Eigenständiger, stärker, bereit für Euro 6 und mit neuem Basisdiesel – das ist das Facelift des Audi Q3. Mit ein paar neuen Extras will Audi den Kunden zudem wieder zum König machen. Kaufberatung!
Attila Langhammer
Im Jahr 2005 präsentierte Audi mit dem Q7 das erste SUV des Konzerns. Der durchgestylte Premium-Koloss war vom Start weg ein Erfolg. Die logische Konsequenz: Audi übertrug das Konzept drei Jahre später in die Mittelklasse. Und tatsächlich wurde der Q5 auf Anhieb zum Publikumsliebling. Auch 2014, sechs Jahre nach Marktstart, liegen seine Verkaufszahlen in Deutschland vor denen der Konkurrenten. Und weil aller guten Dinge drei sind, legte Audi 2011, drei Jahre nach dem Start des Q5, den Kompaktableger Q3 auf.
Video: Audi Q3 Facelift (2014)
Mehr Power für den Q3
Der hat in dem preissensibleren Segment zwar nicht ganz so leichtes Spiel mit seinen Konkurrenten, bildet aber dennoch eine wichtige Stütze für den Marktanteil der Marke Audi. Global machten die drei Q-Modelle 2014 fast ein Drittel aller verkauften Audi aus. Sozusagen als Jahresabschluss präsentierte Audi Ende 2014 den gelifteten Q3. Der gibt sich mit dem prägnanten Alurahmen um den Grill deutlich dynamischer und hebt sich klarer vom Q5 ab. Passend zum selbstbewussten Design hat Audi die Motoren gestärkt und im Verbrauch auf Euro 6 getrimmt. Wir haben den renovierten Q3 im Detail durchgecheckt. Mit den massiven Kunststoffplanken markiert der Q3 einen robusten Auftritt. Aber so outdoor wie er gern wäre, ist er leider nicht. Der vordere Böschungswinkel beträgt 18 Grad – identisch mit dem Wert des Technik-Zwillings VW Tiguan. Für den gibt es in der Ausstattung Track & Style aber zumindest eine geänderte Frontschürze mit einem Böschungswinkel von 28 Grad.
Diese Differenz macht den Track & Style-Tiguan deutlich geländetauglicher. Dem Q3 fehlt eine solche Option, dabei würde sie ihm gut stehen. Kombiniert mit dem auf Schnee richtig guten quattro-Antrieb, ließe sich sein Outdoorpotenzial steigern. So bleibt der Q3 beim robusten Look – und mit der neu eingeführten Ausstattung "sport" verschwindet der hinter wagenfarbenem Lack. Neu ist auch das Blech, das den Grill umschließt und bis an die neu gestalteten Scheinwerfer heranreicht. Damit wirkt der Q3 von vorn nicht mehr ganz so hochbeinig und lässt sich deutlich vom Q5 unterscheiden.
Bildergalerie
Audi Q3 Facelift: Kaufberatung
In der Länge hat der Q3 drei Millimeter zugelegt, alle anderen Maße sind unverändert. Das Kofferraumvolumen bleibt bei 460 bis 1365 Litern – eher mäßig für diese Klasse. Der Tiguan lädt 1510 Liter, Ford Kuga und Honda CR-V knacken sogar locker die 1600-Liter-Marke. Mit den dicken Blechbacken am Heck verschenkt Audi ein bisschen Ladekapazität, die Innenbreite des Kofferraums schrammt knapp am Ein-Meter-Maß vorbei. Auch der Innenraum ist etwas verbaut, sorgt für ein enges Raumgefühl. Das liegt nicht am schwarzen Dachhimmel (235 Euro) unseres Fotoautos, sondern ist ein generelles Problem des Q3. Die massive Sitzkonsole trägt zwar die SUV-typisch hohe Sitzposition von mindestens 65 Zentimetern, zugleich sitzen Fahrer ab 1,85 innerhalb des Q3 so hoch, dass ihre Sicht durch das nach vorn gewölbte Dach trotz vorhandener Kopffreiheit eingeschränkt wird. Auf Langstrecken sorgt das für vermeintliche Schonhaltungen. Die Sitze des Q3 selbst sind aber schon in der Basisausstattung richtig gut. Trotzdem stellen die Sportsitze samt Lendenwirbelstütze und ausziehbarer Beinauflage für 550 Euro einen guten Kauf dar. Sie bieten etwas mehr Seitenhalt, sind aber noch immer komfortabel.
