Schritt für Schritt zur Elektroauto-Kaufprämie
So beantragt man die E-Auto-Förderung

Ab jetzt kann man die Elektroauto-Förderung des Bundes beantragen – wie das genau geht, erklärt AUTO BILD hier. In sieben Schritten zur E-Auto-Kaufprämie!
Bild: Bundesumweltministerium
Inhaltsverzeichnis
Das neue Portal für die E-Auto-Förderung ist freigeschaltet – und der Ansturm ist groß: Bis 10 Uhr am Dienstagvormittag (19. Mai 2026), also am ersten Tag, wurden schon 1858 Anträge gestellt, sagte Mandy Pastohr, die Präsidentin des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Gemeinsam mit Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) stellte sie das Antragsportal öffentlich vor.
Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, damit Sie wissen, wie man die Förderung richtig beantragt. Der Antrag wird komplett digital gestellt.
E-Auto-Prämienrechner 2026
Berechnet die voraussichtliche Förderung anhand bekannter Regeln
€ Kinder im Haushalt Rechner basiert auf Informationen aus dem Bundesumweltministerium (BMUKN)
E-Auto-Prämienrechner 2026
Berechnet die voraussichtliche Förderung anhand bekannter Regeln
€
Kinder im Haushalt
Rechner basiert auf Informationen aus dem Bundesumweltministerium (BMUKN)
Zunächst sollte man grob checken, ob man förderberechtigt ist. Liegt man unterhalb der Einkommensgrenze von 90.000 Euro, 60.000 Euro oder 45.000 Euro, hat man Kinder? Es gibt eine Förderung von 1500 Euro, 4500 Euro oder 6000 Euro. (Diese Bedingungen gelten im Detail.) Plant man den Kauf eines rein elektrischen Autos oder Plug-in-Hybriden?
Der Antragsteller muss Fahrzeughalter sein, also das Auto auf den eigenen Namen zulassen. Man muss auch wissen, dass man das Auto drei Jahre behalten muss, das ist die Mindesthaltedauer. Die Förderung gilt grundsätzlich für Privatpersonen, nicht für gewerbliche Zulassungen. Umweltminister Schneider ist zuversichtlich: Die vorgesehenen 3 Milliarden Euro sollen in den kommenden drei bis vier Jahren für 800.000 Autos reichen.
Für die Anmeldung im Förderportal braucht man eine BundID, das ist ein Konto, über das man sich vor dem Staat eindeutig identifiziert. Ohne BundID läuft nichts. Um sich anzumelden, braucht man:
• Personalausweis mit aktivierter Onlinefunktion, die dazugehörige PIN sowie die Ausweis-App (gibt's für macOS und Windows sowie für iOS und Android zum Download, aber auch für Open-Source-Systeme).

Man beantragt die BundID über den Personalausweis oder ein ELSTER-Zertifikat.
Bild: BundID
• Alternativ kann man sich mit dem ELSTER-Zertifikat, das man zum Abgeben digitaler Steuererklärungen benötigt, identifizieren.
Für die Förderung kommen alle rein elektrischen Fahrzeuge infrage, unabhängig vom Preis oder Hersteller. Plug-in-Hybride dürfen max. 60 g CO₂/km ausstoßen oder müssen mindestens 80 km rein elektrisch fahren können. Checken Sie die Bedingungen mit dem Händler ab. Wichtig: Autos mit Tageszulassung oder Gebrauchtwagen sind nicht förderfähig.
Auch das Leasing ist möglich, hier gilt ebenfalls die Mindesthaltedauer von 36 Monaten.
Nach Kauf oder Unterschreiben des Leasingvertrags muss das Auto zugelassen werden. Beantragen kann man die Prämie für Neufahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Es gilt die Zulassung, nicht das Kaufdatum. Wichtig: Der Antrag kann bis ein Jahr nach Erstzulassung rückwirkend gestellt werden, es gibt also keine Eile. Der Antragsteller muss als Halter eingetragen sein. Erst danach kann der Antrag gestellt werden.
Zum Stellen des Antrags braucht man:
- Kaufvertrag oder Leasingvertrag
- Zulassungsbescheinigung Teil I (auch Fahrzeugschein genannt)
- zwei aktuelle Steuerbescheide aus den letzten drei Jahren
- Nachweise über die Anzahl der Kinder: Das geht meist aus dem Steuerbescheid hervor, da sind die Freibeträge vermerkt. Auch ein Kindergeldbescheid oder Meldebescheid sollte reichen
- Bankverbindung
- den vorher freigeschalteten BundID-Zugang.
Tipp: Je besser die Unterlagen vorbereitet sind, desto schneller läuft die Bearbeitung.

Details zum Fahrzeug werden im Antragsformular auch abgefragt.
Bild: Bundesumweltministerium
Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Sie melden sich an im BAFA-Förderportal. Dort identifizieren Sie sich mit der BundID, geben die angefragten Fahrzeugdaten ein und laden die Unterlagen hoch. Dann klicken Sie auf "Prüfen und Einreichen".
Nun kommt der behördliche Akt. Das BAFA prüft:
- Fahrzeugdaten
- Haushaltseinkommen
- Haltereigenschaft
- Förderfähigkeit von Fahrzeug und Halter
Wenn alles passt, stellt die Behörde einen Bewilligungsbescheid ins BundID-Postfach und zahlt die Fördersumme aus.
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