AC Schnitzer ACS5 (2018): Test, PS, Tuning, Marktstart

AC Schnitzer ACS5 (2018): Test

AC Schnitzer radikalisiert den M5!

AC Schnitzer plant für den M5 eine Leistungsspritze auf rund 700 PS und ein agileres Fahrwerk. AUTO BILD ist einen Prototypen gefahren!

Die Sitzposition in der Tuninglimousine ist extrem tief.

Das sportliche Talent des BMW M5 ist noch lange nicht ausgereizt! Im Rahmen des Rekordtags am Sachsenring, der von AUTO BILD SPORTSCARS und Michelin veranstaltet wurde, ist AUTO BILD ein Prototyp des M5 von AC Schnitzer gefahren. Die offiziell ACS5 genannte Tuning-Limousine ist dort angetreten, um den neuen Rundenrekord als schnellster BMW zu knacken. Ob es mit dem Rekord geklappt hat? Das lesen Sie in der nächsten Ausgabe von AUTO BILD SPORTSCARS! Da der M5 erst seit Kurzem auf dem Markt ist, hatte AC Schnitzer für die Entwicklung nur wenige Wochen Zeit. Sobald man auf den extra für die Rekordfahrt installierten Sportsitzen Platz nimmt, fällt einem die extrem tiefe Sitzposition auf. Auch großgewachsene Fahrer können gerade noch so das Head-up-Display sehen.

AC Schnitzer hat den M5 auf Diät gesetzt

Aus Gewichtsgründen ist die komplette Rückbank entfernt.

Dreht man seinen Kopf, realisiert man, dass AC Schnitzer die komplette Rückbank ausgebaut, sowie die Kofferraumverkleidungen entfernt hat. Ein ziemlich ungewohnter Anblick in einer sonst familientauglichen Limousine. Doch die konsequente Diät zeigt Wirkung. Mit 1810 Kilogramm wiegt der Rekord-ACS5 90 Kilo weniger als die Basis. Das sehr agile Fahrverhalten erinnert so eher an einen deutlich kleineren M3 und nicht an eine ausgewachsene Reiselimousine vom Schlage eines M5. Das Sportfahrwerk von KW, das sich ebenfalls noch in der Entwicklung befindet, ist für diesen Eindruck hauptverantwortlich und lässt in Kurven nahezu überhaupt keine Wankbewegungen zu. Das Fahrwerk des Testwagens war aber dermaßen tief, dass die großen Räder bei starkem Lenkeinschlag im Radkasten geschliffen haben und man jedem Gullideckel ausweichen musste. Fairerweise muss man sagen, dass der Wagen kurz zuvor noch auf der Rennstrecke fuhr und die Serienversion deutlich komfortabler abgestimmt wird. Die extra für die Rekordfahrt montierten Michelin Pilot Sport Cup 2 wirken während der Probefahrt nie mit der Leistung überfordert und bieten guten Grip.

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Die Aachener planen für den ACS5 700 PS

Bei starkem Lenkeinschlag schleifen die Michelin Pilot Sport Cup 2 in den Radkästen.

Ansonsten hängt der ACS5 gierig am Gas, wie man es schon vom normalen M5 gewohnt ist. Der 4,4 Liter große V8 leistet nämlich auch im Testfahrzeug unverändert 600 PS und ein Drehmoment von 750 Newtonmetern. AC Schnitzer hat aber bereits angekündigt, das für die Serienversion des ACS5 eine Leistungssteigerung auf rund 700 PS geplant ist. Dann soll ein Drehmoment von 800 bis 850 Newtonmetern auf alle vier Räder verteilt werden. Steigt man aufs Gas, bekommt man die nahezu gleiche akustische Kulisse wie beim normalen M5 zu hören. Der Aachener Tuner hat beim Testwagen nämlich nur neue Endrohre installiert und an der Auspuffanlage ansonsten nichts verändert. Optisch unterscheidet sich der AC Schnitzer-M5 mit seinem Frontsplitter, dem Heckflügel, AC Schnitzer-Auspuffblenden, neuen Seitenschwellern und einem Diffusor von der Serienversion. Alle Anbauteile sollen bei Marktstart auch aus Carbon erhältlich sein. Das komplette Tuningpaket von AC Schnitzer wird wahrscheinlich ab September erhältlich sein.

Elias Holdenried

Fazit

AC Schnitzer zeigt, dass die sportlichen Gene des M5 noch lange nicht ausgereizt sind. Obwohl die Serienversion nicht annähernd so radikal wird, gibt der Testwagen einen Ausblick auf die anstehenden Modifikationen des Tuners aus Aachen. Mit den geplanten 700 PS wird sich der Fahrspaß nochmals deutlich erhöhen. Wir sind auf das Endergebnis gespannt!

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