Tesla Model 3 (2016): Konkurrenten

Tesla Model 3 (2016): Konkurrenten

— 01.04.2016

Wer macht dem Model 3 Konkurrenz?

Tesla hat das neue Model 3 mit 346 Kilometern Reichweite vorgestellt. Und was hat die Konkurrenz bei Audi, BMW, Mercedes und Co. zu bieten?

Tesla bringt das Model 3 – unterhalb des Model S und des Model X, 35.000 US-Dollar teuer und damit das Einstiegsmodell der kalifornischen Marke. Die Reichweite des rund 4,70 Meter langen Stromers soll bei rund 346 Kilometern liegen. Auch in Deutschland ist es ab sofort bestellbar, die Auslieferung soll Ende 2017 starten.

Tesla Model 3 (2017): Vorstellung

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Mit dem Model 3 besetzt Tesla ein weiteres Segment der Elektromobile: Ein rein elektrisch angetriebenes Mittelklassemodell in dieser Preis- und Größenordnung gibt es bislang nicht. Derzeit expandiert Tesla offensiv, in den Niederlanden wurde im September 2015 bereits ein zweites Montagewerk eröffnet, zudem ist eine riesige Akkufabrik in Kalifornien im Bau. Was hat die Konkurrenz – insbesondere die deutsche – in dieser Preisklasse zu bieten?

Audi: Außer Ankündigungen kein Fortschritt

Bei Audi gibt es inzwischen Plug-in-Hybride wie Q7 e-tron oder A3 e-tron. Doch bei den Stromern sieht es weitgehend mau aus: Der schon lange angekündigte Q6 wurde bislang nur als Studie e-tron quattro concept und als Wasserstoffversion h-tron gezeigt – auf eine Serienversion warten wir bislang vergeblich.

Audi e-tron quattro concept (IAA 2015): Sitzprobe

BMW: Warten auf den i5

Für rund 35.000 Euro hat BMW den i3 im Angebot – bislang das einzige reine E-Auto.

Zweifelsohne haben die Bayern mit dem elektrischen i3 Mut bewiesen. Mit knapp 35.000 Euro Startpreis bietet er dem Tesla Paroli, bei Reichweite (160 Kilometer, mit dem kommenden Facelift rund 230 Kilometer) und Größe (vier Meter) fällt er eine Nummer kleiner aus. Ansonsten hat BMW Hybride und Plug-ins – vom 3er bis hin zum futuristischen i8 – im Angebot. Doch einen direkten Konkurrenten für das Model 3 hat BMW (noch) nicht. Erst ab 2019 können wir mit einem i5 rechnen, der in Form eines Crossovers auf den Markt kommt. Im Gegensatz zum i3 setzt das Unternehmen auf größere Massentauglichkeit und dürfte dementsprechend konventionellere Werkstoffe verwenden.

Mercedes: Ein Modell fährt elektrisch

Das B-Klasse mit E-Antrieb war der erste Stromer der Marke – leider auch der bislang einzige.

Mit der B-Klasse electric drive haben die Schwaben bereits einen Stromer für rund 40.000 Euro im Angebot, der aber kleiner ausfällt als das Model 3. Mit 180 PS und 340 Newtonmetern Drehmoment ist er ausreichend kräftig, die maximale Reichweite von 200 Kilometern fällt deutlich geringer als beim Tesla (fast 500 Kilometer) aus. Zudem ist die Zusammenarbeit mit Tesla – die Amerikaner stellen den Antriebsstrang – ausgelaufen. Im Januar 2016 kündigte Vorstandsmitglied Ola Källenius für das kommende Jahr einen weiteren Stromer an, Details sind aber noch nicht bekannt.

Mercedes B-Klasse Electric Drive: Fahrbericht

Mercedes B-Klasse Electric Drive Thomas Geiger in der Mercedes B-Klasse Electric Drive Mercedes B-Klasse Electric Drive

Opel: Mit dem Ampera-e in die Zukunft

So könnte er aussehen: Eine Illustration zeigt den Opel Ampera-e auf Basis des Chevrolet Bolt.

Das Konzept des Hybriden Ampera ist für Opel nicht aufgegangen, die Kunden wollten einfach nicht anbeißen. Dafür aber könnte der Ampera-e die Herzen der Käufer für sich gewinnen: Sein amerikanischer Bruder Chevrolet Bolt wurde in den USA bereits vorgestellt und soll für einen Preis von knapp 30.000 US-Dollar rund 320 Kilometer weit stromern. Mit knapp vier Metern Länge steht er in direkter Konkurrenz zu i3 und e-Golf, das Model 3 rangiert eine Klasse darüber.

Hybrid- und Elektro-Neuheiten bis 2022

Jaguar i-Pace Lucid Motors Atvus VW CUVe Illustration

Volvo: Erster Stromer ab 2019

Auch bei den Schweden ist die Elektro-Zukunft noch in weiter Ferne. Bis 2020 sollen zwar schon zehn Prozent aller verkauften Fahrzeuge mit Strom angetrieben werden, doch ein konkretes Modell wurde bislang noch nicht vorgestellt.

VW: Oberhalb des e-Golf passiert nichts

Für 35.000 Euro hat VW den e-Golf im Angebot. Damit ist der Wolfsburger so teuer wie sein Konkurrent i3, fährt allerdings nur 190 Kilometer weit und ist mit 4,26 Metern Länge noch lange kein Gegner fürs Model 3. Der weitaus größere Nachfolger des Phaeton als Stromer ist ein Wackelkandidat, der geplante XL3 wird als Hybrid starten.

E-Golf gegen i3 und Leaf

Was gibt es noch?

Oberhalb und unterhalb des Model 3 bietet die Konkurrenz weitere Modelle: Aston Martin beispielsweise arbeitet an der Elektrifizierung der Flotte. Ende 2015 stellte das Unternehmen eine rein elektrisch fahrende Version des Rapide vor – allerdings nur als Concept Car. Denkbar ist, dass der in Zusammenarbeit mit Williams und mit Formel 1-Technik entwickelte Wagen ab 2018 im Handel erhältlich ist. Technische Daten sind nicht bekannt. Auch Porsche entwickelt einen Stromer. Elektrisch fahren auch die kleineren Fahrzeuge wie Nissan Leaf, Renault Zoe oder bald auch der Hyundai Ioniq.

Nissan Leaf im Test

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