Audi Q3 Facelift: Kaufberatung

Audi Q3 Facelift: Kaufberatung

Gesucht: Der beste Q3

Eigenständiger, stärker, bereit für Euro 6 und mit neuem Basisdiesel – das ist das Facelift des Audi Q3. Mit ein paar neuen Extras will Audi den Kunden zudem wieder zum König machen. Kaufberatung!
Im Jahr 2005 präsentierte Audi mit dem Q7 das erste SUV des Konzerns. Der durchgestylte Premium-Koloss war vom Start weg ein Erfolg. Die logische Konsequenz: Audi übertrug das Konzept drei Jahre später in die Mittelklasse. Und tatsächlich wurde der Q5 auf Anhieb zum Publikumsliebling. Auch 2014, sechs Jahre nach Marktstart, liegen seine Verkaufszahlen in Deutschland vor denen der Konkurrenten. Und weil aller guten Dinge drei sind, legte Audi 2011, drei Jahre nach dem Start des Q5, den Kompaktableger Q3 auf.

Video: Audi Q3 Facelift (2014)

Mehr Power für den Q3

Der hat in dem preissensibleren Segment zwar nicht ganz so leichtes Spiel mit seinen Konkurrenten, bildet aber dennoch eine wichtige Stütze für den Marktanteil der Marke Audi. Global machten die drei Q-Modelle 2014 fast ein Drittel aller verkauften Audi aus. Sozusagen als Jahresabschluss präsentierte Audi Ende 2014 den gelifteten Q3. Der gibt sich mit dem prägnanten Alurahmen um den Grill deutlich dynamischer und hebt sich klarer vom Q5 ab. Passend zum selbstbewussten Design hat Audi die Motoren gestärkt und im Verbrauch auf Euro 6 getrimmt. Wir haben den renovierten Q3 im Detail durchgecheckt. Mit den massiven Kunststoffplanken markiert der Q3 einen robusten Auftritt. Aber so outdoor wie er gern wäre, ist er leider nicht. Der vordere Böschungswinkel beträgt 18 Grad – identisch mit dem Wert des Technik-Zwillings VW Tiguan. Für den gibt es in der Ausstattung Track & Style aber zumindest eine geänderte Frontschürze mit einem Böschungswinkel von 28 Grad.
Überblick: Alles News und Tests zum Audi Q3
Diese Differenz macht den Track & Style-Tiguan deutlich geländetauglicher. Dem Q3 fehlt eine solche Option, dabei würde sie ihm gut stehen. Kombiniert mit dem auf Schnee richtig guten quattro-Antrieb, ließe sich sein Outdoorpotenzial steigern. So bleibt der Q3 beim robusten Look – und mit der neu eingeführten Ausstattung "sport" verschwindet der hinter wagenfarbenem Lack. Neu ist auch das Blech, das den Grill umschließt und bis an die neu gestalteten Scheinwerfer heranreicht. Damit wirkt der Q3 von vorn nicht mehr ganz so hochbeinig und lässt sich deutlich vom Q5 unterscheiden.

Audi Q3 Facelift: Kaufberatung

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In der Länge hat der Q3 drei Millimeter zugelegt, alle anderen Maße sind unverändert. Das Kofferraumvolumen bleibt bei 460 bis 1365 Litern – eher mäßig für diese Klasse. Der Tiguan lädt 1510 Liter, Ford Kuga und Honda CR-V knacken sogar locker die 1600-Liter-Marke. Mit den dicken Blechbacken am Heck verschenkt Audi ein bisschen Ladekapazität, die Innenbreite des Kofferraums schrammt knapp am Ein-Meter-Maß vorbei. Auch der Innenraum ist etwas verbaut, sorgt für ein enges Raumgefühl. Das liegt nicht am schwarzen Dachhimmel (235 Euro) unseres Fotoautos, sondern ist ein generelles Problem des Q3. Die massive Sitzkonsole trägt zwar die SUV-typisch hohe Sitzposition von mindestens 65 Zentimetern, zugleich sitzen Fahrer ab 1,85 innerhalb des Q3 so hoch, dass ihre Sicht durch das nach vorn gewölbte Dach trotz vorhandener Kopffreiheit eingeschränkt wird. Auf Langstrecken sorgt das für vermeintliche Schonhaltungen. Die Sitze des Q3 selbst sind aber schon in der Basisausstattung richtig gut. Trotzdem stellen die Sportsitze samt Lendenwirbelstütze und ausziehbarer Beinauflage für 550 Euro einen guten Kauf dar. Sie bieten etwas mehr Seitenhalt, sind aber noch immer komfortabel.
Fahrerisch bewegt sich der Q3 ganz nah an einem Kompakten, das ist eine seiner Stärken. Bedauerlich ist, dass es für die Zweiliterbenziner keine manuellen Getriebe gibt. Allen Automatikkäufern ist deshalb zur drive-select-Taste für 200 Euro geraten. Das Fahrdynamiksystem optimiert im Effizienzmodus dank variabler Schaltkennlinie den Verbrauch. Generell manipuliert es auch die Lenkunterstützung.

