Thema Sicherheit ?
Ich werde mir aufgrund meines persönlichen Vergleichtests der Fakten den CLA kaufen und Ihre "Journalisten" sollten ihre Arbeitsverträge von Audi und BMW zurückgeben.