Mercedes hat den F 015, Audi den A7 Piloted Driving Concept, auch Ford und Toyota sind beim autonomen Fahren schon recht weit. Nun will Nissan nachziehen – und holt sich dabei Hilfe von ganz oben. Die Japaner und die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA haben eine fünfjährige Kooperation vereinbart. Sie soll zur Erforschung und Entwicklung eines selbstfahrenden Autos bis spätestens 2020 führen. Ende 2013 hatte der Stromer Nissan Leaf als erstes Auto in Japan die Lizenz zum Fahren ohne Fahrer erhalten.
Die Herausforderungen im Weltraum und auf der Erde hätten durchaus Parallelen, sagte Nissan-Chef Carlos Ghosn zur vereinbarten Zusammenarbeit. Die Partnerschaft werde helfen, die Entwicklung einer sicheren und zuverlässigen Nissan-Technologie zu beschleunigen. Zunächst soll ab Ende 2015 im Ames-Forschungszentrum der NASA in Kalifornien mit einer ganzen Fahrzeugflotte getestet werden. Die Tests sollen zum einen die Machbarkeit einer Fernsteuerung beim Transport von Materialien, Gütern und Menschen demonstrieren, wie Nissan es ausdrückte. Der NASA sollen sie zum anderen Erkenntnisse für die Steuerung eines planetaren Geländewagens von einer Bodenstation aus liefern.