Audi Q-Baureihe: Vorschau – UPDATE
Audis flotte Q-Herde

Audi setzt auf die Q-Familie: Auf Basis des Q5 wollen die Ingolstädter Q4 und Q6 nachschieben. Mitte 2014 startet die zweite Auflage des Q7 – und der Q1 ist nur eine Frage der Zeit.
- Georg Kacher
Für Audi ist der Buchstabe Q wie eine Lizenz zum Gelddrucken: Insgesamt soll die SUV-Reihe auf rund 300.000 Fahrzeuge kommen. Der Q-Boom begann mit dem Q7, erreichte mit dem Q5 seinen vorläufigen Höhepunkt und geht jetzt mit dem Q3 in die dritte Runde. Doch damit nicht genug: Der sehr sportliche zweitürige Q4 gilt im Prinzip ebenso als beschlossen wie der fünftürige Q6 im Coupé- Look. Während der kleine Q1 ebenfalls bereits in den Startlöchern scharrt, erteilte Audi-Chef Rupert Stadler dem angedachten Q9 eine Absage, weil so ein Mega-SUV nicht in die Zeit passt. Wenn sich der Vorstand schnell entscheidet, könnte der Q6 schon Ende 2013 ins Rennen gehen. In diesem sehr ambitionierten Szenario würde der sportliche Fünftürer auf dem Q5 basieren und somit kein technisches Neuland betreten.
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Nachwuchs bei den SUVs
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Wer der Hauptgegner des Q6 wird, ist auf den ersten Blick klar: BMW X6.
Bild: Larson Illustration
Klar ist auch, dass Audi manches besser machen will als der Erzrivale aus München. Dazu gehören vor allem der Einstieg in den Fond, die Kopffreiheit hinten, der Sitzkomfort in Reihe zwei, die Höhe der Ladekante sowie die Sicht nach hinten. Gleichzeitig ist eine deutlich dynamischere Dachform vorgesehen als beim Q5. Das bedeutet im Idealfall weniger Höhe, eine schrägere Windschutzscheibe, ein Fastback mit großem Dachspoiler sowie geänderte Türoberteile mit rahmenlosen Scheiben. Zu teuer? Dann funktioniert nur die Cajun-Lösung mit neuem Dach, Seitenteilen, Kotflügeln, Deckeln und Türen. Auch beim Q4 sind durchaus Synergie-Effekte mit Porsche vorstellbar. Schließlich planen die Schwaben ab 2016 neben dem Cajun-Fünftürer eine dreitürige Variante, deren Karosseriestruktur gemeinsam mit dem Q4 entwickelt werden könnte. Der Q4 funktioniert aus Sicht der Produktplaner in drei Spielarten: als innen wie außen nobel-elegantes Premium-Crossover-Coupé, als kerniges S-Modell mit breiteren Kotflügeln und selbstbewusstem Aerodynamik-Kit und als Q4 allroad mit dezenten Anbauteilen sowie unter Umständen sogar mit höhenverstellbarer Luftfederung.
Auch für Q4 und Q6 sind S-Versionen in Planung
Analog zum Q5S, den Insider für Mitte 2013 erwarten, plant Audi auch für Q4/Q6 die prestigeträchtigen S-Versionen. Während der Dreiliter-V6 als Benziner 300 PS und 440 Nm leistet, bringt es der starke V6 TDI auf 252 PS und 550 Nm. Der Kompressor muss beim V6 TFSI übrigens einem Monoturbo weichen, der in Verbindung mit Maßnahmen zur Gewichts- und Reibungsoptimierung den Verbrauch um bis zu 20 Prozent senken soll. Ebenfalls neu ist das Zweiliter-TFSI-Aggregat, dem 220 PS und 350 Nm nachgesagt werden. Alle Modelle erfüllen die EU-6-Abgasnorm. Auch der Plug-in-Hybrid gilt als gesetzt, wobei die Leistung der Elektromaschine, die mit dem 220-PS-Vierzylinder gemeinsame Sache macht, gut 100 PS betragen dürfte. Die Gesamtleistung von über 300 PS verspricht jede Menge Fahrspaß.
Fazit
Crossover sind cool – aber auch schwerer und weniger windschnittig als die vernünftigeren Kombis. Um diese Nachteile wettzumachen, will Audi bei den neuen Q das Gewicht um 100 bis 300 Kilo reduzieren, die Aerodynamik verbessern und deutlich effizientere Motoren einbauen. Dazu kommt mittelfristig der Plug-in-Hybrid als auf Knopfdruck verfügbare emissionsfreie Antriebsquelle für Kurzstrecken- und Stadtfahrten.
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