Fahrerisch bewegt sich der Q3 ganz nah an einem Kompakten, das ist eine seiner Stärken. Bedauerlich ist, dass es für die Zweiliterbenziner keine manuellen Getriebe gibt. Allen Automatikkäufern ist deshalb zur drive-select-Taste für 200 Euro geraten. Das Fahrdynamiksystem optimiert im Effizienzmodus dank variabler Schaltkennlinie den Verbrauch. Generell manipuliert es auch die Lenkunterstützung.
Motoren & Getriebe: Alle Aggregate erfüllen die Euro-6-Norm
Mehr Dampf: Bis auf den 150-PS-Benziner sind mit dem Facelift alle Motorisierungen erstarkt.
Bild: Ronald Sassen
Das Leistungsspektrum des Audi Q3 reicht von etwas mageren 120 Diesel-PS bis zu 340 Turbobenziner-PS im einzigen RS-Modell in Audis SUV-Flotte. Bis auf den 150-PS-Benziner sind mit dem Facelift alle Motorisierungen erstarkt und erfüllen die Euro-6-Norm. Neu ist der Einstiegsdiesel mit 120 PS. 1.4 TFSI cod (110 kW): Der Basisbenziner mit 150 PS und 250 Newtonmetern ist ein alter Bekannter, kommt aber jetzt mit Zylinderabschaltung daher. So reduziert Audi den Normverbrauch für die handgeschaltete Variante auf 5,5 Liter Super, mit der Sechsgang-S-tronic braucht der Q3 5,8 Liter. Weil beide Verbräuche die niedrigsten im Segment darstellen, verleihen die Ingolstädter ihrem Kompakt-SUV das ultra-Abzeichen. So viel Ökonomie lässt Audi sich entsprechend bezahlen, kassiert für den günstigsten Q3 mindestens 29.600 Euro, mit der S-tronic steigt der Preis um weitere 1950 Euro. Die wahrgenommenen Fahrleistungen lassen glatt vergessen, dass unter der Haube ein Triebwerk mit bescheidenen 1,4 Litern Hubraum steckt. Der 1,4 Tonnen schwere Q3 fährt agil, vor allem dank des kräftigen Drehmoments. Ab dem lang übersetzten vierten Gang geht ihm aber etwas die Puste aus. Die kleinste Motorisierung ist eine gute Wahl für Kunden, die nur selten ausgedehnte Autobahntouren unternehmen und sich eher im urbanen Umfeld tummeln. Auch Audis quattro-Antrieb ist für diesen Motor keine Option.
2.0 TFSI quattro (132 kW): Mehr Antrieb, mehr Hubraum, mehr Leistung – so einfach erklärt sich der 2.0 TFSI. Den gibt's aber nur in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und ausschließlich als quattro. Diese beiden dicken Brocken zu je 1950 Euro machen das Gros der 6500 Euro Aufpreis zur Basismotorisierung aus. Dafür liefert der 180 PS starke Zweiliter die Langstreckenqualitäten, die dem 1.4 TFSI etwas abgehen. Der Allradantrieb des Q3 ist eine gängige Hang-on-Lösung, umgesetzt mit einer Lamellenkupplung, die je nach Schlupf die Kraft an die besser greifenden Räder einer Achse leitet. Damit ist eine Momentenverteilung von 90:10 bis 50:50 an Vorder- und Hinterachse möglich, während die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mittels Bremseingriffen eine Sperre zwischen den Rädern einer Achse simuliert.
Stärkstes Serienkompakt-SUV am Markt: Einfach weil sie es können, haben sie bei Audi den Fünfzylinder-TFSI im RS Q3 quer verbaut.
