Mercedes E-Klasse Van: Vorschau — 27.10.2010

So kommt der R-Klasse-Nachfolger

Die R-Klasse konnte nicht überzeugen. Trotzdem plant Mercedes die nächste luxuriöse Großraumlimousine: den Grand Sports Tourer auf Basis der nächsten E-Klasse. Erste Bilder!

Im Audi-Programm fehlt er. BMW kann auch nicht damit dienen. Bei Jaguar und Lexus zuckt man ebenfalls bedauernd mit den Schultern. Nur Mercedes hat ihn – und damit ein Problem. Die Rede ist vom Premium-Van, der verzweifelt versucht, in einer viel zu kleinen Marktlücke einzuparken. Und obwohl die R-Klasse 2010 mit dem Facelift eine zweite Chance erhalten hat, ist ihr Produktionsende in vier Jahren so gut wie beschlossen. Doch schon 2008 begann eine Arbeitsgruppe, drei verschiedene Alternativen für eine Neuauflage durchzuplanen: • R-Klasse, zweite Generation, wieder auf Basis ML/GL (W 252) • CLT Sportvan, praktischer Fünfsitzer mit hinteren Schiebetüren, abgeleitet von der nächsten C-Klasse (S 205) • Neuinterpretation des sportlicheleganten Grand Sports Tourer auf Basis der nächsten langen E-Klasse (V 213).

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Ohne Erfolg keine Zukunft: Mercedes wird die R-Klasse Ende 2014 wohl einstellen.

Ohne Erfolg keine Zukunft: Mercedes wird die R-Klasse Ende 2014 wohl einstellen.

Die R-Klasse läuft Ende 2014 aus. Den Nachfolger wieder in die Geländewagenarchitektur zu integrieren, macht schon deshalb wenig Sinn, weil auch ML/GL mittelfristig an den neuen modularen Heckantriebsbaukasten andocken werden. Die anfangs favorisierte C-Klasse-Option wurde ebenfalls verworfen. Die Gründe: deutlich kleiner und enger als der R, unattraktivere Preisstellung und Rendite, Schiebetüren nur bedingt mit dem Premium-Image vereinbar. Der Sieger heißt GST, wobei diesmal sogar das Entwicklungskürzel in die Serie übernommen werden könnte. Den Unterbau für die attraktive Mischung aus Kombi, Van und Coupé liefert die für China reservierte Langversion der nächsten E-Klasse. Mit der Markteinführung ist Anfang 2015 zu rechnen – sechs Monate nach dem Produktionsende der R-Klasse und sechs Monate vor dem Anlauf der neuen E-Klasse-Limousine. Dieses Timing ermöglicht ein langsames Hochfahren der innovativen Mercedes Heckantriebs-Architektur (MRA).

Weitere spannende Neuheiten auf den Erlkönig-Seiten von autobild.de

Schlanker und dynamischer: Der Grand Sports Tourer (GST) tritt die R-Klasse-Nachfolge an.

Schlanker und dynamischer: Der Grand Sports Tourer (GST) tritt die R-Klasse-Nachfolge an.

Neu sind nicht nur die viel größeren Flexibilitäten in Bezug auf Radstand, Überhänge, Breite, Länge, Höhe, Raddurchmesser, H-Punkt (definiert die Sitzhöhe) und Schottwand, sondern auch die sogenannte Best-Module-Strategie. Dahinter versteckt sich der Plan, ab 2015 für alle Baureihen bestimmte Teile wie Schlösser, Gurte, Wischermotoren, Elektronik-Bausteine und Hybridkomponenten zu vereinheitlichen. Von der C-Klasse aufwärts spielt dabei die Miniaturisierung eine wichtige Rolle. Elemente wie Klimakompressoren oder Stellmotoren sollen deutlich kleiner und leichter werden. Das Design des neuen GST ist noch in Arbeit. Der Wagen muss schlanker und dynamischer werden als die R-Klasse. Dazu rückt die Basis der Frontscheibe weiter nach vorn und das Dach spannt sich bogenförmig zum früher abfallenden und seitlich stärker eingezogenen Heck. Wie der 5er GT funktioniert auch der neue Mercedes besonders gut als superbequemer Viersitzer mit viel Kopf- und Beinfreiheit im Fond.

Anders als BMW will Mercedes zusätzlich aber auch eine versenkbare dritte Sitzreihe anbieten. Der mit gewaltigen 3,05 Metern extralange Radstand soll den Ein- und Ausstieg erleichtern sowie den Komfort verbessern. Preislich dürfte der GST rund 2500 Euro über dem E-Klasse-Kombi liegen, der Allradantrieb kostet künftig bei beiden Modellen Aufpreis. Aus dem Programm gestrichen wird die Langversion, das Ausstattungsniveau wird dem Europastandard (Elegance/Avantgarde) angeglichen. Als neue Extras locken elektrisch verstellbare Mittelsitze, Türen mit Zuziehhilfe und ein Panorama-Glasdach. Auf dass Audi und BMW neidisch werden ...

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Kommentare zum Artikel (30)

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RickX
03.11.2010, 18:48Uhr

Möglicherweise sind die geringen Stückzahlen der R-Klasse gar kein Problem. Es hat seinen Grund, warum fast kein Hersteller so etwas im Programm hat. Aber: Einer hat es. Und wer eine Luxus-Großraumlimousine sucht, wird bei der R-Klasse fündig.

Es kann nicht immer nur Verkaufsrenner geben, mit manchen Modellen muss auch das Randsegment bedient werden.

Versioning
03.11.2010, 13:01Uhr

Die R-Klasse (E-Van) hat ein ähnliches Problem wie der 5er GT, sie ist falsch positioniert.
Die Qualitäten entsprechen denen der Luxusklasse, der 5er GT baut sogar auf der Bodengruppe des 7ers auf, aber mit den Bezeichnungen werden diese Kleingehalten und können nicht in den Prestigerahmen der Luxusklassen aufsteigen.
Steht das R für Raum oder Reiseklasse in der R-Klasse? SR wäre ein guter Name, Reiseversion der S-Klasse, passend dann die B-Klasse zur AR- oder CR-Klasse umgewandelt.

KevinT
02.11.2010, 21:53Uhr

Die schöne C-Klasse... was habt ihr getan :´(

Härbert?
02.11.2010, 18:38Uhr

Erster Gedanke bei Bild 2: "Mondeo Facelift?"

Hugo Wastel
01.11.2010, 15:40Uhr

Also das neue Design von Märcädäs sieht einfach nur ecklig aus,
wie ein verunglückter Fisch am Aquariumfenster !!!

Züchte selbst Guppys und die sehen viel besser aus !

(Schreibfeler sind Absicht !)

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