Das gelbe Auto hier sieht aus wie ein Opel Calibra, es ist aber keiner. Unter dem Blech steckt der Ober-Opel der 90er-Jahre, ein Lotus Omega! Geschaffen hat den einzigartigen Wagen Günter Artz aus Hannover. Artz war Autohändler und baute geniale Kreuzungen aus Großserienfahrzeugen und automobilen Sportskanonen. Zuerst bildeten VW die Basis, später Opel . Dabei machte es Artz viel Spaß, Leistung und Tempo entgegen allen Regeln unauffällig zu verpacken und den Überraschungseffekt zu maximieren.
Der möglicherweise bekannteste Wagen mit Namen Artz ist sein Golf 928. Auf Fahrgestell und grundlegender Karosseriestruktur eines verunfallten Porsche 928 baute Günter Artz 1979 einen 240 PS starken XXL-Golf, der serienmäßig aussah, in Wirklichkeit aber 21 Zentimeter breiter und gut 30 Zentimeter länger war als die VW-Vorlage. Gestoppte 232 km/h ging der Hybride im Test, als Preis wurden 150.000 Mark genannt – ein 928 S mit 300 PS kostete neu rund die Hälfte. Kein Wunder, dass nur zwei Artz Golf 928 gebaut wurden.

Der Lotus Calibra gilt als Höhepunkt von Artz' Werk

ARTZ Calibra
Im Innenraum zeigt sich, mit welchem Auto es der Fahrer tatsächlich zu tun hat.

Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Als Höhepunkt von Artz' Schaffen betrachten Kenner den Artz Lotus Calibra. Der Idee der perfekten Tarnung folgend, ist der Lotus Calibra 377 PS stark und über 280 km/h schnell, aber selbst mit dem Wissen um den Umbau kaum als solcher zu erkennen. Anders als beim Golf 928 kommen die Zutaten hier vom gleichen Hersteller. Was darunter steckt, gibt sich wie gehabt innen zu erkennen. Die Armaturenbrettwand aus Hartplastik kommt vom Omega A, der Lotus-Schriftzug findet sich auf den Ziffernblättern. Auch das Lenkrad und die soften Sessel mit modischem Connolly-Leder stammen aus dem Lotus Omega, dem Alpha-Opel der Neunziger. Die Technik sowieso.

Lotus Omega Nr. 704 steckt unter dem Calibra-Blech

ARTZ Calibra
Auch die Zifferblätter deuten subtil darauf hin, dass das nicht einfach nur ein Opel Calibra ist.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Als Lotus ein Teil von GM war, entstanden dort für die Konzerntöchter hochentwickelte Triebwerke wie etwa der 3,6-Liter-Biturbo-Sechszylinder des Lotus Omega oder der drehzahlbetonte Leichtmetall-Vierventil-V8 der C4 ZR-1. Unter dem Artz Calibra steckt die Technik des verunfallten, völlig demolierten Lotus Omega mit der Fahrgestellnummer 704. Anfangs setzte Günter Artz auf Leistungssteigerung. Ein von Lotec getunter Sechszylinder mit 470 PS, so heißt es, kam zum Einsatz. Als der hochging, wurde wieder ein serienmäßiger Motor mit 377 PS installiert. Das Ergebnis überzeugt mit sanfter Gewalt: Erschreckend stark und überraschend komfortabel fährt sich der 1,7 Tonnen schwere, handgerissene Lotus Calibra. Hier passt einfach alles!
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Das ist der Unterschied zum Serien-Calibra

Die Proportionen stimmen, selbst wenn die Dimensionen in alle Richtungen gewachsen sind; rund 16 Zentimeter in der Länge und massige zwölf Zentimeter in der Breite misst der Lotus Calibra mehr als die Serienversion. Am ehesten fallen die großen Räder und breiten Reifen ins Auge. Auf den ersten Blick fällt es schwer zu sagen, was hier nicht stimmt. Bei Facebook hat sich inzwischen eine Gruppe für Fans und Eigner von Artz-Umbauten gefunden, wo sich Schwarmwissen, Autos und Bilder zu Günter Artz und seinen Autos bündeln.

Günter Artz ließ sich den Lotus Calibra ordentlich Geld kosten

ARTZ Calibra
Hier muss der Fahrer noch selbst ran: Der Artz Lotus Calibra wird klassisch manuell geschaltet.

Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Mit dem Lotus Calibra hatte Artz vor 30 Jahren tatsächlich Großes vor, ließ sich den Spaß ein kleines Vermögen kosten. 45.000 Mark kostete allein der Unfallwagen, 13.000 Mark wurden für die in Italien gefertigten Scheiben fällig, 17.000 Mark musste er an die Firma Kamei bezahlen, welche die maßgeschneiderten Stoßstangen herstellte. Als Kamei nach Lieferung fragte, was mit den Formen passieren soll, antwortete Günter Artz nur: wegschmeißen. Da hatte er gedanklich wohl schon einen Haken an die für April 1992 geplante Pressevorstellung und eine Kleinstserienfertigung gemacht. 300.000 Mark – dafür gab es auch sechs neue Calibra Turbo 4x4 – steckten in dem Projekt, das nach Kündigung des Händlervertrags durch Opel versandete und erst 1993 die Straßenzulassung erhielt. 1995 wurde der Lotus Calibra stillgelegt, ein Jahr später zog sich Günter Artz aus dem Neuwagengeschäft zurück. Die wilden Zeiten waren vorbei. Nach dem Warum können wir Günter Artz nicht mehr fragen. Leider.