Neuer Massenrückruf: Fünffach-Schaden bei Toyota

Toyota: Neuer Massenrückruf

— 09.04.2014

Fünffach-Schaden bei Toyota

Toyota ruft weltweit mehrere Millionen Autos in die Werkstätten – auch in Deutschland. Betroffen sind fünf verschiedene Bauteile – vor allem in Yaris, RAV4 und Hilux.

(dpa/cj) Toyota ruft erneut weltweit massenhaft Fahrzeuge in die Werkstätten. Insgesamt sind 6,39 Millionen Autos mit 6,58 Millionen Schäden betroffen – an einigen Autos gebe es gleich mehrere defekte Bauteile, teilte der japanische Autobauer am 9. April 2014 mit.
Alles zum Thema Rückruf

In Deutschland umfasst der Rückruf 92.338 Fahrzeuge: Bei rund 86.800 Toyota Yaris und Urban Cruiser (Fertigungszeitraum Januar 2005 bis August 2010) kann es demnach Probleme an den Sitzschienen (8700) oder einem Befestigungspunkt der Lenksäule (78.100) geben. Bei 5400 RAV4 und Hilux (Juni 2004 bis Dezember 2010) sei ein Bruch im Fahrzeugkabelbaum nicht auszuschließen.

Bislang 1000 Fälle, aber keine Unfälle

Einer von fünf Rückruffällen: Beim Toyota RAV4 ist ein Kabelbaumbruch nicht auszuschließen.

Die betroffenen Bauteile würden geprüft und falls nötig kostenlos ausgetauscht, teilte Toyota Deutschland mit. Der Werkstattaufenthalt dauere zwischen einer halben Stunde und vier Stunden. Die betroffenen Fahrzeughalter würden angeschrieben. Insgesamt gehe es weltweit um fünf Bauteile, 27 Toyota-Baureihen würden zurückgerufen. Bislang seien von den betroffenen Baugruppen gut 1000 Fälle gemeldet worden, hieß es. Unfälle habe es aber in diesem Zusammenhang keine gegeben.

Image vor vier Jahren schwer angeschlagen

Der Massenrückruf erfolgt zu einer Zeit, da sich der weltgrößte Autobauer gerade erst von den Auswirkungen eines millionenfachen Rückrufs erholt hat, der vor vier Jahren das Image des Unternehmens schwer angeschlagen hatte. In Kürze dürfte Toyota Rekordgewinne für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014 bekannt geben.

Rekord-Rückruf bei Toyota

Rekord-Rückruf bei Toyota
Die Behörden auf dem wichtigen US-Markt hatten dem japanischen Branchenprimus vorgeworfen, 2009/2010 Rückrufe wegen rutschender Fußmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Erst vor wenigen Tagen hatte Toyota in den USA im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar gezahlt, um ein Strafverfahren abzuwenden. Toyota war vorgeworfen worden, das Ausmaß der damaligen Mängel vertuscht und die Öffentlichkeit wiederholt belogen zu haben. Bei Unfällen sollen damals zahlreiche Menschen zu Tode gekommen sein. Als Lehre daraus hatte Toyota eine umfangreiche Qualitätsoffensive gestartet.
Zündschloss defekt: Mega-Rückruf bei GM

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.