VW Tiguan 2.0 TDI (2016): Test
Richtig gut, aber nicht perfekt

Seit 2007 gibt's den Tiguan, jetzt fährt der Nachfolger vor. Beim Kompakt-SUV ist alles neu – und die Erwartungen sind hoch. Geht der Erfolg weiter?
In Wolfsburg brennt die Hütte. Läuft gerade nicht so doll für VW. Dieselskandal, Betrugsvorwürfe, Schadenersatzklagen, sogar von Jobabbau ist die Rede. Bei all den Problemen gerät in den Hintergrund, dass sie bei VW immer noch richtig gute Autos bauen. Den Tiguan zum Beispiel: Seit 2007 läuft das Erfolgs-SUV vom Band und blieb so lange im Programm, weil er sich bis zuletzt verkaufte wie geschnitten Brot. Jetzt kommt der komplett neue Nachfolger – und er könnte sich gerade in diesen Zeiten als ziemlich wichtig erweisen.
Unterwegs im neuen VW-SUV: Fahrbericht VW Tiguan
Bei der Gestaltung des Tiguan setzt VW auf Weiterentwicklung
Video: VW Tiguan vs. Seat Ateca (2016)
SUV-Brüder
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Der Arbeitsplatz kennt quasi keine Eingewöhnungszeit

Irgendwo zwischen Golf und Passat: Das Tiguan-Cockpit wirkt vertraut, alles ist gut bedienbar.
Bild: Harald Almonat
Das Zusammenspiel beim Anfahren (und übrigens auch in engen Kehren im Gebirge) klappt nicht reibungslos, da treffen TDI-Turboloch und seltsam unentschlossenes DSG aufeinander, es dauert, es ruckelt. Nachbessern, bitte!
Die adaptiven Dämpfer beherrschen Sport und Komfort

Souverän: Der TDI zieht kräftig durch, die Abstimmung des Fahrwerks mit adaptiven Dämpfern ist gelungen.
Bild: Harald Almonat
Der neue Tiguan startet bei 30.025 Euro, dafür gibt es den TDI mit 150 PS, Frontantrieb und Sechsgangschaltung. Den Testwagen – einen Highline mit 190-PS-TDI, 4Motion und DSG – gibt's ab 39.975 Euro. Tja, hohe Preise konnten sie schon immer in Wolfsburg. Aber tolle Autos bauen eben auch.
Fazit
Wir brauchen uns hier gar nicht weit aus dem Fenster zu lehnen: Der neue Tiguan wird ein Erfolg. Er kann alles besser als der alte, ist geräumig, variabel, praktisch, hochwertig. Er fährt handlich und agil, bietet hohen Fahrkomfort, ist bei Multimedia und Sicherheit auf dem neuesten Stand. Aber der getestete 190-PS-TDI hat auch Schwächen: Mit dem DSG ruckelt's beim Anfahren – und die Bremsen könnten besser greifen.
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