Wichtige Import-Infos AUTO BILD sagt, wie Sie günstig an US-Importautos rankommen, und worauf Sie achten müssen. So holen Sie das US-Schnäppchen nach Deutschland:
• Auto beim US-Graudealer kaufen, (Adressen siehe unten).
• Deutsche Reederei suchen, deren US-Agenten anschreiben.
• Auto vom Agenten abholen und zum Hafen bringen lassen. Der Agent erledigt alle US-Formalitäten.
• Deutsche Zollabwicklung der deutschen Spedition übergeben, die das Auto nach Hause liefert.
• Auto erst zum Umrüster und dann zum TÜV bringen.
• Nach TÜV-Abnahme das Auto mit allen Papieren und Genehmigungen anmelden.

Darauf müssen Sie achten

Autokauf in den USA
Unglaublich aber wahr: Beim Subaru Legacy sparen Sie 40,1 Prozent.
1. Lichtanlage: In den USA arbeiten die Rückleuchten auch teilweise als Blinker. Ein Umrüster kann diese Kombination in der Regel umbauen. Ausnahme: der Audi A5. Seine Steuergeräte sind speziell für die USA programmiert. Wird so ein US-A5 an einen deutschen Werkstattrechner angeschlossen, erkennt der Audi-Zentralrechner in Ingolstadt, dass das Auto für den amerikanischen Markt gebaut wurde und verweigert fortan das Überspielen von Software. Der Umrüster muss deshalb den Bordcomputer so austricksen, dass er die neuen Blinker und Rückleuchten getrennt ansteuert. Ärgerlich: Der umprogrammierte A5 darf danach nie wieder an einen Audi-Werkstattrechner angeschlossen werden. Denn der macht in so einem Fall alle neuen Programmierungen rückgängig, und die deutsche Zulassung erlischt sofort.
2. Abgasnorm: Die Abgasanlage der US-Importfahrzeuge muss beim Umrüster auf die deutsche Abgasnorm umgebaut oder umprogrammiert werden. Das ist für einen Profi kein Problem.
3. Radio und Navi: US-Radios funktionieren bei uns nur schlecht, sie müssen gegen europäische Geräte getauscht werden. Navis können teilweise umprogrammiert werden.

So hat AUTO BILD gerechnet

Der Preis für das zulassungsfertige Importauto ergibt sich aus dem US-Listenpreis plus Gebühren, Fracht, Steuern und den Kosten der Umrüstung auf deutsche Standards. Die Provision für den sogenannten Graudealer in den USA wird fällig, weil man nur über sie Autos nach Europa holen kann. Amerikanische Vertragshändler verkaufen keine Neuwagen an Kunden ohne US-Anschrift. Für den Preisvergleich haben wir ein deutsches Basismodell mit identischer Motorisierung inklusive Extras nach deutscher Aufpreisliste zusammengestellt. Also: Basispreis plus die im US-Modell enthaltene Ausstattung nach deutscher Preisliste. Die Differenz zwischen dem ausstattungsbereinigten deutschen Preis und dem Preis des zulassungsfertigen US-Imports ergibt den Preisvorteil. Der Preis des deutschen Autos enthält auch die Überführungskosten, die wir pauschal mit 650 Euro angesetzt haben.

Adressen und Ratgeber

Neue und gebrauchte US-Schnäppchen für den Selbstimport finden Sie unter www.autotrader.com, www.exporttrader.com, www.usimportcheck.com, www.automallusa.net. Wer den Selbstimport scheut, kann das gefundene Auto auch von einem Importeur gegen Provision nach Deutschland holen lassen. Unter www.uscars24.de oder Tel. 02 02-60 00 50 gibt es Hilfe vom Kauf bis hin zur Zulassung. Die Firma organisiert auch Importe und die Umrüstung auf deutsche Zulassungsstandards.
Fachliteratur: US-Importratgeber, Viking Media GmbH, Tel. 0 48 02-12 84, 19,80 € (broschiert), 14,80 (als PDF), www.viking-media.de.