Die Campingbranche ist so bunt wie nie. Neben herkömmlichen Ausbauten für den breiten Geschmack haben große Hersteller und kleine Manufakturen aus ganz Europa auch vollkommen außergewöhnliche Reisemobile mit nach Stuttgart auf die CMT 2023 gebracht – und das in allen Größen.

Ahorn Van 620 by Irmscher: Tuning-Upgrade für den Van

Nachdem die pfälzische Camper-Schmiede Ahorn bereits auf dem Caravan Salon einen Campingbus mit Parts von Tuning-Spezialist Irmscher vorgestellt hat, folgt jetzt der große Bruder.
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Der Ahorn Van 620 by Irmscher basiert auf dem Renault Master und wirkt mit seinem Frontspoiler, dem schwarz lackierten Kühlergrill, der Sonderbeklebung, den schwarzen 18-Zoll-Felgen, dem Lederlenkrad und den gelben Steppnähten an Lenkrad und Polstern besonders cool.
Ahorn Irmscher Innen - CMT 2023
Ahorn Van 620 by Irmscher: vorne richtig bullig und dazu noch mit auffälligen Neon-Akzenten.
Das Smart-Management-System, mit dem das bunte Lichtkonzept sowie alle elektrischen Geräte im Van per App gesteuert werden können, kommt bei Ahorn erstmals vom Start-up Revotion.
Den 6,22 Meter langen Ahorn Van 620 by Irmscher gibt es als limitierte Edition, die weniger als 100 Fahrzeuge umfasst. Wer sich den ungewöhnlichen Van sichern will, der sollte also schnell sein. Der Startpreis liegt bei 85.566 Euro. Camper, die gleich auf der CMT unterschreiben, bekommen den Irmscher-Van zum Sonderpreis von 79.900 Euro.

San Berlino: Mini-Liner mit Luxus-Ausstattung

"Der kleinste Liner der Welt": So bezeichnet das Vater-Sohn-Gespann Nowara aus Heitersheim, das den San Berlino erdacht hat, sein Fahrzeug selbst. Und tatsächlich wirkt der Camper auf den ersten Blick wie ein zu heiß gewaschenes Luxusmobil. Mit diesem Segment hat der Mini-Liner sogar erstaunlich viel gemeinsam, etwa das Bus-Chassis als Basis.
Nowara San Berlino
San Berlino: Der laut Hersteller "kleinste Liner der Welt" punktet vor allem mit seiner Dachterrasse.
Statt eines Reisebusses steckt allerdings ein türkischer Kleinbus namens Karsan Jest im San Berlino – der Antrieb wiederum stammt von Fiat. Auf Spülmaschine, Backofen, Dachterrasse, Induktionsherd, Außenküche und bis zu sechs Schlafplätze müssen verwöhnte Camper trotzdem nicht verzichten, denn die sind allesamt an Bord. Ab 94.900 Euro wird man stolzer Besitzer des kleinen Liners.

VW ID.Buzz: Vorreiter sein mit einem Elektrocamper

Der VW ID.Buzz polarisiert die Campingszene. Sicher ist jedoch, dass ein campingtauglicher E-Bulli derzeit noch ein echter Hingucker auf dem Stellplatz ist, denn bis auf ein paar Campingboxen ist das Angebot rar.
Die Ersten, die sich an einen richtigen Ausbau samt Hubdach gewagt haben, sind die Entwickler von Alpincamper. Besonders ist, dass die Campingelemente perfekt zum ID.Buzz passen: optisch eine Hommage an die frühen Bulli-Camper, doch technisch auf dem neuesten Stand.
Alpine Camper IDBuzz Aufstelldach - CMT 2023
Gesehen bei Alpincamper: der erste VW ID.Buzz mit Hubdach.

Vor allem das kleine Hubdach, die karierten Polsterbezüge und die Möbel in fröhlichem Lindgrün gepaart mit Naturholzoptik sorgen für Nostalgie. Fossile Brennstoffe gibt es im Alpincamper ID.Buzz dafür nicht mehr. Heizung, Herd und die Kühlschublade unter der Sitzbank laufen mit Strom und werden von einer Solaranlage gespeist, die bei Bedarf erweitert werden kann.
Da es sich bei dem Modell auf der CMT noch um einen Prototyp handelt, gibt es noch keinen genauen Preis. Dass der Alpincamper ID.Buzz aber mindestens 80.000 Euro kosten wird, ist sicher.

StorkCamper: geländetauglich campen 

Auch wenn die Reise nur von Hamburg nach Zingst geht: Mit einem Pick-up samt Absetzkabine wirkt man als Camper immer wie ein lässiger Weltreisender. Neugierige Blicke sind da garantiert, vor allem bei einer so ungewöhnlichen Kabine wie der von StorkCamper.
StorkCamper
Pick-ups mit Absetzkabinen wie der von StorkCamper werden immer beliebter. Sie sind auf den Campingplätzen allerdings noch so rar, dass man damit definitiv auffällt.
Die junge Firma aus Istanbul hat eine kompakte Wohneinheit mit Aufstelldach für die Ladefläche von Pick-ups entwickelt. Das bringt besonders in Sachen Fahrdynamik und Geländegängigkeit einen großen Vorteil gegenüber herkömmlichen, festen Kabinen: Diese sind zwar ganzjahrestauglich, verlagern wegen ihres Gewichts und ihrer Bauweise aber den Schwerpunkt des Fahrzeugs sehr weit nach hinten und oben.
Küche mit Herd, Spüle und Kühlschrank sind im StorkCamper aber ebenso verbaut wie ein ausziehbares Bett, eine Sitzgruppe und auf Wunsch auch eine Heizung. Die Kabine, die bei Bedarf in kurzer Zeit auf Streben abgesetzt und stehen gelassen werden kann, gibt es je nach Ausstattung ab 17.000 Euro. Sie passt auf alle in Europa üblichen Pick-ups. (CMT 2023: unsere persönlichen Messe-Highlights!)

Knaus Tourer CUV: neue Evolutionsstufe für den Bulli

Das Konzept des Knaus Tourer CUV auf VW T6.1 ist eigentlich nichts Neues. Ein Reisemobil auf VW-Bus-Basis mit GFK-Aufbau hinter dem Fahrerhaus hatte der Knaus bereits Anfang der 90er-Jahre mit dem Traveller auf VW T4 im Programm.
Die nächste Evolutionsstufe des Bulli-Campers ist allerdings ein echter Hingucker: Auf dem Campingplatz angekommen, wird nämlich das komplette Dach des flachen Aufbaus elektrisch um 70 Zentimeter nach oben gefahren, um Stehhöhe im Fahrzeug zu schaffen. Dabei bietet der Tourer CUV mit Bett, Küche, Sitzgruppe, Bad und Stauraum alles, was herkömmliche Reisemobile auch haben – nur ein bisschen anders.
So macht sich das Badezimmer mit einem ausgeklügelten Hubmechanismus während der Fahrt besonders klein. Die Dachschränke bestehen aus Stofftaschen, die an verschiebbaren Paneelen fixiert werden. Der ungewöhnlichen Bulli-Camper mit Hubdach ist in zwei Grundrissen ab 80.790 Euro erhältlich.

TS Buscamp Tipi XL: das Beste aus Camper und Bus

In den USA ist ein ausgebauter Schulbus schon lange nichts Besonderes mehr. Doch in Deutschland sieht man Camper mit Bus-Elementen eher selten. Daher gehört der TS Buscamp Tipi XL definitiv zu den auffälligsten Campern auf dem Platz. Er vereint die kompakten Maße des Fiat Ducato mit einer XXL-Panorama-Busscheibe, einem durchgehenden Boden und extra viel Stehhöhe.
TS Buscamp Tipi XL
Die große Panoramascheibe des TS Buscamp Tipi XL fällt sofort ins Auge. Im Innenraum wurde ein Hubbett montiert, um den Platz optimal auszunutzen.
Auch der Grundriss ist außergewöhnlich. Das Badezimmer wird als kompletter Raum ausgezogen, und über der großen Hecksitzgruppe im Heck wird nachts das Hubbett elektrisch heruntergefahren. All diese Elemente sorgen für ein luftiges Raumgefühl, das wir so bisher in keinem Kastenwagen gesehen haben.
Der Tipi XL kommt ab Werk mit 160-PS-Diesel und Automatikgetriebe, die Ausstattung ist üppig. Preis: ab 114.850 Euro. (Überblick: die coolsten Neuheiten der CMT 2023 Stuttgart!)