VW T6 California (2015) im Test: Fahrbericht

VW T6 California Beach: Fahrbericht und Preis

— 28.08.2015

Erste Fahreindrücke und Preise

Der Volkswagen California Beach zeigt, dass für Campingspaß keine Vollausstattung oder viele PS nötig sind. Wir haben ihn ausprobiert und sagen, was er kostet.

VW präsentiert auf dem Caravan Salon 2015 in Düsseldorf den neuen California. Der Verkaufsschlager ist in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich: Beach, Coast und Ocean. Für einen erholsamen Urlaub in den eigenen, rollenden vier Wänden reicht schon die bodenständige Beach-Ausstattung, sie kann durchaus ein Garant für tolle Urlaubstage sein. Der Einstiegspreis für den California Beach beträgt 41.429,85 Euro. Dafür gibt es einen 84-PS-Diesel-Motor, sieben Sitze und fünf Schlafplätze. Die 102 PS starke Dieselversion mit manuellem Fünfganggetriebe gibt es für 43.542 Euro. Wer noch ein paar Euro übrig hat, kann sich seine mobilen Ferien noch um einiges verschönern.
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Wer ist der bessere Bulli?

Genauer gesagt reichen rund 1700 Euro, dann hat die programmierbare Luft-Standheizung ihren Weg an Bord geschafft. Dadurch, dass sie über eine zweite Batterie gespeist wird, die ausreichend Energie für zwei komplette Nächte bietet, werden weder Campingplatznachbarn oder grasende Wildtiere in unmittelbarer Nähe gestört. Dem morgendlichen Bad im eiskalten Gletschersee folgt dann kein Umziehen im klamm-kühlen, sondern wohlig-warmen Bulli. So lässt es sich gern campen. Dass auch in einen VW California Beach über 17.000 Euro an Extras hineinpassen, ist kaum vorstellbar, aber Realität.

VW T6 California: Vorstellung und Preis

Bis zu 157 km/h schnell: Mit dem 102 PS starken Diesel ist der California erstaunlich flott unterwegs.

Ob eingefleischte California-Fans jeden Fahrassistenten, Alufelgen oder anderen Schnickschnack brauchen, sei einmal dahingestellt. Sehr beruhigend ist hingegen die Tatsache, dass schon in der Basisausstattung Drehsitze, rundum Fensterverdunklungen in Form von Rollos und magnetischen Vorhängen sowie zwei Campingstühle und ein Campingtisch vorhanden sind. Die beiden Stühle verbergen sich platzsparend in einer Heckklappen-Tasche – und sorgen zugleich für ein typisches und leider weiterhin auftretendes California-Problem: Die Heckklappe ist aufgrund der kräftigen Dämpfer äußerst schwergängig und nach einigen geöffneten Minuten kaum noch allein zu schließen. Elektrische Heckklappe? Fehlanzeige. Auch ein Assistent zum Ausrichten des California fehlt.
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Über zwei Meter Stehhöhe dank Hubdach

Was hingegen nur bei den ersten Versuchen unverständlich kompliziert wirkt, nach einigen Wiederholungen aber selbst im Schlaf und vor allem allein gemeistert werden kann, ist das Bettenbauen. Wobei das manuelle Herausfahren des Hubdaches noch zu simplen Aufgaben zählt. Ein Rollo nach hinten schieben, zwei Sicherungshaken und zwei Verrieglungen lösen, den ganzen Apparat hochdrücken, fertig. Wird das Bett nicht benötigt, sorgt das Alu-Aufstelldach mit Balgstoff für eine Stehhöhe von über zwei Metern.

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VW T4 California stehend VW T4 California fahrend VW T4 California fahrend

Wer einmal das Prinzip beim Bettenbauen durchblickt hat, kommt mit den Handgriffen gut zurecht.

Für die Fahrten von einem Stellplatz zum nächsten bietet Volkswagen fünf Motorisierungen inklusive eines 204 PS starken Benzinmotors an. Für die echten Offroader steht das Dieseltopmodell 2.0 TDI BMT 4Motion mit einem 204 Diesel-PS starken Allradantrieb zur Verfügung. Mit seinen 102 PS muss sich der zweitschwächste Motor im Angebot allerdings nicht verstecken. Im Zusammenspiel mit der serienmäßigen Berganfahrhilfe und dem 250 Newtonmeter starken Drehmoment ist er überraschend flott unterwegs. Natürlich sorgt sein Gewicht von 2250 Kilogramm für keinerlei Befriedigung sportlicher Ambitionen, aber 157 Kilometer pro Stunde reichen völlig aus. Zumal die wenigsten Kunden einen California nur für den gemütlichen Urlaub vor der eigenen Haustüre, sprich in Deutschland nutzen. Und das in anderen Ländern maximal gültige Tempolimit schafft er auch inklusive 750 Kilogramm Zuladung.

Autor: Marcel Sommer

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