Wenn der Wetterbericht Kälte, Schnee und Eis in Aussicht stellt, sollte das Auto darauf stets vorbereitet sein. AUTO BILD erklärt, worauf Autofahrer in den kalten Monaten besonders achten sollten.

1. Fahrzeugbeleuchtung

Die Scheinwerfer sollten nicht nur funktionieren, sondern auch richtig eingestellt sein. Sind die Leuchten falsch eingestellt, wird entweder die Fahrbahn nicht richtig ausgeleuchtet oder der Gegenverkehr geblendet – beides ist gefährlich. Zudem sollten Sie vor jeder Fahrt prüfen, ob die Scheinwerfer sauber sind. Gerade Spritzwasser, Schnee und Matsch verdrecken die Leuchten schnell, dadurch nimmt ihre Leuchtkraft ab.

2. Bereifung

Bei kalten Temperaturen sind die richtigen Reifen das A und O. Das heißt konkret: Das Auto muss mit Winterreifen oder wintertauglichen Ganzjahresreifen ausgestattet sein. Zu erkennen sind sie am Alpine-Symbol. Ältere Reifen haben noch die M+S-Kennzeichnung, sie dürfen aber noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit den falschen Reifen erwischt wird, muss mit mindestens 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. 

Auto winterfest machen

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Außerdem wird die Sicherheit gefährdet: Sommerreifen haben eine härtere Gummimischung als Winterreifen, außerdem fehlt die Lamellenstruktur, die bei Winterreifen für die nötige Traktion sorgt. Sommerreifen drehen auf glatten Straßen also deutlich schneller durch und haben längere Bremswege. Sobald die Temperaturen unter sieben Grad fallen, können Winterreifen ihre Stärken ausspielen, daher sollte man spätestens dann wechseln. Mehr dazu, wann man auf Winterreifen wechseln sollte, lesen Sie hier.
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Berg mit Schneeflocke: Das Alpine-Symbol kennzeichnet wintertaugliche Reifen.

3. Bremsen

Bei Glätte und Schnee sind einwandfrei funktionierende Bremsen besonders wichtig. Daher sollten sie vor dem Winter einmal überprüft werden. Der perfekte Anlass dafür, ist der Reifenwechsel. Dabei lässt sich einfach prüfen, ob Bremsscheiben und -beläge noch in Ordnung sind. Leichter Rost auf den Scheiben bremst sich in der Regel runter. Die Scheiben sollten aber ansonsten glatt sein. Sind Riefen oder Rillen zu erkennen, müssen die Beläge erneuert werden. Außerdem sollte der Stand der Bremsflüssigkeit gecheckt werden. Bei zu wenig Bremsflüssigkeit sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen, das ist ein Zeichen, dass die Bremsklötze verschlissen sind oder es möglicherweise ein Leck gibt. Mehr dazu, wie Sie verschlissene Bremsen erkennen, lesen Sie hier

4. Kühlerfrostschutz

Ist im Kühlwasser nicht genug Frostschutz vorhanden und es friert ein, kann das komplette Kühlsystem zerstört werden. Im schlechtesten Fall drohen sogar Motorschäden. Deswegen sollte unbedingt vor dem ersten Frost das Kühlwasser überprüft werden. Das geht ganz einfach mit einer Kühlwasser-Spindel aus dem Kfz-Zubehör. Bei der Messung sollte sie mindestens minus 20 Grad anzeigen, ansonsten muss Frostschutz ergänzt werden. Wichtig: Stellen Sie bei der Prüfung des Kühlwassers fest, dass der Stand deutlich zu niedrig ist, sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen. Der Kühlwasserkreislauf ist geschlossen. Zwar können geringe Mengen mit der Zeit über Verdunstung verloren gehen, doch bei einem größeren Verlust, liegt möglicherweise ein Schaden vor.

5. Wischwasser

Auch beim Wischwasser ist natürlich auf Frostschutz zu achten. Ansonsten frieren die Leitungen zu und nehmen im schlimmsten Fall sogar Schaden. Deswegen sollten Sie unbedingt vor Einbruch des Winters das Wischwasser wechseln und durch einen Winter-Scheibenreiniger ersetzen. Am einfachsten anzuwenden sind Fertigmischungen – sie werden einfach in den Tank gefüllt. Konzentrate müssen verdünnt werden. Dabei unbedingt auf das richtige Verhältnis achten, ansonsten leidet die Reinigungsleistung. Von Hausmitteln wie Spiritus nehmen Sie besser Abstand, er hinterlässt Schlieren und verschlechtert die Sicht

6. Autobatterie

Wenn einem ohnehin schon angeschlagenen Akku auch noch die Kälte zusetzt, springt der Wagen nicht mehr an. Deswegen denken Sie am besten schon im Herbst daran, ihre Autobatterie zu pflegen. Mit einem Batterietester können Sie die Spannung überprüfen. Liegt sie bei 12,6 Volt oder niedriger, ist die Autobatterie schon angeschlagen, sie sollte schnellstmöglich an ein Ladegerät angeschlossen werden. Gerade wenn häufig Kurzstrecken gefahren werden, sollte die Batterie regelmäßig aufgeladen werden, um dem Totalausfall vorzubeugen. Weitere Pflege-Tipps für die Autobatterie, gibt es hier.
Ladegerät von AEG kann oft auch tiefentladene Akkus retten
Gerade Kurzstrecken-geplagte Akkus sollten mit einem Ladegerät gepflegt werden.

7. Dichtungen

Damit die Türgummis und -dichtungen nicht porös werden, sollten sie spätestens kurz vor Wintereinbruch mit Pflegemitteln behandelt werden. Besonders gut eignen sich Produkte mit Hirschtalg. Sie halten die Gummis geschmeidig. Plus: Wenn Sie Türgummis damit einfetten, frieren die Türen nicht fest. In der Regel lassen sie sich dann auch bei Frost leicht öffnen.
Weitere Themen: Eiskratzer im Vergleich