Mit dem E-Vali erweitert BYD sein Angebot um einen großen Elektro-Transporter für den europäischen Markt. Der Kastenwagen richtet sich vor allem an Lieferdienste, Handwerksbetriebe und andere Gewerbekunden.
In der Klasse von 3,5 bis 4,25 Tonnen tritt der Neuling gegen etablierte Konkurrenten wie Mercedes Sprinter, VW Crafter oder Ford E-Transit an.

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Optisch setzt der E-Vali auf die klassische Kastenwagen-Form. Die kantige Front unterstreicht den sachlichen Nutzfahrzeug-Charakter. Zugang zum Laderaum gibt es über eine Schiebetür an der Seite und über eine zweigeteilte Hecktür.
BYD E-Vali
Je nach Version bietet der BYD bis zu 17,9 Kubikmeter Ladevolumen. Beladen wird der Elektro-Transporter über eine seitliche Schiebetür oder die zweigeteilte Hecktür.
Bild: Kevin Schiefler / AUTO BILD
Je nach Ausführung bietet der Elektro-Transporter zwischen 13,9 und 17,9 Kubikmeter Ladevolumen. Die Nutzlast liegt bei bis zu 1450 Kilogramm. Damit bewegt sich der E-Vali auf dem Niveau etablierter Transporter dieser Klasse.
BYD E-Vali
Der BYD E-Vali tritt in der Klasse der großen Elektro-Transporter an und soll es mit Sprinter, Crafter und E-Transit aufnehmen.
Bild: BYD Company Ltd

Viel Platz und praktische Lösungen

Auch im Innenraum steht die Funktionalität im Vordergrund. Das Cockpit bietet Platz für drei Personen. Der mittlere Sitz lässt sich umklappen und als Arbeitstisch nutzen. Hinzu kommen zahlreiche Ablagen und Staufächer für Unterlagen, Smartphones oder Arbeitsmaterialien. Zur Ausstattung gehören zudem eine induktive Ladeschale für Smartphones, mehrere USB-Anschlüsse sowie eine integrierte Kühlbox.
BYD E-Vali
Der umklappbare Mittelsitz lässt sich in eine Arbeits- und Ablagefläche mit integrierten Getränkehaltern umwandeln.
Bild: BYD Company Ltd
Beim ersten Check auf der IAA Transportation in Hannover (hier geht's zu den Highlights) wirkt der E-Vali im Innenraum moderner als viele klassische Transporter. Materialien und Technik erinnern eher an aktuelle Pkw. Die erhöhte Sitzposition und die insgesamt großzügigen Platzverhältnisse lassen jedoch keinen Zweifel daran, dass der Fokus auf dem Arbeitseinsatz liegt.
BYD E-Vali
Neben einem digitalen Kombiinstrument verfügt der E-Vali über einen großen Zentralbildschirm sowie zahlreiche offene Ablagen im Armaturenbrett.
Bild: BYD Company Ltd
Vor dem Fahrer sitzt ein 10,25 Zoll großes Fahrerdisplay, während ein 12,8 Zoll großer Zentralbildschirm die wichtigsten Fahrzeugfunktionen bündelt. Apple CarPlay und Android Auto werden ebenfalls unterstützt.

Bis zu 340 PS und 250 Kilometer Reichweite

Für den Antrieb setzt BYD auf Elektromotoren an der Hinterachse oder an beiden Achsen. Bereits das Basismodell verfügt über einen 204 PS starken Heckantrieb. Darüber rangiert eine Allradversion mit zusätzlichem Elektromotor an der Vorderachse. Die Systemleistung steigt dadurch auf bis zu 340 PS.
Die Energie liefert in allen Varianten eine 80,64 kWh große LFP-Blade-Batterie. Je nach Ausführung soll der E-Vali damit nach WLTP zwischen 220 und 250 Kilometer weit kommen. Damit richtet sich der Transporter vor allem an Unternehmen, die überwiegend im Stadt- und Regionalverkehr unterwegs sind.
BYD E-Vali
Geladen wird serienmäßig mit 11 kW Wechselstrom, optional sind bis zu 22 kW möglich.
Bild: BYD Company Ltd
Serienmäßig kann der Elektro-Transporter mit 11 kW Wechselstrom geladen werden, optional sind 22 kW möglich. An Schnellladesäulen nimmt der E-Vali laut Hersteller bis zu 188 kW auf. So soll sich der Akku in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen.

Preis und Marktstart

Wann der E-Vali nach Deutschland kommt, hat BYD bislang noch nicht bekannt gegeben. Der Marktstart wird für 2027 erwartet.
Auch beim Preis für den E-Vali hält sich BYD bedeckt. Zur Einordnung: Ein Mercedes eSprinter mit 81-kWh-Batterie und 204 PS startet derzeit bei etwa 52.000 Euro. Für einen Ford E-Transit mit 89-kWh-Batterie und 183 PS werden aktuell rund 68.000 Euro fällig. Der E-Vali dürfte sich preislich in einem ähnlichen Umfeld bewegen.

Fazit

Mit dem E-Vali steigt BYD in das Segment der großen Transporter ein und nimmt etablierte Modelle wie Sprinter, Crafter und E-Transit ins Visier. Ladevolumen, Nutzlast und Ladeleistung ordnen sich im Wettbewerbsumfeld ein. Ob das für einen erfolgreichen Einstieg reicht, wird sich jedoch erst nach dem Marktstart zeigen. Gerade bei Gewerbekunden spielen auch Preis, Servicenetz und Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle.