Winterreifen 215/65 R 16: Test
— 13.10.2010Eiskalte Greifer
Acht Winterreifen für Allradler hat AUTO BILD ALLRAD auf die Probe gestellt. Mit dabei: ein Sommerreifen, der zeigt, wie riskant das Fahren mit Sommerprofilen auf Schnee ist.
Überblick: Alle Infos zum Thema Reifen
Die nach wie vor unklare Gesetzeslage lässt das zu. Denn wer mit Sommerreifen im Januar unterwegs ist, bekommt nicht automatisch einen Strafzettel. Nur wer sich damit auf Schnee wagt und dabei andere behindert oder gar gefährdet, muss mit uniformierter Schelte und Bußgeld rechnen. Ein Fall für notorische Optimisten also. Oder für Spielernaturen. Die Ausrüstungsquote mit Winterreifen steigt allerdings von Jahr zu Jahr. Die Zahl der Verantwortungsbewussten damit also auch. Denn es geht ja nicht nur um die Beule am eigenen Kotflügel, sondern auch um Leib und Leben eines Fußgängers, den man mangels Schneegrip versehentlich anfahren könnte. Von Schlimmerem wollen wir gar nicht schreiben.Bewertung: Online-Shops für Winterreifen im Test
Der AUTO BILD ALLRAD-Test beweist wieder einmal: Nicht jeder Winterreifen ist die ideale Lösung, es gibt große Unterschiede. Generell gilt: Auf trockener und nasser Fahrbahn sind Sommerreifen einem Winterreifen fast immer überlegen, auch bei Kälte. Ein guter Winterreifen zeichnet sich also dadurch aus, dass er auf Schnee und Eis viel besser ist als ein Sommerreifen, aber bei Nässe und Trockenheit möglichst nicht viel schlechter als der Sommerreifen. Weil das aber nicht alle Testkandidaten schaffen, sollte man mit Winterreifen generell auf nasser und trockener Fahrbahn langsamer und vorsichtiger unterwegs sein als mit Sommerreifen.Selbst die in diesem Test besten Winterreifen verschenken beim Bremsen auf trockenem Asphalt aus harmlosem Tempo 100 bereits mehr als vier Meter Bremsweg gegenüber einem Sommerreifen. Der schlechteste Winterreifen, hier im Test der Kumho, brauchte gar über neun Meter mehr Bremsweg als der Sommerreifen. Noch deutlicher werden die Abstände bei nasser Fahrbahn. Wieder bremst der Sommerreifen am besten. Der in dieser Disziplin beste Winterreifen, der Dunlop, benötigt hier nur zweieinhalb Meter mehr. Aber der schlechteste, erneut der Kumho, fordert über zehn Meter mehr Bremsweg. Das ist aber kein Grund, um im Winter auf Sommerreifen zu setzen. Welcher der getesteten Winterreifen auf Schnee die beste Wahl ist, sehen Sie oben in der Bildergalerie. Oder Sie laden sich den gesamten Artikel inklusive aller detaillierten Testergebnisse in unserem Heftarchiv herunter.
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar verfassen






































Kommentare zum Artikel (7)
Erstellt
Inhalt
Melden
Was ist von Allwetterreifen zu halten?
Der Kaufaufwand für Winterreifen ist in der Regel geringer aus der durch falsche
Bereifung ausgelöste Schaden. Mit anderen Worten: Auch bei Voll-Kasko ist
bei einem Crasch zumindest die Selbstbesteiligung weg - dies könnte man
sich durch den Kauf von Wintereifen sparen.
Teil2:
Leider ist das Märchen, das man Winterreifen nur bei Schnee braucht immer noch zu weit verbreitet!
So vorsichtig und gut kannst du garnicht fahren, um die Nachteile der Sommerreifen im Winterlichen Temperaturen auszugleichen.
Ihr gehört zu den Verkehrsteilnehmern, die dann bei plötzlichem Schneefall oder glatter Straße Unfälle und Staus verursachen!
Meiner Ansicht gibt es keinen vernünftigen Grund auf Winterreifen zu verzichten!!
@ John.S + Mike:
Teil 1:
Wie hier schon erwähnt wurde ist die Gummimischung extrem verschieden. Der Test fand offensichtlich bei fast noch Sommerlichen Verhältnissen statt. Ab ca. 5Grad wendet sich das Blatt. Und bei Minusgraden werden Sommerreifen so hart, das sie kaum noch Grip Aufbauen können, weder bei trockener noch bei nasser Straße!
Auch auf leicht vereisten Straßen, wie sie im Winter oft morgens durch Reif entstehen, sind Winterreifen klar im Vorteil! Nicht nur der Bremsweg ist entscheidend, sonder auch die Seitenführung.
wenn ich mir den löwenzahn auf bild nr16 anschaue wird mir klar warum der sommerreifen so gut abschneidet. da gab es beim test min 10° wenn nicht sogar 15° aussentemperatur. wenn man ein wenig ahnung von reifen und chemie hat weiss man das der sommerreifen eine härtere gummimischung hat, die sich bei niedrigen temp weiter verhärtet. wodurch man einen längeren bremsweg bekommt. es ist nicht verwunderlich das der sommerreifen bei "sommerlichen" temp besser abschneidet als ein winterreifen.