VW Polo-Varianten: Vorschau
Hier kommt die Polo-Familie

Italdesign hat es vorgemacht, VW könnte es nachmachen: Im Polo-Programm ist noch Platz für ein sportliches Coupé und einen praktischen Van. Pläne gibt es auch für einen Variant, einen Crossover und ein kompaktes Cabriolet.
- Georg Kacher
Polo ist kein einfaches Spiel. Es verlangt Technik, die Pferdestärken müssen stimmen, und ein teures Vergnügen ist es obendrein. VW tut sich schwer, die Möglichkeiten des Polo zu nutzen. Schwerer als beim Golf, der als Kompakter, Cabrio, Kombi und GTI längst eine Familie gegründet hat. Ganz zu schweigen von den Verwandten Touran (Van), Tiguan (SUV) und Jetta (Stufenheck). Das gleiche Spiel wollte beim Polo bisher nicht gelingen. Vor zwei Jahren waren drei Ableger erstaunlich weit gediehen: ein Cabrio mit Stummelheck, vier Sitzen und schickem Stoffdach, ein Polo Variant mit längerem Radstand und markanter Heckpartie und ein Polo-Stufenheck, wie es jetzt in Russland und Indien vom Band läuft.
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Fest steht aus heutiger Sicht: Mit dem Facelift 2013 werden weitere Polo-Modelle eingeführt, darunter wahrscheinlich der Variant.
Bild: Andrei Avarvarii Illustration
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Eines der Vorbilder für die Polo Familie: Die Italdesign-Studie Tex vom Genfer Salon 2011.
Bild: Werk
Doch die Kooperation mit den Japanern läuft zäher als erwartet. Weil VW mit der Architektur, dem Chassis und dem Package des SX4-Nachfolgers nicht wirklich klarkommt, sind die Gespräche ins Stocken geraten. Deshalb mehren sich die Stimmen, die für eine Eigenkonstruktion auf MQB-Basis plädieren, an die auch ein Audi Q1 ohne Imageverlust andocken könnte. Für das Polo SUV könnte das freilich bedeuten, dass diese Variante nicht auf Basis der laufenden Generation angeschoben wird. Auch das Polo Cabrio steht unter keinem guten Stern. Obwohl VW sich bei Karmann eingekauft hat, sehen die Strategen wenig Potenzial für den offenen Polo neben den Cabrio-Varianten von Golf und A3. Der immer wieder kolportierte offene Audi A1 könnte zwar als Schwestermodell das Stückzahlgerüst stützen, ist aber ebenfalls nicht entschieden.
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Damit konzentriert sich unser Interesse auf die Vernunftmodelle Van und Variant. Beide sind im Prinzip fertig, könnten noch auf Basis der alten Polo in Serie gehen, wären bei verkürzter Laufzeit profitabel. Darüber hinaus denkt VW über alternative Crossover-Konzepte, Lifestyle-Optionen und Sportwagen-Derivate nach, und hier insbesondere über den lang ersehnten Mini-GTI für leistungshungrige Polo-Fans. Gemeint ist der R20, der möglicherweise schon im nächsten Jahr auf den Markt kommt. Ursprünglich war von einem 210-PS-Motor und Frontantrieb die Rede, doch weil Audi für den A1 einen Allradantrieb entwickelte, könnte der VW sogar die 350 Nm des 250 PS starken Zweiliter-TFSI-Motors auf die Straße bringen. Dieser Sportler wäre in der Tat konkurrenzlos.
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