Menschen, die von sämtlichen aktuell erhältlichen Autos von der Stange gelangweilt sind, dürfen sich jetzt freuen. Aus Italien kommt der Aznom Palladium. Und der ist so drüber, dass er gerade deswegen in Asien und im Nahen Osten seine Abnehmer finden könnte. Die Optik erinnert an die aktuellen Modelle aus dem Hause Rolls-Royce – und das dürfte Absicht sein. Im Unterschied zu den feinen Gentleman-Karossen aus Großbritannien setzt der Palladium aber nicht auf Understatement, sondern auf maximale Aufmerksamkeit.

Der Aznom Palladium basiert auf einem amerikanischen Pick-up

Aznom Palladium
Mächtiger Auftritt: Unter dem einzigartigen Äußeren des Aznom Palladium steckt ein Dodge Ram 1500.
Bild: AZNOM
Unter dem Blech steckt nicht die fein austarierte Basis einer Luxuslimousine eines etablierten Premiumherstellers. Stattdessen baut der Aznom Palladium auf einem amerikanischen Pick-up auf. Konkret handelt es sich um einen Ram 1500 mit 5,7 Liter großem V8. Dessen serienmäßige Leistung reichte den italienischen Karossiers aber nicht aus. Also spendierten sie einen Biturbo, der die Leistung auf gewaltige 710 PS anhebt. Das maximale Drehmoment beziffert der Hersteller mit mächtigen 950 Nm. Dank Allrad soll der Sprint auf 100 km/h in 4,5 Sekunden möglich sein, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h.

Gemütliches Sofa im Fond

Aznom Palladium
Im Fond des eigenwilligen Aznom Palladium geht es luxuriös zu. Vor allem die Platzverhältnisse fallen auf.
Bild: AZNOM
Wirft man einen Blick in den Innenraum, stellen sich gemischte Gefühle ein. Die erste Reihe wirkt wie ein Pick-up-Cockpit, das mit viel Leder und reichlich Bling-Bling veredelt wurde. Ein anderes Bild zeigt der Fond. Dort wartet ein gemütliches Sofa auf die Passagiere – und drumherum herrschen Platzverhältnisse wie in einer speziell angefertigten Präsidentenlimousine. Für das passende Luxusambiente sorgen Holz- und Metallapplikationen sowie eine offenbar aufwendig gemachte Beleuchtung. Auf der Ausstattungsliste stehen unter anderem zwei getrennt voneinander arbeitende Klimaanlagen, ein Kühlschrank, mehrere iPads und ein Soundsystem von Harmann Kardon.

Die Optik des skurrilen Italieners ist Geschmackssache

Aznom Palladium
Das Heck fährt aus wie eine Schrankschublade. Viel Gepäck dürfte hier kaum transportiert werden.
Bild: AZNOM
Das auffälligstes Merkmal des Palladium ist aber natürlich seine Optik. Die Macher setzen auf eine gehörige Portion Kitsch. Die Schnauze holt sich ihre Inspiration offenbar beim Rolls-Royce Cullinan. Richtig einzigartig machen den Aznom aber die kleinen Fenster in den C-Säulen und das gewöhnungsbedürftige Fließheck, das die Ladefläche des Pick-ups überspannt. Die hintere Klappe hat Aznom gegen eine Gepäckschublade getauscht, die aus dem Heck ausfährt. Zehn Fahrzeuge sollen in Handarbeit gebaut werden. Zum Preis gibt es keine Angabe.