Motoren & Getriebe:  Alle Aggregate erfüllen die Euro-6-Norm

Mehr Dampf: Bis auf den 150-PS-Benziner sind mit dem Facelift alle Motorisierungen erstarkt.

Das Leistungsspektrum des Audi Q3 reicht von etwas mageren 120 Diesel-PS bis zu 340 Turbobenziner-PS im einzigen RS-Modell in Audis SUV-Flotte. Bis auf den 150-PS-Benziner sind mit dem Facelift alle Motorisierungen erstarkt und erfüllen die Euro-6-Norm. Neu ist der Einstiegsdiesel mit 120 PS. 1.4 TFSI cod (110 kW): Der Basisbenziner mit 150 PS und 250 Newtonmetern ist ein alter Bekannter, kommt aber jetzt mit Zylinderabschaltung daher. So reduziert Audi den Normverbrauch für die handgeschaltete Variante auf 5,5 Liter Super, mit der Sechsgang-S-tronic braucht der Q3 5,8 Liter. Weil beide Verbräuche die niedrigsten im Segment darstellen, verleihen die Ingolstädter ihrem Kompakt-SUV das ultra-Abzeichen. So viel Ökonomie lässt Audi sich entsprechend bezahlen, kassiert für den günstigsten Q3 mindestens 29.600 Euro, mit der S-tronic steigt der Preis um weitere 1950 Euro. Die wahrgenommenen Fahrleistungen lassen glatt vergessen, dass unter der Haube ein Triebwerk mit bescheidenen 1,4 Litern Hubraum steckt. Der 1,4 Tonnen schwere Q3 fährt agil, vor allem dank des kräftigen Drehmoments. Ab dem lang übersetzten vierten Gang geht ihm aber etwas die Puste aus. Die kleinste Motorisierung ist eine gute Wahl für Kunden, die nur selten ausgedehnte Autobahntouren unternehmen und sich eher im urbanen Umfeld tummeln. Auch Audis quattro-Antrieb ist für diesen Motor keine Option.
2.0 TFSI quattro (132 kW): Mehr Antrieb, mehr Hubraum, mehr Leistung – so einfach erklärt sich der 2.0 TFSI. Den gibt's aber nur in Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und ausschließlich als quattro. Diese beiden dicken Brocken zu je 1950 Euro machen das Gros der 6500 Euro Aufpreis zur Basismotorisierung aus. Dafür liefert der 180 PS starke Zweiliter die Langstreckenqualitäten, die dem 1.4 TFSI etwas abgehen. Der Allradantrieb des Q3 ist eine gängige Hang-on-Lösung, umgesetzt mit einer Lamellenkupplung, die je nach Schlupf die Kraft an die besser greifenden Räder einer Achse leitet. Damit ist eine Momentenverteilung von 90:10 bis 50:50 an Vorder- und Hinterachse möglich, während die elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) mittels Bremseingriffen eine Sperre zwischen den Rädern einer Achse simuliert.

Preise Audi Q3 (Benziner-Varianten)
1.4 TFSI cod 2.0 TFSI quattro (132 kW) 2.0 TFSI quattro (162 kW) 2.5 TFSI quattro
Basis (Schalter|Automatik) 29.600|31.550 Euro 36.100 Euro
design (Schalter|Automatik) 31.500|33.450 Euro 38.000 Euro 41.100 Euro
sport (Schalter|Automatik) 31.500|33.450 Euro 38.000 Euro 41.100 Euro
RS –|– Euro 56.600 Euro

Stärkstes Serienkompakt-SUV am Markt: Einfach weil sie es können, haben sie bei Audi den Fünfzylinder-TFSI im RS Q3 quer verbaut.