Bild: Toni Bader
2.0 TFSI quattro (162 kW): Die zweite Ausbaustufe des gleichen Antriebsstrangs leistet 220 PS und 350 Newtonmeter. Für das Mehr an Performance – 0 auf 100 in 6,4 Sekunden (-1,2 s), Spitze 233 km/h (+16 km/h) – müssen Kunden tief in die Tasche greifen. Ab 41.100 Euro lässt sich der stärkere Zweiliter nach Herzenslust konfigurieren. Ein Teil seines Mehrpreises wird dadurch relativiert, dass er immer mit einer der beiden neuen Ausstattungslinien "design" oder "sport" kommt. Die kosten für alle Modelle 1900 Euro extra und bieten vor allem Individualisierungsoptionen mit kosmetischem Charakter. Ausführlich behandelt werden sie im Ausstattungskapitel. 2.5 TFSI quattro (250 kW): Einfach weil sie es können, haben sie bei Audi den Fünfzylinder-TFSI quer im Q3-Motorraum verbaut, Sportfahrwerk, größere Bremsen und 19-Zöller zugegeben und die Lufteinlässe der Frontschürze weit aufgerissen. Fertig ist das stärkste Serienkompakt-SUV am Markt – RS Q3. Nur die leicht erhöhte Sitzposition erinnert regelmäßig daran, dass man in einem SUV sitzt. Dank des starken Motors in Verbindung mit dem Allradantrieb ist man jederzeit souverän unterwegs. Mit 340 PS sprintet er in 4,8 Sekunden auf hundert, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert. Dabei klingt der Fünfzylinder einfach betörend. Kehrseite der Medaille: Bei so viel Sportlichkeit bleibt – speziell auf schlechten Straßen – der Komfort auf der Strecke.2.0 TDI (88 kW): Der Basisdiesel ist ganz neu in der Motorenpalette und war für uns leider noch nicht erfahrbar. Auf Grund seiner technischen Parameter dürfte er sich bei mehr Drehmoment (290 Nm), aber weniger Leistung (120 PS) analog zum Einstiegsbenziner mit 150 PS verhalten. Dieses Modell platziert sich 50 Euro unter der magischen 30.000er-Marke. 2.0 TDI ultra (110 kW): Den 150-PS-TDI gibt's in drei Ausführungen. Als ultra-Variante (ab 32.100 Euro) verbraucht er nach Norm nur 4,4 Liter; 16-Zoll-Aluräder und die mit dem S-line-Sportfahrwerk einhergehende Tieferlegung um zwei Zentimeter sind hier obligatorisch. Dem Fahrkomfort tut dieses Fahrwerk (sonst 565 Euro) keinen Abbruch.2.0 TDI/quattro (110 kW): Bei Verzicht auf die ultra-Klassifizierung sparen Sie 100 Euro und können auf alle Optionen zugreifen. Das manuelle Sechsganggetriebe ist fein gestuft, die Schaltkulisse aber weitläufig. Das Einlegen der Gänge erfolgt hörbar; auch der Motor dröhnt etwas in den Innenraum hinein. Das ändert sich beim Umstieg in das 1950 Euro teurere quattro-Modell. Technisch erklärt sich das mit unterschiedlichen Freiheitsgraden der Lager und einer zusätzlichen Stabilisierung durch den Allradantrieb. 2.0 TDI (135 kW): Der 184-PS-Diesel merzt die zarten Schwächen der kleineren Leistungsstufe elegant aus, ist aber ausschließlich als quattro konfiguriert. Und wie beim Spitzenbenziner wird der Kunde zum Zwangsabnehmer eines preistreibenden "design"- oder "sport"-Pakets.
Ausstattung: Linien "design" und "sport" rechnen sich eher nicht
Die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe (490 Euro) wurde von Q3-Käufern angeregt. Für 390 Euro öffnet sie statt per Taste mit Komfortschlüssel.
Bild: Ronald Sassen
Facelifts heißen in Audis Marketingsprache Produktaufwertungen und gehen meist mit Preiserhöhungen einher. Selbige beträgt beim Basisbenziner 700 Euro, bei allen anderen Motorisierungen fällt sie deutlich höher aus. Dafür gibt es neben kosmetischer Überarbeitung mehr Leistung für alle Motoren. Lediglich der 1.4 TFSI bleibt 150 PS stark – verfügt nun aber über die spritsparende Zylinderabschaltung. Außerdem geändert: die Leuchtengrafik – ein Klassiker der Facelift-Literatur. Audi hat allerdings auch die Lichttechnik renoviert, Xenonlicht ist jetzt Teil des Serienumfangs. Im Kofferraum gibt es statt der schlecht ausbaubaren Hutablage nun ein flexibles Rollo. Damit hat Audi auf wiederholten Kundenwunsch reagiert. Auch die erst mit dem Facelift verfügbare elektrisch öffnende und schließende Heckklappe (490 Euro) wurde von Q3-Käufern angeregt. Die Klappe lässt sich per Taste in der Fahrertür oder für weitere 390 Euro mit dem Komfortschlüssel öffnen. Ein Sensor zur Öffnung via Fußgeste ist nicht im Angebot.Wie bei Audi üblich wird keine Motorisierung von den Katalogoptionen ausgeschlossen. Für das Kraftpaket RS stehen aber ein paar zusätzliche Wahlmöglichkeiten – spezielle 20-Zoll-Räder, Carbondekor – zur Wahl. Eine weitere Neuerung sind die Linien "design" und "sport" – beide kosten je 1900 Euro Aufpreis. Die nützlichsten Zutaten beider Pakete – 17-Zoll-Aluräder (550 Euro), Audi drive select für die Anpassung des Fahrcharakters (200 Euro), Bordcomputer (245 Euro), Lendenwirbelstütze (265 Euro) – kosten zusammen unter 1300 Euro. Im "sport"-Paket stecken noch die 550 Euro teuren Sportsitze, für die bei "design" nur 285 Euro aufgeschlagen werden. Jeder zusätzliche Euro ist Geschmacksache, daher rechnen sich die Linien unserer Meinung nach nicht. Bedenkenlos zugreifen können Sie beim Komfortpaket (1800 Euro). Dessen Preisvorteil beträgt 625 Euro und bringt Ihnen u.a. die Einparkhilfe hinten (400 Euro) und eine Sitzheizung für die Vordersitze (340 Euro). Mit dem ebenfalls enthaltenen MMI Radio, dem Lenkrad mit Bedientasten und dem Bordcomputer sind Sie zudem für das Navigationspaket (1160 Euro) gewappnet. Aber dem jugendlich wirkenden Q3 wird auch ein mobiles Navi gerecht.
