VW Ein-Liter-Auto XL1: Vorstellung

VW XL1 Studie (2011) VW XL1 Studie (2011)

VW Ein-Liter-Auto: Vorstellung XL1

— 25.01.2011

Stufe drei des Ein-Liter-Autos

VW tüftelt weiter am Ein-Liter-Auto. Auf der Qatar Motor Show 2011 zeigt der Konzern die dritte Evolutionsstufe. Fast so groß wie ein Polo, soll der XL1 mit weniger als einem Liter Sprit auskommen.

Das Ein-Liter-Auto von VW geht in die nächste Runde. Bereits seit 2002 beschäftigt der Supersparer aus Wolfsburg die Ingenieure, als der damalige Vorstand Ferdinand Piëch mit einem Ein-Liter-Auto zur VW-Hauptversammlung nach Hamburg fuhr. 2009 kam Stufe zwei auf der IAA in Frankfurt, jetzt legt VW auf der Qatar Motor Show (26. bis 29. Januar) mit dem XL1 nach. XL1, weil das aerodynamische Wunderstück gewachsen ist. Der neue XL1 ist 3888 Millimeter lang, 1665 Millimeter breit und nur 1156 Millimeter hoch. Ein Polo ist ähnlich lang (3970 Millimeter) und breit (1682 Millimeter), doch natürlich deutlich höher (1462 Millimeter). Das Sparmodell aus Wolfsburg misst in der Höhe in etwa so viel wie der weit entfernte Konzernbruder Lamborghini Gallardo Spyder (1184 Millimeter).

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Premiere: Erstmals sitzen die Passagiere in einem VW Ein-Liter-Auto nebeneinander.

Langsam aber sicher scheint sich der XL1 der Serie zu nähern. Mussten die Passagiere in den ersten beiden Varianten wegen der extrem schmalen Form noch hintereinander Platz nehmen, sitzen sie im XL1 ganz konventionell nebeneinander. Erstmals erleichtern Flügeltüren das Ein- und Aussteigen. Hightech-Leichtbau (Monocoque und Anbauteile aus kohlefaserverstärktem Kunststoff CFK), perfekte Aerodynamik mit einem Cw-Wert von 0,186 und ein Plug-in-Hybridsystem sparen effizienter als je zuvor. Der Antriebsstrang besteht aus einem Zweizylinder-TDI-Motor (48 PS), einem E-Motor (27 PS), einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und einer Lithium-Ionen-Batterie. Das ermöglicht laut VW einen Verbrauch von 0,9 Litern auf 100 Kilometer und damit nur noch 24 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. Die Reichweite soll trotz des Mini-Tanks (zehn Liter Volumen) 550 Kilometer betragen. Der TDI mit 0,8 Litern Hubraum ist ein halbierter 1,6-Liter-Diesel, wie er auch im Golf oder Passat verbaut wird.

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Hinten zieht sich jetzt ein Leuchtband aus LEDs über den schlanken Rücken.

Weil der XL1 als Plug-in-Hybrid konzipiert ist, kann der Prototyp über eine Distanz von bis zu 35 Kilometern rein elektrisch und damit emissionsfrei gefahren werden. Aufgeladen wird die Batterie an herkömmlichen Steckdosen. Der Akku lädt sich dank Bremsenergierückgewinnung beim Bremsen auf – der Elektromotor fungiert in diesem Fall als Generator. Die Fahrleistungen sind alltagstauglich: Der Prototyp soll in 11,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h spurten, die Höchstgeschwindigkeit beträgt elektronisch abgeregelte 160 km/h. Der XL1 wiegt 795 Kilo, so hat das Antriebssystem relativ leichtes Spiel mit der Leichtbauflunder. Unter Volllast wirkt der aus dem Stand heraus 100 Newtonmeter starke Elektromotor zudem als Booster, der den TDI-Motor (120 Newtonmeter Drehmoment) unterstützt. TDI- und E-Motor stellen beim Boosten gemeinsam maximal 140 Newtonmeter zur Verfügung. Klingt alles zu schön, um wahr zu sein. Doch VW scheint es ernst zu meinen, die Vision von Ferdinand Piëch Realität werden zu lassen. Auch wenn der VW XL1 immer noch aussieht wie aus einem Science-Fiction Film.

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