2.0 TFSI quattro (162 kW): Die zweite Ausbaustufe des gleichen Antriebsstrangs leistet 220 PS und 350 Newtonmeter. Für das Mehr an Performance – 0 auf 100 in 6,4 Sekunden (-1,2 s), Spitze 233 km/h (+16 km/h) – müssen Kunden tief in die Tasche greifen. Ab 41.100 Euro lässt sich der stärkere Zweiliter nach Herzenslust konfigurieren. Ein Teil seines Mehrpreises wird dadurch relativiert, dass er immer mit einer der beiden neuen Ausstattungslinien "design" oder "sport" kommt. Die kosten für alle Modelle 1900 Euro extra und bieten vor allem Individualisierungsoptionen mit kosmetischem Charakter. Ausführlich behandelt werden sie im Ausstattungskapitel. 2.5 TFSI quattro (250 kW): Einfach weil sie es können, haben sie bei Audi den Fünfzylinder-TFSI quer im Q3-Motorraum verbaut, Sportfahrwerk, größere Bremsen und 19-Zöller zugegeben und die Lufteinlässe der Frontschürze weit aufgerissen. Fertig ist das stärkste Serienkompakt-SUV am Markt – RS Q3. Nur die leicht erhöhte Sitzposition erinnert regelmäßig daran, dass man in einem SUV sitzt. Dank des starken Motors in Verbindung mit dem Allradantrieb ist man jederzeit souverän unterwegs. Mit 340 PS sprintet er in 4,8 Sekunden auf hundert, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert. Dabei klingt der Fünfzylinder einfach betörend. Kehrseite der Medaille: Bei so viel Sportlichkeit bleibt – speziell auf schlechten Straßen – der Komfort auf der Strecke. 2.0 TDI (88 kW): Der Basisdiesel ist ganz neu in der Motorenpalette und war für uns leider noch nicht erfahrbar. Auf Grund seiner technischen Parameter dürfte er sich bei mehr Drehmoment (290 Nm), aber weniger Leistung (120 PS) analog zum Einstiegsbenziner mit 150 PS verhalten. Dieses Modell platziert sich 50 Euro unter der magischen 30.000er-Marke. 2.0 TDI ultra (110 kW): Den 150-PS-TDI gibt's in drei Ausführungen. Als ultra-Variante (ab 32.100 Euro) verbraucht er nach Norm nur 4,4 Liter; 16-Zoll-Aluräder und die mit dem S-line-Sportfahrwerk einhergehende Tieferlegung um zwei Zentimeter sind hier obligatorisch. Dem Fahrkomfort tut dieses Fahrwerk (sonst 565 Euro) keinen Abbruch.

Preise Audi Q3 (Diesel-Varianten)
2.0 TDI (88 kW) 2.0 TDI ultra (110 kW) 2.0 TDI (110 kW) 2.0 TDI quattro (110 kW 2.0 TDI quattro (135 kW)
Basis (Schalter|Automatik) 29.950 Euro 32.100 Euro 32.000 Euro 33.950|35.900 Euro – | –
design (Schalter|Automatik) 31.850 Euro 33.900 Euro 35.850|37.800 Euro 37.900|39.850 Euro
sport (Schalter|Automatik) 31.850 Euro 33.900 Euro 35.850|37.800 Euro 37.900|39.850 Euro
RS – | – – | –
2.0 TDI/quattro (110 kW): Bei Verzicht auf die ultra-Klassifizierung sparen Sie 100 Euro und können auf alle Optionen zugreifen. Das manuelle Sechsganggetriebe ist fein gestuft, die Schaltkulisse aber weitläufig. Das Einlegen der Gänge erfolgt hörbar; auch der Motor dröhnt etwas in den Innenraum hinein. Das ändert sich beim Umstieg in das 1950 Euro teurere quattro-Modell. Technisch erklärt sich das mit unterschiedlichen Freiheitsgraden der Lager und einer zusätzlichen Stabilisierung durch den Allradantrieb. 2.0 TDI (135 kW): Der 184-PS-Diesel merzt die zarten Schwächen der kleineren Leistungsstufe elegant aus, ist aber ausschließlich als quattro konfiguriert. Und wie beim Spitzenbenziner wird der Kunde zum Zwangsabnehmer eines preistreibenden "design"- oder "sport"-Pakets.

Ausstattung: Linien "design" und "sport" rechnen sich eher nicht

Die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe (490 Euro) wurde von Q3-Käufern angeregt. Für 390 Euro öffnet sie statt per Taste mit Komfortschlüssel.

