Test Rinspeed sQuba

— 13.02.2008

Taucht der was?

Der Schweizer Frank Rinderknecht spielt James Bond: Seine Studie sQuba für den Genfer Salon fährt, schwimmt und taucht bis in zehn Meter Tiefe.
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Von Oliver Lauter Tauchermaske aufsetzen, langsam – pscht-pfffff – über die Pressluft atmen. Das Wasser fließt über die Türen, das Cockpit säuft ab. Mit der Nase zuerst sackt der Squba Richtung Meeresgrund. Neugierig schwimmen kleine Fische und Schnappschildkröten vorbei, wie in einer anderen Welt. Willkommen in der Welt von Rinspeed. Seit 15 Jahren erfindet Frank Rinderknecht jedes Jahr ein neues zulassungsfähiges Auto: 2006 den Esoterik-Porsche ZaZen, 2007 den durchsichtigen CO2-Roadster eXasis. Diesmal zeigt der Schweizer in Genf den sQuba, der bis zu zehn Meter tief tauchen kann. Dazu hat der Tuner eine Lotus Elise komplett gestrippt, abgedichtet und mit Styropor ausgelegt. Somit hatte der Sportwagen genügend Auftrieb, um auf dem Wasser zu schwimmen. Nun reichen zwei Jetantriebe an den Seiten, um die Elise zum Tauchen zu bewegen.
Jet-Antrieb unter Wasser, E-Motor auf der Straße
Blubbern die 3,6 kW starken Düsen, zieht es das U-Boot-Auto nach unten. Wird der Stromkreis unterbrochen, taucht das Auto automatisch auf. Simpel. Zwei Propeller am Heck sorgen für Vortrieb. Die Bootshebel in der Mittelkonsole sind zugleich Lenkung. Der Squba dreht sich stets in Richtung des Propellers, mit dem weniger Gas gegeben wird. Druckluft aus den Taucherflaschen hält die Motorelektronik trocken. Nach dem Auftauchen müssen die Sitzbezüge einen Tag lang trocknen, bis der Squba ohne nasses Hinterteil zu fahren ist. Auf der Straße fährt die Tauch-Elise mit den 160 Nm des Elektromotors. Leise, aber vehement. Wir dachten immer, ein Sportwagen ohne Sound ist kein Sportwagen. Aber wir dachten auch, Sportwagen können nicht tauchen.
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