Als Firmenwagen interessant: die meistverkauften E-Autos im ersten Halbjahr 2025
Dienstwagen elektrisch? Jetzt lohnt sich der Umstieg richtig

Mit Steuervorteilen will die Bundesregierung den Anteil elektrischer Dienstwagen steigern. Schon jetzt dominieren E-Modelle von VW, Skoda, BMW und Co die Flotten.
Bild: Volkswagen AG
Stromer-Fans, aufgepasst! Sie können jetzt bis zu fünf Jahre länger steuerfrei fahren. Wer schon ein E-Auto hat oder jetzt eines anschaffen will, profitiert weiter: Das Bundeskabinett hat die Kfz-Steuerbefreiung für E-Fahrzeuge um fünf Jahre verlängert. Ursprünglich sollte die Regelung zum 1. Januar 2026 auslaufen. Nun gilt sie bis Ende 2030 für Neuzulassungen oder Umrüstungen.
Der steuerfreie Zeitraum von maximal zehn Jahren läuft für Fahrzeuge, die noch bis Ende 2025 zugelassen werden, sogar bis Ende 2035. "Das hilft allen, die auf E-Autos umsteigen, und es unterstützt die Automobilindustrie", erklärt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Für viele Firmen ist das ein doppelter Vorteil: geringere Fixkosten pro Fahrzeug und ein Signal, dass sich der Umstieg auf elektrische Dienstwagen langfristig rechnet.
Sonderabschreibung auf E-Dienstwagen
Doch damit nicht genug: Das Kabinett hat zusätzlich eine Sonderabschreibung für E-Dienstwagen beschlossen. Firmen, die ein Elektroauto bis zu einem Anschaffungspreis von 100.000 Euro kaufen, können künftig 75 Prozent der Kosten im Jahr der Anschaffung abschreiben. Das verschafft Betrieben Liquidität und macht Investitionen in elektrische Flotten wirtschaftlich attraktiver.
Damit wird klar: Die E-Mobilität bleibt steuerlich attraktiv. Für Dienstwagenfahrer lohnt sich das doppelt. Denn wer ein E-Auto auch privat nutzt, muss nur einen reduzierten geldwerten Vorteil versteuern: 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises bei Fahrzeugen bis 100.000 Euro (bisher 70.000 Euro), 0,5 Prozent bei teureren Autos. Bei Verbrennern liegt der Satz bei einem Prozent – so lassen sich monatlich mehrere Hundert Euro sparen.
Ein Blick in die Zulassungsstatistik zeigt: Bei gewerblichen Neuzulassungen sind Elektroautos bereits jetzt stark vertreten – und der Trend ist klar steigend. Vor allem deutsche Marken wie VW, Audi, BMW und Mercedes dominieren die Firmenwagen-Flotten. Auch die Konzerntöchter Skoda und Cupra/Seat profitieren von dem Boom.
VW ID.7 meistverkauftes E-Auto im ersten Halbjahr 2025
Dazu passt: Laut den Branchenbeobachtern von Dataforce hatten drei der zehn am häufigsten von deutschen Flotten neu zugelassenen Modelle einen Elektroantrieb. Auf Platz fünf rangiert der VW ID.7 (11.763 Exemplare), auf Rang sieben der Skoda Enyaq (8234) und auf Platz acht der VW ID.3 (7701).

Der Anteil von E-Autos bei den deutschen Neuzulassungen stieg im ersten Halbjahr 2025 auf 17,7 Prozent.
Bild: Opel
Überhaupt: Im ersten Halbjahr 2025 erreichten die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland einen neuen Rekord. Mit knapp 250.000 reinen Stromern übertrafen die Zulassungen nicht nur den Vorjahreswert von 184.125 Exemplaren, sondern auch das bisherige Rekordjahr 2023. Damit kletterte der Marktanteil der E-Autos auf stolze 17,7 Prozent.
Angeführt wird die Elektroauto-Bestsellerliste von VW: Spitzenreiter ist der vor allem als Dienstwagen beliebte VW ID.7 mit 18.017 Neuzulassungen, gefolgt von den SUV-Brüdern ID.4/ID.5 mit 15.072 Einheiten. Auf Rang drei fährt der kompakte ID.3 mit 14.623 Neuzulassungen. Dahinter folgen weitere Modelle deutscher Hersteller oder Konzernmarken: Platz vier geht an den Skoda Enyaq (12.973), gefolgt vom Cupra Born (10.239) und dem Skoda Elroq (9394).
Tesla Model Y rutscht auf Rang neun ab
Ab Platz sieben mischen auch andere Marken mit: Der BMW iX1 kommt auf 7421 Neuzulassungen, knapp vor dem Audi Q6 mit 6449 Einheiten. Dahinter rutscht der Tesla Model Y mit 6305 Stück auf Rang neun ab, noch vor dem Audi Q4 mit 6254 Einheiten auf Platz zehn.
Insgesamt steht der deutsche Automarkt 2025 dennoch weiter unter Druck – vor allem im Flottengeschäft: Im ersten Halbjahr sank die Zahl der neuen Firmenwagen laut Dataforce um 12,2 Prozent auf rund 418.000. Stabiler zeigte sich der Privatmarkt mit 463.000 Neuzulassungen (minus 1,0 Prozent), während Autovermieter und Handel ebenfalls nachgaben. Einen Ausgleich schafften die Hersteller selbst mit 128.000 Eigenzulassungen (plus 29,4 Prozent). Insgesamt wurden von Januar bis Juni rund 1,4 Millionen neue Pkw zugelassen – das waren 4,7 Prozent weniger als 2024.
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