BMW 1er (2019) im ersten Test

BMW 1er (2019): Test, Motor, Preis

BMW 118i: So fährt der Basis-1er

Durchstarten in München: Der BMW 118i markiert ein neues Kompakt-Kapitel und den Einstieg in die Markenwelt. Ein Kurztest.
Die Champions League beherrschen sie ja, die Bayern. Aber wie steht's um die Nachwuchsarbeit? Wir reden hier nicht vom FC, sondern von BMW. Bei denen läuft ganz aktuell der kompakte 1er auf. Mit seinen 140 PS aus einem 1,5-Liter-Dreizylinder und bei Preisen ab 28.200 Euro ist der als 118i die günstigste Münchner Neuverpflichtung der Saison. Mal sehen, was der Bursche draufhat. Anders gesagt: Entscheidend ist aufm Parkplatz. Und auf der Straße.

Nur vorne sitzt man im 1er annähernd perfekt

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Duell der Premium-Kompakten

Bei der Raumaufteilung hatten wir ehrlich gesagt mehr Talent erwartet. Immerhin spielt der neue 1er jetzt ein modernes Frontmotor-Quersystem. Vorn bleibt es damit bei angenehmen Platzverhältnissen und der annähernd perfekten Sitzposition, ergänzt um ein hoch funktionales Cockpit. Probleme gibt's im Rückraum. Der leicht gewachsenen Beinfreiheit steht weniger Luft überm Scheitel gegenüber. Schade eigentlich. Dafür handelt es sich beim neuen 1er um einen sehr intelligenten Spieler. Er versteht auch Kommandos wie "Spiele Delta-Radio" oder "Stell die Klimaanlage auf 23 Grad". Und bei letztgenannter Aufforderung weiß er auch, ob der Fahrer allein oder in Begleitung fröstelt.

Bei den Fahrleistungen gibt es nichts zu meckern

Mit seinem 140 PS starken Dreizylinder geht der 118i in 8,5 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 213 km/h.

Auch die Fitnesswerte des Basis-1ers stimmen auf jeden Fall und sorgen bei uns für ein Lächeln. Die 140 PS lassen den mit 1417 Kilo gut trainierten Bayern munter über den Platz toben. In 8,5 Sekunden soll der 118i den Sprint auf Tempo 100 erledigen, Konter fährt er mit bis zu 213 km/h erfreulich fix. Für die erste Mannschaft der Bayern empfiehlt sich die Nachwuchshoffnung trotzdem nicht. Dazu fehlt ihm dann doch zu viel der allseits sehr geschätzten Münchner Profiausrüstung. Im Spielbetrieb wird schnell klar, dass der 118i einen nicht unerheblichen Teil seiner Ausbildung beim Trainingspartner Mini absolviert hat. Die technische Basis (UKL2, also untere Klasse 2) teilt er sich nämlich nicht nur mit 2er, X1 und X2, sondern auch mit Mini Club- und Countryman.

Einstiegspreis und Verbrauch sind eher unbescheiden

Mit 28.200 Euro gehört der 118i zu den teureren Basis-Modellen der Kompaktklasse – und er ist durstig.

Deswegen rubbelt der 1er bei Nässe auch schon mal mit scharrenden Vorderrädern aus der Kurve, arbeitet die Lenkung nicht ganz frei von Antriebseinflüssen und weniger telepathisch als im alten 1er. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Der 118i fährt sehr anständig – der Vorgänger F20 trat aber mitreißender auf. Dazu trägt auch bei, dass dem 118i (wie 116d) die Wandlerautomatik verwehrt bleibt. Der stattdessen angebotene Siebengang-Doppelkuppler kickt zwar brav mit, erreicht aber nicht die Souveränität und Perfektion des Automaten. Das ist ärgerlich, denn der Aufpreis ist nahezu identisch: 2000 Euro für den Doppelkuppler, 2100 Euro für die Automatik.
Die Ablöse für den 118i liegt mit 28.200 Euro klar über dem Golf VII 1.5 TSI (150 PS ab 26.650 Euro) und leicht über dem Mercedes A 180 (136 PS, ab 28.013 Euro). Dazu 7,6 Liter Testverbrauch (Golf: 6,8 l/A 180: 6,5 l) – Bescheidenheit ist nicht die Sache des Einstiegs-1ers.
Das Fazit von Gerald Czajka: "Der 1er gehört in der Kompaktklasse zu den durchaus empfehlenswerten Typen. Als 118i ruft er aber wenig BMW-Begeisterung hervor. Und die selbstbewussten Preise machen ihn auch nicht attraktiver." AUTO BILD-Testnote: 2-

BMW 1er (2019) im ersten Test

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Kompaktklasse

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