1190 Euro für die kleine Linse – dafür parken Sie deutlich bequemer ein. Leider ist sie unverdeckt und neigt daher zur Verschmutzung.
Bild: Ronald Sassen
Das modern klingende "Connectivity-Paket" kombiniert die Bluetooth-Anbindung (300 Euro) und Audis Schnittstelle für externe MP3-Spieler (245 Euro) mit einem einzeln nicht verfügbaren Speicherkartenleser für 570 Euro. Der Kauf zweier zusätzlicher Kabel für iPhone oder USB-Anschluss (55 Euro) ist obligatorisch, mit oder ohne Paket. Wir empfehlen, beide Schnittstellen separat zu wählen – Bluetooth ist zudem Bestandteil des Komfortpakets. Für die beiden Sicherheitsassistenten schnürt Audi kein Paket. Der Totwinkelwarner kostet 500, der Spurhalteassistent 600 Euro. Letzterer greift in die Lenkung ein, wenn die Sensorik erkennt, dass der Fahrer eine Fahrbahnmarkierung unbeabsichtigt zu überfahren droht. In Verbindung mit Navigation plus (2390 Euro) erkennt die Kamera des Assistenten auch Verkehrszeichen. Unbedingt empfehlenswert ist der Anfahrassistent für 80 Euro – er blockiert das gebremste Fahrzeug von sich aus so lange, bis der Fahrer wieder Gas gibt. In Verbindung mit den Automatikgetrieben steigert dies den Fahrkomfort erheblich. Und an der Ampel freut sich Ihr Hintermann, wenn Sie den Fuß von der Bremse nehmen. Beim Parken unterstützt Audi in fünf Stufen: Die hinteren Parkpiepser lassen sich um vordere ergänzen (780 Euro). Wollen Sie eine Kamera dazu, die Hilfslinien anzeigt, berechnet Audi 1190 Euro. Oder Sie vertrauen dem Parkassistenten und kontrollieren nur Bremse und Gas – 890 Euro. Kamera und Parkassistent gibt es auch zusammen – für 1300 Euro.
Weitere Infos zum Audi Q3 sowie unsere konkreten Kaufempfehlungen finden Sie oben in der Galerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es hier:
Audi Q3 Facelift: Kaufberatung
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Ende 2014 präsentierte Audi den gelifteten Q3. Passend zum selbstbewussten Design haben die Ingolstädter die Motoren gestärkt und im Verbrauch auf Euro 6 getrimmt. Wir haben den renovierten Q3 im Detail durchgecheckt.
Bild: Ronald Sassen
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Geliftete Q3 erkennen Sie am großen und kantigen Grill, der jetzt bis an die serienmäßigen Xenonleuchten reicht. Damit gibt sich das Kompakt-SUV nun deutlich dynamischer und hebt sich klarer vom Q5 ab.
Bild: Ronald Sassen
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Mit den massiven Kunststoffplanken markiert der Q3 einen robusten Auftritt. Aber so outdoor wie er gern wäre, ist er leider nicht. Der vordere Böschungswinkel beträgt 18 Grad – identisch mit dem Wert des Technik-Zwillings VW Tiguan. In der Länge hat der Q3 drei Millimeter zugelegt, alle anderen Maße sind unverändert.
Bild: Ronald Sassen
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Das Kofferraumvolumen bleibt bei 460 bis 1365 Litern – eher mäßig für diese Klasse. Mit den dicken Blechbacken am Heck verschenkt Audi ein bisschen Ladekapazität, die Innenbreite des Kofferraums schrammt knapp am Ein-Meter-Maß vorbei.