Facelifts heißen in Audis Marketingsprache Produktaufwertungen und gehen meist mit Preiserhöhungen einher. Selbige beträgt beim Basisbenziner 700 Euro, bei allen anderen Motorisierungen fällt sie deutlich höher aus. Dafür gibt es neben kosmetischer Überarbeitung mehr Leistung für alle Motoren. Lediglich der 1.4 TFSI bleibt 150 PS stark – verfügt nun aber über die spritsparende Zylinderabschaltung. Außerdem geändert: die Leuchtengrafik – ein Klassiker der Facelift-Literatur. Audi hat allerdings auch die Lichttechnik renoviert, Xenonlicht ist jetzt Teil des Serienumfangs. Im Kofferraum gibt es statt der schlecht ausbaubaren Hutablage nun ein flexibles Rollo. Damit hat Audi auf wiederholten Kundenwunsch reagiert. Auch die erst mit dem Facelift verfügbare elektrisch öffnende und schließende Heckklappe (490 Euro) wurde von Q3-Käufern angeregt. Die Klappe lässt sich per Taste in der Fahrertür oder für weitere 390 Euro mit dem Komfortschlüssel öffnen. Ein Sensor zur Öffnung via Fußgeste ist nicht im Angebot.

Audi Q3 Facelift (2014): Fahrbericht

Audi Q3   !!!Sperrfrist!!!Audi Q3   !!!Sperrfrist!!!Audi Q3   !!!Sperrfrist!!!
Wie bei Audi üblich wird keine Motorisierung von den Katalogoptionen ausgeschlossen. Für das Kraftpaket RS stehen aber ein paar zusätzliche Wahlmöglichkeiten – spezielle 20-Zoll-Räder, Carbondekor – zur Wahl. Eine weitere Neuerung sind die Linien "design" und "sport" – beide kosten je 1900 Euro Aufpreis. Die nützlichsten Zutaten beider Pakete – 17-Zoll-Aluräder (550 Euro), Audi drive select für die Anpassung des Fahrcharakters (200 Euro), Bordcomputer (245 Euro), Lendenwirbelstütze (265 Euro) – kosten zusammen unter 1300 Euro. Im "sport"-Paket stecken noch die 550 Euro teuren Sportsitze, für die bei "design" nur 285 Euro aufgeschlagen werden. Jeder zusätzliche Euro ist Geschmacksache, daher rechnen sich die Linien unserer Meinung nach nicht. Bedenkenlos zugreifen können Sie beim Komfortpaket (1800 Euro). Dessen Preisvorteil beträgt 625 Euro und bringt Ihnen u.a. die Einparkhilfe hinten (400 Euro) und eine Sitzheizung für die Vordersitze (340 Euro). Mit dem ebenfalls enthaltenen MMI Radio, dem Lenkrad mit Bedientasten und dem Bordcomputer sind Sie zudem für das Navigationspaket (1160 Euro) gewappnet. Aber dem jugendlich wirkenden Q3 wird auch ein mobiles Navi gerecht.

1190 Euro für die kleine Linse – dafür parken Sie deutlich bequemer ein. Leider ist sie unverdeckt und neigt daher zur Verschmutzung.

Das modern klingende "Connectivity-Paket" kombiniert die Bluetooth-Anbindung (300 Euro) und Audis Schnittstelle für externe MP3-Spieler (245 Euro) mit einem einzeln nicht verfügbaren Speicherkartenleser für 570 Euro. Der Kauf zweier zusätzlicher Kabel für iPhone oder USB-Anschluss (55 Euro) ist obligatorisch, mit oder ohne Paket. Wir empfehlen, beide Schnittstellen separat zu wählen – Bluetooth ist zudem Bestandteil des Komfortpakets. Für die beiden Sicherheitsassistenten schnürt Audi kein Paket. Der Totwinkelwarner kostet 500, der Spurhalteassistent 600 Euro. Letzterer greift in die Lenkung ein, wenn die Sensorik erkennt, dass der Fahrer eine Fahrbahnmarkierung unbeabsichtigt zu überfahren droht. In Verbindung mit Navigation plus (2390 Euro) erkennt die Kamera des Assistenten auch Verkehrszeichen. Unbedingt empfehlenswert ist der Anfahrassistent für 80 Euro – er blockiert das gebremste Fahrzeug von sich aus so lange, bis der Fahrer wieder Gas gibt. In Verbindung mit den Automatikgetrieben steigert dies den Fahrkomfort erheblich. Und an der Ampel freut sich Ihr Hintermann, wenn Sie den Fuß von der Bremse nehmen. Beim Parken unterstützt Audi in fünf Stufen: Die hinteren Parkpiepser lassen sich um vordere ergänzen (780 Euro). Wollen Sie eine Kamera dazu, die Hilfslinien anzeigt, berechnet Audi 1190 Euro. Oder Sie vertrauen dem Parkassistenten und kontrollieren nur Bremse und Gas – 890 Euro. Kamera und Parkassistent gibt es auch zusammen – für 1300 Euro.
Weitere Infos zum Audi Q3 sowie unsere konkreten Kaufempfehlungen finden Sie oben in der Galerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es hier:

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