Porsche Macan: Vorschau

— 08.11.2012

Das wird der günstigste Porsche

Im Herbst 2013 stellt Porsche den kleinen Bruder des Cayenne vor – den Macan. Die Technik stammt vom Audi Q5, das Design von der Studie Sport Turismo.

Porsche hat Großes vor – mit einem kleinen SUV. In den kommenden Jahren wollen die Zuffenhauser ihre Stückzahlen auf 200.000 Autos im Jahr nahezu verdoppeln. Lange haben sie bei Porsche diskutiert, wie sie die Modellpalette erweitern können, um das zu erreichen. Ein kleiner Sportwagen? Zu geringe Stückzahlen. Ein kleiner Panamera? Zu teuer in der Entwicklung. Wachstum verspricht eigentlich nur ein zusätzlicher Geländewagen, vor allem auf den wichtigen Märkten in Asien und den USA. Schon jetzt ist der Cayenne mit einem Verkaufsanteil von rund 50 Prozent der erfolgreichste Porsche.

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Aber gleich neu konstruieren? Das ist doch gar nicht nötig. Viel einfacher ist der Griff ins Teileregal – Konzernschwester Audi hat die passende technische Basis für den rund 4,60 Meter langen Macan. Der teilt sich wichtige Komponenten mit dem Q5, auch wenn die Verantwortlichen betonen, dass sich der Porsche-Ableger recht deutlich vom Audi unterscheiden werde. Optisch ist das gut gelungen. Der Macan wirkt von vorn wie eine Kopie des größeren Cayenne, wagt mit eckigeren Scheinwerfern und ausgeprägten Kanten allerdings mehr Charakter. An den Proportionen konnte Chefdesigner Michael Mauer nicht viel ändern, sie gleichen denen des Audi Q5.

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Das Heck des Macan (Illustration) wird deutlich filigraner als beim bulligen Cayenne.

Die große Überraschung aber wartet am Heck. Wo der Cayenne sich barock und schwülstig dem Geschmack der Weltmärkte anbiedert, wirkt der Macan frisch und straff. Die Heckleuchten sind ähnlich schmal wie die des neuen Elfers, allerdings dreidimensional ausgeführt. Sie werden durch ein schmales Band mit Porsche-Schriftzug verbunden. Ein Stilelement, das wir bereits vom Porsche 911 GModell (1973 bis 1989) kennen. Einen ersten Vorgeschmack auf das Heck des Macan hat uns die Studie Panamera Sport Turismo gegeben, die vor wenigen Wochen auf dem Pariser Autosalon präsentiert wurde. Die positiven Publikumsreaktionen auf das Design des Kombis dürften die Porsche-Chefs optimistisch stimmen.

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Ganz neu ist auch das Cockpit. Es ähnelt mit feinen Aluminiumelementen dem des Cayenne – auch wenn Porsche die Materialien der niedrigeren Preisklasse anpasst. Und klar, zwei Dinge dürfen bei einem Porsche nicht fehlen, selbst wenn er eigentlich ein Audi ist: Zündschloss links vom Lenkrad und der mittig angeordnete Drehzahlmesser. So erinnert optisch nichts mehr an den Q5. Technisch hingegen unterscheidet sich der Macan kaum. Der Porsche tritt serienmäßig mit heckbetontem Allradantrieb an – kaum vorstellbar, dass die Stuttgarter eine Einstiegsversion mit Vorderradantrieb anbieten. Das Fahrwerk haben die Porsche-Ingenieure neu und in Richtung Dynamik abgestimmt.

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Die schmalen Rückleuchten und das durchgezogene Band mit Porsche-Schriftzug kennen wir von der Studie Panamera Sport Turismo.

Trotzdem soll der Macan ausreichend Komfort bieten. Die Motoren stammen ebenfalls von Audi, haben aber durch die Bank mehr Leistung. So wird der Macan der erste Porsche mit Vierzylindermotor seit dem 968, der 1991 eingestellt wurde. Basismotor wird ein Zweiliter-Diesel, der mit 160 und 190 PS angeboten wird. Top-Diesel ist ein Dreiliter, der zunächst mit 265 und später mit mehr als 300 PS angeboten werden soll. Bei den Benzinern kommt ein Zweiliter-Turbo mit 200 und 245 PS zum Einsatz, Flaggschiff wird ein aufgeladener Dreiliter-Sechszylinder mit 333 PS, der später als Turbo S mehr als 400 PS leisten soll. Zusätzlich bietet Porsche den aus dem Q5 bekannten Benzin-Hybriden mit einer Systemleistung von 265 PS an. Die Basismotoren werden mit Schaltgetriebe kombiniert, das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kostet Aufpreis.

Das erste Mal werden wir den Macan auf dem Genfer Autosalon sehen, wo Porsche eine erste Studie zeigen will. Produktionsstart ist im Sommer im Porsche-Werk in Leipzig. Im September auf der IAA präsentiert Porsche dann die Serienversion des Macan – und im Frühjahr 2014 kommt er zu Preisen ab 45.000 Euro auf den Markt. Das sind 5000 Euro mehr, als der Audi Q5 kostet. Trotzdem sind die Schwaben vom Erfolg des SUV überzeugt – erst vor wenigen Wochen haben sie die Stückzahl-Prognose des Macan von 45.000 auf 65.000 Autos im Jahr erhöht. Denn Sie wissen ja: Porsche hat Großes vor. Mehr zum Thema Porsche Tuning.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Der Macan wird ein Erfolg – daran kann niemand ernsthaft zweifeln. Viel wichtiger für die Marke ist aber, ob sich der Porsche genug vom Technikspender Audi Q5 unterscheidet. Ich bin gespannt.

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