Bild: Ronald Sassen
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Die Durchladeeinrichtung kostet 155 Euro, integriert zugleich die Mittelarmlehne und den Getränkehalter. Einen Skisack gibt es nicht dazu.
Bild: Ronald Sassen
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Auch der Innenraum ist etwas verbaut, sorgt für ein enges Raumgefühl. Hinten ist die Kopffreiheit gar nicht schlecht, über der Kopfstütze ist sie aufgrund der Dachform aber schon deutlich geringer. Knapper wird's für die Beine des 1,86 großen Redakteurs. Vorne sitzen Fahrer ab 1,85 Meter so hoch, ...
Bild: Ronald Sassen
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... dass ihre Sicht durch das nach vorn gewölbte Dach eingeschränkt wird. Die Sitze des Q3 selbst sind aber schon in der Basisausstattung richtig gut. Trotzdem stellen die Sportsitze samt Lendenwirbelstütze und ausziehbarer Beinauflage für 550 Euro einen guten Kauf dar. Sie bieten etwas mehr Seitenhalt, sind aber noch immer komfortabel.
Bild: Ronald Sassen
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Fahrerisch bewegt sich der Q3 ganz nah an einem Kompakten, das ist eine seiner Stärken. Bedauerlich ist, dass es für die Zweiliterbenziner keine manuellen Getriebe gibt. Allen Automatikkäufern ...
Bild: Ronald Sassen
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... ist deshalb zur drive-select-Taste für 200 Euro geraten. Das Fahrdynamiksystem optimiert im Effizienzmodus den Verbrauch. Generell stehen verschiedene Voreinstellungen für Lenkung, Gasannahme und Schaltung zur Wahl.
Bild: Ronald Sassen
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Das Leistungsspektrum des Audi Q3 reicht von etwas mageren 120 Diesel-PS bis zu 340 Turbobenziner-PS im einzigen RS-Modell in Audis SUV-Flotte. Bis auf den 150-PS-Benziner sind mit dem Facelift alle Motorisierungen erstarkt und erfüllen die Euro-6-Norm. Neu ist der Einstiegsdiesel mit 120 PS. Hier kommen alle Aggregate im Überblick: Der Basisbenziner 1.4 TFSI cod mit 150 PS und 250 Newtonmetern ...
Bild: Ronald Sassen
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... kommt jetzt mit Zylinderabschaltung daher. So sinkt der Verbrauch für die handgeschaltete Variante auf 5,5 Liter Super, mit Sechsgang-S-tronic auf 5,8 Liter. So viel Ökonomie lässt Audi sich bezahlen, kassiert für den günstigsten Q3 mindestens 29.600 Euro, mit der S-tronic steigt der Preis um weitere 1950 Euro. Die Fahrleistungen ...
Bild: Sven Krieger
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... lassen glatt vergessen, dass unter der Haube ein Triebwerk mit nur 1,4 Litern Hubraum steckt. Der 1,4 Tonnen schwere Q3 fährt agil, vor allem dank des kräftigen Drehmoments. Ab dem lang übersetzten vierten Gang geht ihm aber etwas die Puste aus. Die kleinste Motorisierung ist eine gute Wahl für das urbane Umfeld. Audis quattro-Antrieb ist für diesen Motor keine Option.
Bild: Sven Krieger
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2.0 TFSI quattro (132 kW): Ihn gibt's nur in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und ausschließlich als quattro. Diese beiden dicken Brocken zu je 1950 Euro machen das Gros der 6500 Euro Aufpreis zur Basis aus. Dafür liefert der 180 PS starke Zweiliter die Langstreckenqualitäten, die dem 1.4 TFSI etwas abgehen. Der Allradantrieb ...
Bild: Ronald Sassen
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... des Q3 ist eine gängige Hang-on-Lösung, umgesetzt mit einer Lamellenkupplung, die je nach Schlupf die Kraft an die besser greifenden Räder einer Achse leitet. Damit ist eine Momentenverteilung von 90:10 bis 50:50 an Vorder- und Hinterachse möglich, während die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mittels Bremseingriffen eine Sperre zwischen den Rädern einer Achse simuliert.
Bild: Ronald Sassen
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2.0 TFSI quattro (162 kW): Die zweite Ausbaustufe leistet 220 PS und 350 Newtonmeter. 0 auf 100 gelingt in 6,4 Sekunden (-1,2 s), Vmax liegt bei 233 km/h (+16 km/h). Kostenpunkt: ab 41.100 Euro. Ein Teil seines Mehrpreises wird dadurch relativiert, dass er immer mit einer der beiden neuen Ausstattungslinien "design" oder "sport" kommt. Die kosten für alle Modelle 1900 Euro extra.
