Neuer Mercedes SLK und Allrad-Zukunft

Neuer Mercedes SLK und Allrad-Zukunft

— 27.10.2009

So kommt der neue Mercedes SLK

Der neue Mercedes SLK ist im Anmarsch, Ende 2010 geht's los. Auch mit Dieselmotor – oder als AMG-Variante mit 422 PS. Erste Bilder des Roadsters gibt es hier. Dazu: die 4x4-Pläne von Mercedes.

Der erste SLK war auf Anhieb ein Bestseller. Mit langen Lieferfristen, hoher Wertstabilität und tollen Noten auf dem Boulevard der Eitelkeiten. Schwächen? Vielleicht eine Spur zu feminin, zu eng geschnitten, zu wenig ambitioniert motorisiert. Der zweite SLK war etwas größer, aber auch etwas schwerer. Mehr GT als Roadster, mehr Gleiter als Carver, mehr Traumauto für gesetzte Besserverdiener als für junge Wilde. Im Dezember 2010 geht der dritte SLK an den Start. Der will endlich sein, was das Typschild seit jeher verspricht: sportlich, leicht, kurz. Ein kompakter SL, deutlich dynamischer als die Vorgänger, aber gerade noch bezahlbar, zu gleichen Teilen chic und sozialverträglich, ein Roadster mit einem deutlich breiter gefächerten Eigenschaftsprofi.

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Dynamisch: Kofferdeckel mit Abrisskante, Heckabschluss mit Diffusor und bis zu vier Auspuffendrohre.

Das Design liegt klar auf SL-Linie – sportlich-selbstbewusst, keilförmig-kantig, bullig-breit und effizientemotional. Zu den vielen neuen Details zählen LED-Tagfahrleuchten, Bi-Xenon-Kurvenscheinwerfer mit neun verschiedenen Lichtprofilen, großflächige Lufteinlässe für bessere Bremsenkühlung und eine souveräne Aerodynamik, seitliche Kiemen, ausgestellte Radhäuser und Schweller, Kofferdeckel mit Abrisskante, Heckabschluss mit Diffusor und bis zu vier Auspuffendrohren. Dass der neue SLK auch ein Verwandter des SLS-Flügeltürers sein will, erkennt man an der steilen Mittelkonsole, den markanten Bedieneinheiten für Klima, Audio und Navigation und den vier chromgefassten Lüftungsrosetten. Die Motorenpalette macht mit diversen Innovationen auf sich aufmerksam. Nur im SLK 200 schnurrt unverändert der 1,8 Liter-Kompressor mit 184 PS. Darüber rangiert der SLK 250, dessen 204 PS starker Direkteinspritzer aus der E-Klasse bekannt ist. Der SLK 300 muss dem SLK 350 weichen, in dem ein aufgeladener V6 mit 306 PS Dienst tut.

Mehr über den SLK? Hier geht es zur neuen Mercedes-Markenseite

Das Herz des SLK 55 AMG hat zwar nach wie vor acht Kammern, doch mit Hilfe von zwei Turboladern steigt der Output von 360 auf 422 PS. Geschaltet wird einheitlich entweder manuell oder per Siebenstufenautomat (Serie ab SLK 350). Nach dem Audi TT ist künftig auch der SLK optional als Diesel zu haben, wobei der neue 2,2-Liter-Vierzylinder mit 204 PS zum Einsatz kommt. Prinzipbedingte Geruchsbelästigungen sind angeblich nur bei sehr schneller Rückwärtsfahrt ein Thema.

Mercedes plant eine große Allrad-Offensive

Todgesagte leben länger: Mercedes G-Modell im 2011er-Trimm.

Mercedes rollt in Zukunft aber nicht nur den neuen SLK auf den Markt: 2010 bringen die Stuttgarter eine überarbeitete R-Klasse, 2011 startet der neue ML , 2012 der nächste GL, 2013 debütiert der BLK. Die G-Klasse lebt weiter. Das 1979 vorgestellte Geländewagen-Urgestein war schon oft dem Untergang geweiht. Zuletzt galt der November 2010 als Beisetzungstermin. Wenig später erhielt das Baumuster 463 jedoch grünes Licht bis Ende 2012, und Anfang 2009 verlängerte der Vorstand die Restlaufzeit bis Sommer 2015. Als Grund für den Sinneswandel gilt ein Militär-Großauftrag aus Kanada. Weil an der Zivilversion mehr verdient ist als an fast allen anderen Mercedes-Modellen, muß der x-fach abgeschriebene Kantenhauber eine letzte tiefgreifende Änderung über sich ergehen lassen, denn nur mit entschärfter Frontpartie erfüllt das Auto die EU-Fußgängerschutz-Bedingungen. Darüber hinaus wird wieder einmal die Motorenpalette renoviert. Der 4,6-Liter-V8 im G 500 leistet als Biturbo künftig 435 PS, der G 63 AMG bringt es auf 544 PS, und den G 320 CDI ersetzt der G 350 CDI mit 252 PS. Dem Vernehmen nach rundet eine Sauber-und-sparsam-Variante mit Vierzylinder-Diesel das Angebot nach unten ab, wobei der 2,2-Liter mit 204 PS nur unwesentlich schwächer ist als der aktuelle Sechszylinder.

Hybridantrieb auch im GL

Auch innen tut sich was: Neu sind unter anderem diverse Fahrer-Assistenzsysteme, die jüngste Comand-Generation und die Vordersitze aus der E-Klasse. Für R-Klasse, M und GL gilt der Hybridantrieb als gesetzt. Und zwar in vier verschiedenen Leistungsstufen. Den Anfang macht der R/ML/GL 300 CDI mit 224 PS. Das klingt nach Sechszylinder, ist aber in Wahrheit eine Kombination aus Vierzylinder-Diesel und E-Motor. Darüber rangiert der R/ML/GL 400 Hybrid mit 326 PS, ein kompaktes Duo aus V6-Benziner und Elektro-Power. Noch mehr Kraft hat der ML/GL 500 Hybrid; auch hier täuscht die Modellbezeichnung, denn statt des erwarteten V8 tut im 415 PS starken Doppelherz-Modell eine leistungsgesteigerte Mischung aus V6 und E-Werk Dienst. Wer grün denkt und trotzdem auf den lieb gewonnenen Achtzylinder nicht verzichten will, ist mit dem M/GL 63 Hybrid gut bedient. Der schlägt mit 564 PS sogar einen BMW X5 M oder den Cayenne Turbo S.

Der BLK kommt 2013

Unter dem GLK geht 2013 der neue BLK an den Start.

Ebenfalls neu: R/ML/GL 350 CDI mit 252 PS, R/ML/GL 350 GCI V6 mit 306 PS und R/ML/GL 450 CGI V8 mit 408 PS. Beim kompakten BLK – eine Variante der nächsten B-Klasse mit Offroad-Anstrich – wird der Allradantrieb gesondert in Rechnung gestellt. Für den kleinen Bruder des GLK sind zwei Diesel (136 und 170 PS) sowie zwei Benziner (156 und 204 PS) in Vorbereitung, wobei nur die beiden stärksten Varianten als 4Matic angeboten werden. Ab 2013 wird dann das Allradspektrum von Mercedes vom BLK 220 CDI für knapp 34.000 Euro bis zum 135.000 Euro teuren G 63 AMG reichen. Breiter aufgestellt in Sachen 4x4 wären dann weder Audi noch BMW und schon gar nicht die Japaner. Erste Bilder des neuen SLK und die 4x4-Zukunftspläne von Mercedes gibt es oben in der Bildergalerie.

Autor: Georg Kacher

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