VW Golf/Audi A3/BMW 1er/Mercedes A-Klasse: Test
— 25.10.2012Noch nie war es so eng
Audi A3, BMW 1er und Mercedes A-Klasse machen sich immr breiter in der Kompaktklasse – dem Revier des VW Golf. Jetzt schlägt Nummer VII zurück.
Überblick: Alle News und Tests zum VW Golf

Video: VW Golf VII
Erste Fahrt im neuen Golf
Überblick: Alle News und Tests zum Audi A3
Während VW auf Bewährtes für die bürgerliche Mitte setzt, hat Audi das Cockpit bemerkenswert kühl, klar und technisch gestaltet. Das spricht ganz sicher ein jüngeres Publikum an. Der A3 wirkt vorn ähnlich luftig und geräumig wie der VW. Im Fond bietet er als Dreitürer jedoch spürbar weniger Platz als die drei anderen (der Fünftürer A3 Sportback folgt im Februar 2013). Viel Raum war bestimmt nicht die oberste Priorität bei der 1er-Entwicklung. Der BMW ist, trotz aller Fortschritte, vorn und hinten immer noch vergleichsweise knapp geschnitten. Ein Eindruck, der sich durch die tiefe Sitzposition und die kleinen Fensterflächen noch verstärkt. Bei Qualität und Materialauswahl sollten die Bayern die Zügel langsam mal anziehen – sonst wird der Vorsprung von Audi größer und nicht kleiner. Die neue A-Klasse entpuppt sich als Bruder im Geiste des 1ers. Verblüffend, wie sehr sich der Mercedes und der BMW in manchen Details ähneln: Die A-Klasse wirkt ähnlich hochgeschlossen wie der 1er, mit wuchtigem Instrumententräger, tiefer Sitzposition und schmalen Fenstern. Auch das Platzangebot liegt auf ähnlichem Niveau, beide sind merklich kleiner als der VW.Im Golf leistet der 2,0-Liter-TDI jetzt 150 PS. Er entwickelt seine Kraft angenehm gleichmäßig, läuft kultiviert und dreht leichtfüßig. Schön der kraftvolle Antritt aus niedrigen Drehzahlen heraus. So weit alles bestens. Erstaunlich ist allerdings das Geräuschniveau: Wir haben den TDI leiser in Erinnerung. Im neuen Golf ist er stets präsent, nicht wirklich laut, aber doch hörbar. Ähnlich wie BMW mit dem Fahrerlebnisschalter und Audi mit dem Drive Select bietet auch VW jetzt ein System zur Abstimmung des Autos an: Die Fahrprofilauswahl kostet 120 Euro und lässt in Zusammenarbeit mit den verstellbaren Dämpfern (990 Euro) die Wahl zwischen fünf Programmen von Eco bis Sport.
Überblick: Alle News und Tests zum BMW 1er
Generell sind solche Systeme nicht unumstritten und für viele nur Spielerei, doch wenn sie so gut gemacht sind wie beim Golf – und beim BMW 1er –, dann empfehlen wir sie gern. Der Golf liegt ruhig und gelassen, fährt sich mit der direkteren Lenkung grundsätzlich sehr handlich. Auf Wunsch aber eben auch bemerkenswert agil oder betont komfortabel. Wobei VW jeweils einen friedlichen Mittelweg gewählt hat: Sport schmerzt nicht, und Komfort bedeutet nicht schaukelig. Außergewöhnlich leichtfüßig ist der Audi unterwegs. Angetrieben vom gleichen, lebensfrohen 2,0-Liter-TDI wie der Golf, zirkelt er noch eine Spur flinker um die Kurven, federt gleichzeitig angenehm komfortabel. Insgesamt erreicht er damit fast die schneidige Dynamik des BMW. Fast. Als Einziger hier verfügt der 1er über ein längs eingebautes Triebwerk und Heckantrieb. Für die Liebhaber gepflegter Kurvenfahrt wird er damit immer erste Wahl bleiben. Die Lenkung reagiert spontan, und friedlich übersteuernd fegt der 1er durch die Gegend. Empfehlens -wert auch hier die verstellbaren Dämpfer (1100 Euro) für die Wahl zwischen gepflegter Härte oder gesteigertem Komfort. Auch sein 2,0-Liter mit 143 PS ist bestimmt kein Leisetreter, knurrt heiser bis kernig. Ein stämmiger Typ, der kräftig anschiebt.Überblick: Alle News und Tests zur Mercedes A-Klasse
Trotz gewisser äußerer Ähnlichkeiten mit dem BMW ist der Mercedes mit Quermotor und Frontantrieb dann doch wieder ein ganz anderer Typ. Der 1,8-Liter mit 136 PS geht munter und flott zur Sache, läuft aber erstaunlich rau und vergleichsweise laut. Klar, in der neuen Auflage fährt sich die A-Klasse so agil wie nie zuvor. Doch das hohe Niveau von Audi, BMW und VW kann sie einfach nicht ganz halten, das zeigt sich im direkten Vergleich. Der Mercedes liegt unausgewogener und unruhiger. Er poltert kräftig auf Querfugen, nimmt schnelle Kurven mit deutlichen Aufbaubewegungen, die Lenkung reagiert zäher – hier fehlt ganz eindeutig noch der Feinschliff. Mit 29.066 Euro steht der A 200 CDI BE Urban in der Liste. Teuer? Klar, aber VW berechnet für den Golf mit 2,0-Liter-TDI und Highline-Ausstattung schließlich auch 27.825 Euro (Fünftürer). Aber mehr geht immer. Denn Audi verlangt für den A3 2.0 TDI Ambition mindestens 28.200 Euro – für den Dreitürer, wohlgemerkt. Und BMW ruft für den 118d Sportline 29.000 Euro auf. Noch nie war es so eng in der Kompaktklasse. Und noch nie so teuer.Noch nie war's so eng
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VW Golf 2.0 TDI BMT Highline, Mercedes A 200 CDI BE Urban (Typ W 176), Audi A3 2.0 TDI Ambition, BMW 118d Sportline
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Kommentare zum Artikel (17)
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zu teuer für 15%
Der Golf ist sein Geld wert!
sie sind alle zu teuer
Der Golf ist unschlagbar!
URL-einstufung bis zum Umfallen? Dachte das heißt Zensur...