Bild: Ronald Sassen
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2.5 TFSI quattro (250 kW): Einfach weil sie es können, haben sie bei Audi den Fünfzylinder-TFSI quer im Q3-Motorraum verbaut, Sportfahrwerk, größere Bremsen und 19-Zöller zugegeben und die Lufteinlässe der Frontschürze weit aufgerissen. Fertig ist das stärkste Serienkompakt-SUV am Markt – RS Q3. Dank des starken Motors in Verbindung mit dem Allradantrieb ...
Bild: Toni Bader
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... ist man jederzeit souverän unterwegs. Mit 340 PS sprintet er in 4,8 Sekunden auf 100, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert. Dabei klingt der Fünfzylinder einfach betörend. Kehrseite der Medaille: Bei so viel Sportlichkeit bleibt – speziell auf schlechten Straßen – der Komfort auf der Strecke.
Bild: Toni Bader
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2.0 TDI (88 kW): Der Basisdiesel ist ganz neu in der Motorenpalette und war für uns leider noch nicht erfahrbar. Auf Grund seiner technischen Parameter dürfte er sich bei mehr Drehmoment (290 Nm), aber weniger Leistung (120 PS) analog zum Einstiegsbenziner mit 150 PS verhalten. Dieses Modell platziert sich 50 Euro unter der magischen 30.000er-Marke.
Bild: Ronald Sassen
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2.0 TDI ultra (110 kW): Den 150-PS-TDI gibt's in drei Ausführungen. Als ultra-Variante (ab 32.100 Euro) verbraucht er nach Norm nur 4,4 Liter; 16-Zoll-Aluräder und die mit dem S-line-Sportfahrwerk einhergehende Tieferlegung um zwei Zentimeter sind hier obligatorisch. Dem Fahrkomfort tut dieses Fahrwerk (sonst 565 Euro) keinen Abbruch.
Bild: Ronald Sassen
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2.0 TDI/quattro (110 kW): Bei Verzicht auf die ultra-Klassifizierung sparen Sie 100 Euro und können auf alle Optionen zugreifen. Das manuelle Sechsganggetriebe ist fein gestuft, die Schaltkulisse aber weitläufig. Das Einlegen der Gänge erfolgt hörbar; auch der Motor dröhnt etwas in den Innenraum hinein. Das ändert sich ...
Bild: Sven Krieger
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... beim Umstieg in das 1950 Euro teurere quattro-Modell. Technisch erklärt sich das mit unterschiedlichen Freiheitsgraden der Lager und einer zusätzlichen Stabilisierung durch den Allradantrieb.
Bild: Ronald Sassen
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2.0 TDI (135 kW): Der 184-PS-Diesel merzt die zarten Schwächen der kleineren Leistungsstufe elegant aus, ist aber ausschließlich als quattro konfiguriert. Und wie beim Spitzenbenziner wird der Kunde zum Zwangsabnehmer eines preistreibenden "design"- oder "sport"-Pakets.
Bild: Tobias Kempe
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Nur den Basisbenziner gibt es auf Wunsch auch mit Sechsgang-DKG (1950 Euro), alle anderen Benziner sind als Allradler mit der Siebengang-S-tronic zwangsverheiratet. Selbige sorgt auch bei den beiden quattro-Dieseln mit 150 und 184 PS für die Kraftübertragung. In dem Fall ...
Bild: Werk
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... ist sie aber optional zum manuellen Sechsganggetriebe zu haben. Das ist von der Abstufung gut gelungen, allerdings fühlen sich die Schaltvorgänge etwas unpräzise an.
Bild: Ronald Sassen
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Was ist sonst noch neu? Audi hat nicht nur die die Leuchtengrafik, sondern auch die Lichttechnik renoviert, Xenonlicht ist jetzt Teil des Serienumfangs. Im Kofferraum ...
Bild: Ronald Sassen
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... gibt es statt der schlecht ausbaubaren Hutablage nun ein flexibles Rollo. Damit hat Audi auf wiederholten Kundenwunsch reagiert.
Bild: Ronald Sassen
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Auch die erst mit dem Facelift verfügbare elektrisch öffnende und schließende Heckklappe (490 Euro) wurde von Q3-Käufern angeregt. Die Klappe lässt sich ...
Bild: Ronald Sassen
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... per Taste in der Fahrertür oder für weitere 390 Euro mit dem Komfortschlüssel öffnen. Ein Sensor zur Öffnung via Fußgeste ist nicht im Angebot.
