Skoda Superb (2015): Erste Fahrt im Prototypen

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Skoda Superb (2015): Erste Fahrt im Prototyp

— 11.12.2014

Echt Superb, dieser Skoda

Drei Monate vor seiner Premiere konnten wir einen Prototyp des neuen Skoda Superb fahren – und der überrascht mit hohem Komfort. Fahrbericht!

Superb – das kommt aus dem Französischen und bedeutet "hervorragend". Also der passende Name für das Flaggschiff der Marke Skoda. Nur technisch konnten die Tschechen den hohen Anspruch bisher nur bedingt einlösen. Superb Nummer eins (2001 bis 2008) war ein China-Passat, der neu eingekleidet wurde. Superb Nummer zwei basierte auf einer verlängerten PQ35-Plattform – schrulliges Design und rustikaler Komfort inklusive.
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Die dritte Superb-Generation ist eine komplette Neuentwicklung

Video: Skoda Superb (2015)

Erste Fahrt im Prototyp

Trotzdem hat Skoda von beiden Superb-Generationen zusammen rund 750.000 Einheiten verkauft. Ein Erfolg, den die dritte Generation ab Sommer 2015 toppen soll. Von ihr will Skoda mehr Autos verkaufen, als von den ersten beiden Superb zusammen. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Denn erstmals hat Skoda den Superb komplett neu entwickelt. Die technische Basis stammt aus Wolfsburg, wo sie unter anderem auch für den neuen Passat genutzt wird. Der Superb ist aber wie gewohnt größer. Die Außenlänge bleibt bei 4,85 Metern – dabei wird der große Skoda aber deutlich flacher und breiter als bisher. Der Radstand wächst um acht Zentimeter auf 2,84 Meter.

Skoda VisionC in Genf 2014: Exklusive Sitzprobe

Robin Hornig am Skoa VisionC Robin Hornig und Jozef Kaban im Skoa VisionC Skoa VisionC
Unterm Strich zeigt unsere erste Sitzprobe, dass das schon bisher üppige Platzangebot deutlich zugenommen hat. Vor allem im Fond ist die Beinfreiheit spürbar gewachsen, der Superb erreicht hier fast das Maß einer Mercedes S-Klasse – in Langversion. Auch der Kofferraum hat noch einmal zugelegt, fasst nun 625 Liter, mit umgeklappter Rückbank sogar kombimäßige 1760 Liter. Aber ganz ehrlich: Praktisch war der Superb bisher schon, geräumig auch. Nur Komfort war nicht so ganz seine Sache. Das Fahrwerk federte schon mal ein wenig zu rustikal, die Motoren brummelten eine Spur zu laut, um den Skoda wirklich komfortabel nennen zu können. Und das Infotainment-System war hoffnungslos veraltet, mehr als ein Handy koppeln war nicht drin.

Erstmals mit adaptiven Dämpfern

Erstmals bietet Skoda ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern an (Aufpreis wohl rund 1500 Euro).

Der neue Superb soll nun in neue Komfort-Dimensionen vorstoßen – zumindest für Skoda. Und tatsächlich zeigt unsere erste Testfahrt, dass die Tschechen aus den alten Fehlern gelernt haben. Erstmals bietet Skoda ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern an. Der Aufpreis wird wohl um die 1500 Euro liegen und lohnt sich auf alle Fälle. Im Komfort-Modus federt der Superb derart flauschig, dass der Fahrer ständig versucht ist, den Stern auf der Haube zu suchen. Vor allem kleine Unebenheiten werden komplett geschluckt, lange Wellen erhaben weggesteckt.

100.000 Kilometer mit dem Skoda Superb

Skoda Superb Combi Skoda Superb Combi Skoda Superb Combi
Aber der Superb kann auch anders. Im Sport-Modus fegt der Tscheche ohne groß zu zucken ums Eck – eine Abstimmung, die der des BMW 5er ziemlich ähnlich ist. Sicher nicht das schlechteste Vorbild in der Oberklasse. Keine Kritik also? Doch. Die Spreizung der einzelnen Fahr-Modi könnte größer sein. Und genau daran arbeitet Skoda nun auch noch bei der finalen Abstimmung der Software. Ist ja auch noch genug Zeit, der Superb kommt erst im Sommer 2015 auf den Markt.
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Preise ab rund 25.000 Euro

Zum Marktstart im Sommer 2015 gibt es drei Diesel mit 120 PS, 150 PS und 190 PS.

Fest hingegen steht das Motorenprogramm. Zum Marktstart gibt es drei Diesel mit 120 PS, 150 PS und 190 PS. Die sparsamste Variante soll mit 3,7 Litern je 100 Kilometer auskommen. Bei den Benzinern hat Skoda den Sechszylinder ins Museum verbannt, künftig werden nur noch Vierzylinder mit Turboaufladung und einer Leistung zwischen 125 PS und 280 PS angeboten. Sie alle machen einen souveränen Eindruck, beschleunigen den Superb geschmeidig und gut gedämmt. Und so wagen wir uns jetzt mal ganz weit nach vorne: Der neue große Skoda wird mit Preisen wie gehabt ab etwa 25.000 Euro nicht nur bei Opel und Ford Kunden stibitzen, sondern auch den einen oder anderen Kunden bei BMW und Mercedes – Superb eben.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Fazit: Skoda hat dem Superb konsequent die Schwächen ausgetrieben. Die Limousine sieht blendend aus, federt endlich komfortabel und ist bei der Konnektivität auf dem neuesten Stand. Gleichzeitig hat sich der Superb seine Stärken bewahrt, bietet Platz wie kaum ein zweites Auto in der Klasse und bleibt günstig. Ein großer Wurf!

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