Der Lkw der Zukunft fährt meist elektrisch, der Transporter oder Bus von morgen steuert die letzte Meile autonom an – und letztlich dominieren Fahrzeuge aus China. Wer nun nicht mehr weiterlesen möchte, kennt schon die Trends der IAA Transportation 2026 (15. bis 20. September) in Hannover.
Alle anderen dürfen gespannt sein auf Infos und Bilder vieler interessanter Fahrzeuge und Features. In Hannover rücken rund 1700 Aussteller ihre nagelneuen Transporter und Lkw, aber auch futuristische Concept Cars und Ideen zum Güterverkehr ins grelle LED-Licht der Messehallen.
Das AUTO BILD-Team hat vor Ort die Highlights herausgesucht – von der Weltpremiere des neuen Kia-Vans PV7 bis zum fröhlichen, vollautonomen Concept-Transporter BOW des Stellantis-Konzerns.

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Trend 1: schwere elektrische Lkw und Sattelschlepper

Bei den Neuzulassungen sind erst rund fünf Prozent der schweren Lkw vollelektrisch – in Hannover steht eine Vielzahl von Sattelschleppern mit Batterieantrieb in den Hallen. Der vielleicht prominenteste ist ein Frühserienfahrzeug des Tesla-Semi, eine 9100-Kilo-Zugmaschine, bei der AUTO BILD-Redakteur Matthias Brügge auf einigen Runden ums Messegelände mitfahren konnte, um erste Eindrücke vom ersten Tesla-Lkw zu sammeln.
Tesla Semi Truck
Die fahrerzentrierte Kabine des Tesla Semi hat Platz für mehrere Erwachsene, mittig nimmt der Fahrer Platz. AUTO BILD ist ein paar Runden mitgefahren.
Bild: Marie Milius / AUTO BILD
Auch am Stand des chinesischen Autoriesen BYD wartet ein massiver Sattelschlepper auf Laufkundschaft der Messe: Der BYD ETT44 hat bis zu 1000 PS, lässt sich mit bis zu 1500 kW schnell laden und kann bis zu 44 Tonnen schleppen.

Trend 2: autonomes Fahren vom Fernverkehr bis in die Stadt

Ob Stadtliefermobil oder Vollblut-Sattelschlepper wie der Skyworth Z9, der elektrisch und autonom nach Level 4 fahren kann: Das selbstständige Fahren von Transportern und Lkw ist eines der großen Themen der IAA Transportation.
Stallantis BOW Konzeptfahrzeug
Die "Box On Wheels" ist autonom unterwegs. Das Konzeptfahrzeug des Stellantis-Konzerns soll in urbanem Umfeld Güter transportieren. Hinein passen zwei Europaletten mit bis zu einer Tonne Last, die mit bis zu 50 km/h ausgeliefert werden.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Als sympathisches Concept Car stellte die Innovationssparte Pro One von Stellantis dieses kompakte, kastenförmige Mobil aus: den BOW, die "Box on Wheels". Der zwei Europapaletten fassende Wagen kann vollautomatisiert und vollelektrisch Innenstädte ansteuern, in denen Verbrenner nichts zu suchen haben.
Mit nur zwei Metern Höhe kann er eigenständig Garagen ansteuern – und dort Güter abliefern, von bis zu einer Tonne Nutzlast ist die Rede. Über große Displays kommuniziert BOW mit seiner Umgebung.
Urban Elf als autonomer Minibus
Der Urban Elf von Skyworth ist ein autonom fahrender Kompaktbus, der vollautomatisiert Menschen bis vor die Haustür. In der chinesischen Millionenstadt Nanjing ist er schon unterwegs.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Ein anderes Beispiel ist der 5,40 Meter lange Urban Elf von Skyworth aus China. Er bietet Sitzplätze für 10 Personen – plus 5 Stehplätze, wenn es nötig ist. Lenkrad oder Fahrersitz hat er nicht, dafür aber optional eine Kaffeemaschine an Bord. Er ist der Bus- oder Taxi-Ersatz für die letzte Meile. Aktuell sind schon rund 50 Exemplare in der chinesischen Millionenstadt Nanjing unterwegs.

Trend 3: So sehr dominiert China

Ja, die europäischen Hersteller sind alle in Hannover: Mercedes, Volkswagen Nutzfahrzeuge, MAN, Renault Trucks und auch Renault Transporter oder DAF. Aber die größte Zahl an Ausstellern und auch Exponaten stammt aus China. Vom BYD ETT44 bis zum gigantischen Foton Galaxus R9: Eine Vielzahl großer, mittlerer und kleiner Transporter lockt das Publikum an.
Laut einem Bericht des "Deutschlandfunks" stammen 70 Prozent der Exponate aus dem Reich der Mitte. Die Bandbreite startet beim Kompakt-Van, aber auch viele Transporter bis 3,5 Tonnen der Sprinter- oder Crafter-Klasse drängen nach Europa.
Autonom fahrender Skyworth Z9 auf der IAA Transportation
In China darf der ausgewachsene Truck Skyworth Z9 auf ausgewiesenen Geländen, etwa Hafenanlagen, schon vollautonom nach Level 4 fahren.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Selbst den ersten Kraftwagen aus chinesischer Produktion, den CA10 von 1956, brachte ein Aussteller nach Hannover. Der nach dem Vorbild eines sowjetischen Militär-Lkw gebaute Laster verdeutlicht das Selbstbewusstsein des Landes: In gut einem halben Jahrhundert gelang der Aufstieg vom einfachen Lkw bis zum High-Tech-E-Lastkraftwagen mit autonomen Fähigkeiten.

Bildergalerie

Fiat Tris Cargo Box
KIA PV7: Der nächste, größere Van von Kia auf der IAA Transportation
Tesla Semi
Galerie "Die Highlights der IAA Transportation 2026" mit 20 Bildern öffnen
Die Highlights der IAA Transportation 2026
In Hannover kann man zusehen, was China-Tempo bei der Transporter-Entwicklung bedeutet: die neuesten Technologien, autonome Fähigkeiten und innovative Konzepte samt Flash-Laden. Alles, was China zurzeit ausmacht, steht in der niedersächsischen Messestadt. Europa und Japan/Korea spielen eine große Rolle, China dominiert.