Bild: Ronald Sassen
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Wie bei Audi üblich wird keine Motorisierung von den Katalogoptionen ausgeschlossen. Für das Kraftpaket RS stehen aber ein paar zusätzliche Wahlmöglichkeiten wie spezielle 20-Zoll-Räder oder Carbondekor zur Wahl.
Bild: Toni Bader
30/66
Eine weitere Neuerung sind die Linien "design" und "sport" – beide kosten je 1900 Euro Aufpreis. Die nützlichsten Zutaten beider Pakete – 17-Zoll-Aluräder (550 Euro), Audi drive select für die Anpassung des Fahrcharakters (200 Euro), Bordcomputer (245 Euro), ...
Bild: Ronald Sassen
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... Lendenwirbelstütze (265 Euro) – kosten zusammen unter 1300 Euro. Im "sport"-Paket stecken noch die 550 Euro teuren Sportsitze (Foto), für die bei "design" nur 285 Euro aufgeschlagen werden. Jeder zusätzliche Euro ist Geschmacksache, daher rechnen sich die Linien unserer Meinung nach nicht.
Bild: Ronald Sassen
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Lohnenswert ist das Komfortpaket (1800 Euro) mit einem Preisvorteil von 625 Euro. Es umfasst u.a. die Einparkhilfe hinten (400 Euro) und eine Sitzheizung für die Vordersitze (340 Euro). Mit dem ebenfalls enthaltenen ...
Bild: Auto Test
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... MMI Radio, dem Lenkrad mit Bedientasten und dem Bordcomputer ist man zudem für das Navigationspaket (1160 Euro) gewappnet.
Bild: Ronald Sassen
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Einzeln kostet das Radio recht günstige 425 Euro. Der Drehdrücksteller in der Mitte ist aus Fahrersicht unglücklich platziert.
Bild: Ronald Sassen
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Das "Connectivity-Paket" kombiniert die Bluetooth-Anbindung (300 Euro) und Audis Schnittstelle für externe MP3-Spieler (245 Euro) mit einem einzeln nicht verfügbaren Speicherkartenleser für 570 Euro. Wir empfehlen, beide Schnittstellen separat zu wählen – Bluetooth ist zudem Bestandteil des Komfortpakets. Die Anbindung von Mobiltelefon oder MP3-Spieler klappt problemlos.
Bild: Ronald Sassen
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Für die beiden Sicherheitsassistenten schnürt Audi kein Paket. Der Totwinkelwarner kostet 500 Euro. Sensoren, die im hinteren Stoßfänger integriert sind, warnen bei Spurwechseln vor herannahenden Fahrzeugen. In lang gezogenen Autobahnabfahrten erwies sich das System als recht sensibel. Der Spurhalteassistent ...
Bild: Auto Test
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... samt Kamera im Frontspiegel kostet 600 Euro und wird am Blinkerhebel eingeschaltet. Droht der Fahrer ohne zu blinken die Fahrspur zu verlassen, korrigiert der Helfer zart die Lenkbewegung, ein Vibrationssignal ist optional. In Verbindung mit Navigation plus (2390 Euro) erkennt die Kamera auch Verkehrszeichen.
Bild: Auto Test
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Unbedingt empfehlenswert ist der Anfahrassistent für 80 Euro – er blockiert das gebremste Fahrzeug von sich aus so lange, bis der Fahrer wieder Gas gibt. In Verbindung mit den Automatikgetrieben steigert dies den Fahrkomfort erheblich.
Bild: Auto Test
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Sicherheit am Berg: Für 100 Euro hält der Bergabfahrassistent die voreingestellte Geschwindigkeit.
Bild: Ronald Sassen
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Den silbermatten Unterfahrschutz gibt es mit dem Audi exclusive Exterieurpaket (1590 Euro).
Bild: Ronald Sassen
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Beim Parken unterstützt Audi in fünf Stufen: Die hinteren Parkpiepser lassen sich um vordere ergänzen (780 Euro). Wollen Sie eine Kamera dazu, die Hilfslinien anzeigt, berechnet Audi 1190 Euro. Oder Sie vertrauen dem Parkassistenten und kontrollieren nur Bremse und Gas – 890 Euro. Kamera und Parkassistent gibt es auch zusammen – für 1300 Euro.
Bild: Ronald Sassen
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Abschließend kommen hier unsere wichtigsten Tipps für den Kauf eines Audi Q3. Motor: Urbanem Publikum ist ganz klar der sparsame 1.4 TFSI empfohlen – auf Wunsch mit Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (plus 1950 Euro). Wer eher Langstrecken mit Autobahnabschnitten fährt ...
