Sitzprobe VW Tiguan GTE Active Concept

VW Tiguan GTE Active Concept im Test: Sitzprobe

— 11.01.2016

Öko-Tiguan fürs Grobe

Mit dem Tiguan GTE Active Concept will VW in den USA verlorenen Boden gutmachen. Was die Studie draufhat, klärt die erste Sitzprobe in Detroit!

Die Detroit Auto Show (11. bis 24. Januar 2016) ist für Volkswagen der erste Auftritt in den USA nach dem Diesel-Skandal. Und so sind die Erwartungen der Amis an die Wolfsburger besonders hoch. An seinem Stand zeigt der Konzern das Tiguan GTE Active Concept. Das enttäuscht nur auf den ersten Blick.
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Kräftigere Konturen und ein wenig Messe-Blingbling

Video: VW Tiguan GTE Concept (Detroit 2016)

Tiguan als Öko-Offroader

Ja, wir Europäer kennen den neuen Tiguan längst. Für die Amerikaner hingegen ist das SUV neu – und auch noch weiter weg als für uns. Denn während Tiguan Nummer zwei bei uns schon im April 2016 an den Start geht, bekommen die Amerikaner den Geländegänger erst im Frühjahr 2017. Und das auch nur als Langversion. Grund genug für Volkswagen, bereits jetzt zu zeigen, was die Amerikaner alles erwartet. Das beginnt beim Design: Die Haube ist kräftiger konturiert, das mögen die Amis – wo das SUV ja vom rustikalen Pick-up abstammt. Und klar hat die Studie jede Menge Messe-Blingbling mit auf den Weg bekommen. Die LED-Leuchten auf dem Dach, die fetten BF Goodrich-Reifen und die markanten Abschleppösen aus Alu bekommt der Serien-Tiguan nicht. Jedenfalls nicht sofort, denn technisch seien die optischen Änderungen jederzeit möglich, sagen sie bei VW.

Offroad-Tiguan mit Hybridantrieb

Gestensteuerung hält Einzug im Bedienkonzept

Ein Fingerzeig reicht: Mit einer Geste vor dem Display lassen sich die Funktionen des Tiguan steuern.

Ebenso abgefahren ist der Innenraum der Studie gestaltet. Neu im Gegensatz zur deutschen Serienversion ist ein 9,2-Zoll-Display hinter feinem Glas, das auf Gesten reagiert. Das kennen wir zwar bereits vom neuen BMW 7er – in dieser Klasse ist es aber neu. Zusammen mit den digitalen Instrumenten und den Schaltern, die wie ein Smartphone auf Wischen statt Drücken reagieren, zeigt Volkswagen, wie wohl das Facelift des Tiguan oder das Cockpit des nächsten Golf aussieht. Zum Facelift bekommt der nämlich schon mal eine Gestensteuerung.

Die Highlights der Detroit Auto Show (NAIAS 2016)

Zukunftsmusik ist auch der Antrieb des Tiguan GTE Active Concept. Der aus Golf und Passat bekannte Plug-in-Hybridantrieb wurde um einen weiteren Motor erweitert. Der sitzt an der Hinterachse, leistet 115 PS und treibt den Tiguan bei vollem Akku allein an – der erste VW mit Hinterradantrieb seit langem.

Der Tiguan schafft rein elektrisch bis zu 120 km/h

Bis zu 20 Meilen soll der Stromspeicher reichen, rein elektrisch beschleunigt das SUV auf bis zu 120 km/h. Erst wenn die Kraft aus dem 12,4-kWh-Akku zu Neige geht, grätschen der bekannte 1,4-Liter-Turbobenziner und ein weiterer E-Motor mit ins Antriebskonzert ein. Macht dann bis zu 225 PS.

Sitzprobe VW Tiguan GTE Active Concept

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

VW zeigt, was mit dem technischen Baukasten des Tiguan alles möglich ist. Die optischen Veränderungen stehen dem SUV gut, die Technik überzeugt. Während das neue Cockpit schon morgen kommen könnte, wird der aufwendige Antrieb wohl einfach zu teuer sein, um in absehbarer Zeit eine Alternative zum Diesel sein zu können. Ein Dilemma für Volkswagen.

Stichworte:

SUV

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