Opel gegen Citroën und Peugeot

Opel gegen Citroën und Peugeot: Test

— 06.03.2017

Opel gegen PSA: großer Formcheck

AUTO BILD wertet Testergebnisse aus: Peugeot und Citroën gegen Opel – in zehn Klassen. Haben die Franzosen eine echte Chance?

Umparken im Kopf! Kennen Sie bestimmt noch, die Werbung, mit der Opel vom Standstreifen auf die Überholspur wechselte. Plötzlich fuhren in unsere Wohnzimmer: Fußballtrainer Jürgen Klopp, die Schauspieler Nadja Uhl, Bettina Zimmermann, Karoline Herfurth, Joachim Król, Ken Duken oder Fahri Yardim, alle outeten sich als Opel-Fahrer. Moment mal, Opel? Diese Opa-Marke, die mal Rekord und Vectra gebaut hat und irgendwo noch 'ne Kiste Manta-Witze hortet? Ist ja eigentlich doch ganz cool. Umparken im Kopf eben.

Opel hängt den PSA-Konzern in fast allen Segmenten ab

Glasklare Sache: Nicht nur in der Kompaktklasse hängt Opel die Autos aus dem PSA-Konzern ab.

Jetzt parken die Franzosen Opel um. Der Firmenverbund PSA mit den Marken Peugeot, Citroën und DS und die deutsche Traditionsmarke Opel. Da stellt sich die Frage: Wer parkt hier eigentlich wen um? Ziehen wir mal die deutsche Brille ab und blenden aus, dass Opel bei uns im vergangenen Jahr mehr als zweimal so gut verkauft hat wie Peugeot, Citroën und DS zusammen. In Europa sieht es anders aus. Hier hält PSA 9,1 Prozent Marktanteil und Opel nur 6,2. AUTO BILD ist kein Wirtschaftsblatt, kann nicht voraussagen, welche Auswirkungen eine Übernahme auf Arbeitsplätze, Produktionsstandorte, Investitionen hat. Was wir können, ist Blech. Und Motor. AUTO BILD kennt die Modellpalette von Opel in- und auswendig, hat alle Peugeot und Citroën schon unterm Hintern gehabt, inklusive der Nobelmarke DS. Deshalb haben wir die Modelle miteinander verglichen und bepunktet. Ergebnis: Opel parkt PSA um – die Franzosen rangieren hinterm Blitz.
Ale News und Tests zum Opel Astra

Beim Elektroauto liegen die Franzosen weit zurück

Zu kurz gedacht: Peugeots Stromer iOn schafft gerade einmal 70 Kilometer – und entlädt sich selbst.

Ran ans Blech, und jetzt bitte nicht falsch verstehen: Der Peugeot 308 ist ein gutes Auto. Erst recht als GTi, da ist er sogar sensationell gut, hat auf dem Contidrom dem Golf GTI drei Sekunden abgeknöpft, eine halbe Ewigkeit. Aber in der Otto-Normal-Ausführung reicht es nicht. Im jüngsten Test wurde ein 308 mit 130-PS-Dreizylinder Letzter, 37 Punkte hinterm Astra mit 150-PS-Vierzylinder. 37 Punkte! Wir erklären das anhand von zwei Beispielen. Erstens: Opel fährt Peugeot bei Fahrdynamik und Komfort davon. Viel wichtiger ist der zweite Aspekt: Der Astra hat die viel modernere Connectivity. Wo Peugeot beim Navi nicht mal Sprachsteuerung verbaut, hat Opel sogar einen webbasierten Assistenten (OnStar), der mit dir spricht und das Ziel aufs Navi spielt. Anderes Beispiel: E-Mobilität. Hier bietet Peugeot den iOn an, ein knuffiges Autochen, baugleich mit Mitsubishi i-MiEV und Citroën C-Zero. 2009 war der iOn weit vorn, jetzt ist er so modern wie ein iPhone 3 aus dem gleichen Baujahr.
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Auch wenn er mit 19.800 Euro günstig ist – realistische Reichweiten von 70 Kilometern sind ein Witz. Toppen kann das nur der e-Méhari, ein Cabrio von Citroën für 24.790 Euro. Haken an der Sache: Das Spaßauto entlädt sich bei Nichtbenutzung von selbst, bei AUTO BILD an einem Wochenende.

Die Rabattschlacht macht beiden Marken zu schaffen

Schnäppchen: Der C3 Picasso mit 95 PS ist bereits ab 13.200 Euro zu haben – 31 Prozent unter Listenpreis.

Opel hingegen läutet mit dem Ampera-e eine neue Ära der E-Mobilität ein. Realistische Reichweiten von knapp 400 Kilometern sollten damit drin sein. Dafür ist der Ampera-e mit 34.900 Euro auch nicht ganz billig. Apropos Geld. Hier haben PSA wie Opel schwer zu knabbern. Denn sie müssen Rabatte geben, die nicht mehr gesund sein können, wie das Beispiel Citroën zeigt. Den C3 Picasso gibt's als 95-PS-Benziner im Internet schon für 13.200 Euro inklusive Überführung. Das sind 31 Prozent Nachlass! Auch Peugeot verkauft vor allem über den Preis. Der 308 steht als PureTech 110 in der Ausstattung Active für 16.800 Euro inklusive Auslieferung im Netz – 24 Prozent unter Liste. Den vergleichbaren Astra mit 105-PS-Dreizylinder gibt's in der Ausstattung Edition für 15.500 Euro – 21 Prozent gespart. Alle drei Beispiele haben eines gemeinsam: Kurzzulassungen, also keine Kilometer, aber mit Stempel im Brief. Bis diese Rabattschlacht aufhört, ist noch viel Umparken im Kopf nötig.
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Die Details zu den einzelnen Fahrzeug-Duellen finden Sie in der Bildergalerie.
Andreas May

Andreas May

Fazit

8:2 gewinnt Opel gegen Citroën und Peugeot – welch eine Schlappe für die Franzosen. Die Gründe? Bessere Qualität, bessere Autokonzepte, bessere Technik. Deshalb ist Opel in Deutschland mehr als zweimal so stark wie Citroën und Peugeot zusammen.

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