Bild: Sven Krieger
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... und sich die 5500 Euro Aufgeld für den 180-PS-Benziner leisten kann, sollte den wählen. Der Diesel mit 150 PS wird dem Q3 absolut gerecht. Wenn es nicht das bei den Optionen geringfügig eingeschränkte ultra-Modell sein soll, greifen Sie gern zum quattro für 1850 Euro mehr. Nur mit Allrad lässt sich dann auch die Siebengang-S-tronic (1950 Euro) ordern.
Bild: Ronald Sassen
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Ausstattung: Nehmen Sie die Basis – damit stehen Ihnen alle Optionen des Katalogs offen. Die neuen Ausstattungslinien "design" oder "sport" lohnen sich nur, wenn Sie tatsächlich auch auf die darin verpackten Extras zur weiteren Individualisierung Wert legen. Extras: Lohnenswert ist das Komfortpaket für 1800 Euro, u.a. mit Multifunktionslenkrad, ...
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
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... Bordcomputer und Parkpiepsern hinten. Noch besser parken Sie mit dem Parkassistenten für 890 Euro und sparen Sie 300 Euro gegenüber der Rückfahrkamera.
Bild: Ronald Sassen
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Für Musik vom Smartphone oder USB-Speicher raten wir zudem zur Musikschnittstelle samt Kabeln für 300 Euro. Die Akustikfrontscheibe (105 Euro) reduziert Lärm. Das Panoramadach (1260 Euro) lässt sich im vorderen Bereich öffnen und sieht chic aus.
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD
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Unser Favorit: der Audi Q3 2.0 TDI quattro (110 kW) mit einem Listenpreis ab 33.950 Euro. In den meisten Garagen kann es nur einen geben. Und so verführerisch der RS Q3 ist – er sprengt Budgets oder Bandscheiben oder beides. Aber mit dem 2.0 TDI quattro mit 150 PS und ein paar Verwöhnextras bleiben Sie noch deutlich unter 40.000 Euro.
Bild: Ronald Sassen
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Und hier noch ein Blick auf mögliche Ausstattungen des Audi Q3. Starten wir beim Interieur: Die Stoffpolster Initial schwarz ...
Bild: Werk
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... und Inspiration schwarz sind Standard. Leder/Kunstleder-Mischpolster kosten 850 Euro, ...
Bild: Werk
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... Alcantara/Leder kostet 1200 Euro (nur mit Sportsitzen). Ab 1650 Euro plus Sitzheizung nehmen Sie auf Leder Platz. Nappa kostet noch einmal 300 Euro mehr. Erhältlich sind die Ausführungen Feinnappa rotorgrau, ...
Bild: Werk
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... Feinnappa madrasbraun ...
Bild: Werk
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... und Feinnappa kastanienbraun.
Bild: Werk
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Die verschiedenen Dekorelemente für den Innenraum starten ab 225 Euro. Foto: Monometallic.
Bild: Werk
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Aluminium Tangente gibt's exklusiv für die "design"-Ausstattung (1900 Euro).
Bild: Werk
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Für verschiedene Edelhölzer – hier Nussbaumwurzel balsamicobraun – berechnet Audi 925 Euro.
Bild: Werk
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Bei den Lacktönen gehen Schwarz oder Weiß aufs Haus. Metallic- und Perleffekttöne ...
Bild: Werk
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... kosten 670 Euro, Ausnahme: Daytonagrau Perleffekt (2300 Euro). So viel kosten auch individuelle Farbwünsche. Neben Misanorot Perleffekt ...
Bild: Werk
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... stehen auch die Farbtöne Hainanblau Metallic, ...
Bild: Werk
59/66
... Utopiablau Metallic, ...
Bild: Werk
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... Gletscherweiß Metallic, ...
Bild: Werk
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... Cuvéesilber Metallic ...
Bild: Werk
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... und Mythosschwarz Metallic zur Wahl.
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Und noch ein Blick ins Räder-Regal: Die Basis rollt auf 16-Zoll-Rädern. Diese 16-Zöller in 7-Arm-Design kosten 1000 Euro Aufpreis.
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Bei Bedarf können Sie auch 17, 18, 19 Zoll haben. In 16 und 17 Zoll bietet Audi zudem schneekettentaugliche Aluräder an. Foto: 17 Zoll im Y-Design für 550 Euro.
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Für 1650 Euro gibt es 18 Zoll messende Offroad-Räder.
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Das obere Ende der Preisskala markieren die 20-Zöller im Rotor Design für 3050 Euro.