Im Kampf um Marktanteile bei den Elektro-Nutzfahrzeugen geht Kia jetzt in die Offensive. Nach dem PV5 schicken die Koreaner jetzt den größeren PV7 ins Rennen und nehmen VW, Mercedes und Co. ins Visier.

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Kia PV5 Cargo

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Wie schon den kleineren PV5 wird es den PV7 sowohl als Fensterbus "Passenger" und als Kastenwagen "Cargo" geben.

PV7 setzt auf Kias aktuelle Designsprache

Das Gesicht des PV7 spiegelt Kias aktuelle Designsprache wider. Die Hauptscheinwerfer sitzen nach unten versetzt in der Frontschürze, die Tagfahrleuchten sind seitlich in der schwarz abgesetzten Motorhaube montiert. Um mögliche Reparaturen zu vereinfachen und zeitlich zu verkürzen, lassen sich beim PV7 beschädigte Radlauf- und Türverkleidungen sowie die Ecken der Stoßfänger einfach austauschen.
Im Innenraum findet man sich schnell und einfach zurecht. Hinter dem Lenkrad sitzt eine kleine, digitale Geschwindigkeitsanzeige. Zentral ist ein Infotainment-Display platziert (12,9 oder 14,6 Zoll). Erfreulich: Es gibt auch haptische Tasten und Knöpfe. Hinzu kommen einige Ablagefächer, die zusätzlichen Stauraum bieten.
Kia PV7 Passenger
Im Innenraum finden sich viele Ablageflächen. Das Infotainment-Display gibt es wahlweise in 12,9 oder 14,6 Zoll.
Bild: Kia

Passenger für Familien oder als Taxi

Mit dem Passenger sollen vor allem große Familien angesprochen werden, aber auch als Taxi oder Shuttle ist der Fensterbus gedacht. Verschiedene Sitzkonfigurationen sind möglich. Wer den PV7 als Siebensitzer bestellt, kann die Stühle längs verschieben und herausnehmen. Bei uns wird es den PV7 Passenger mit maximal neun Sitzen geben, in Südkorea kommt der PV7 auch als Elfsitzer.
Die Schiebetüren lassen sich beim Fensterbus auf Wunsch elektrisch öffnen und schließen. Für die Fond-Passagiere gibt es eine eigene Klimazone, die sich über eine Leiste oben im Dachhimmel steuern lässt.
Kia PV7 Passenger
Im PV7 Passenger lassen sich die Sitze variabel verstellen. Beim Siebensitzer können die hinteren Sitze sogar ausgebaut werden.
Bild: Kia

Cargo bietet Platz für drei Europaletten

Wer sich für den PV7 Cargo entscheidet, hat die Wahl zwischen zwei oder drei Sitzen. Die größte Version misst 5,35 Meter und schluckt bis zu drei Europaletten. Das Einladen sollte mit einer Ladekantenhöhe von gerade einmal 55 Zentimetern wenig Probleme bereiten. Je nach Präferenz lässt sich hier zwischen einer klassisch nach oben öffnenden Heckklappe und einer Doppelflügeltür wählen. Serienmäßig hat der PV7 Cargo ein Ladevolumen von 6,1 Kubikmetern, in der Version mit Hochdach sind es acht Kubikmeter.
Kia PV7 Cargo
Den PV7 Cargo gibt es optional mit Doppelflügeltüren am Heck.
Bild: Kia
Der PV7 ist sowohl in der Cargo- als auch der Passenger-Variante rein elektrisch unterwegs und kommt mit 800-Volt-Technik. Kunden haben die Wahl zwischen zwei Batteriegrößen: 71,5 kWh oder 96,2 kWh. Laut WLTP-Messzyklus liegt die Maximalreichweite bei 460 Kilometern. Damit kommt der PV7 weiter als die Langversion des VW e-Transporters (380 km) oder der Mercedes EQV 300 Extralang (363 km).
Zunächst gibt es den PV7 nur als Fronttriebler mit einem 272 PS-starken Elektromotor, der ein maximales Drehmoment von 420 Nm zur Verfügung stellt. Später soll auch noch eine Allradvariante folgen.

Marktstart im zweiten Halbjahr 2027

Im zweiten Halbjahr 2027 soll der Kia PV7 zu den Händlern kommen. Bei den Preisen hält sich der Hersteller noch bedeckt. Zum Vergleich: Der PV5 startet bei 38.390 Euro, der größere PV7 dürfte die 40.000-Euro-Marke überspringen. Trotzdem wäre er damit noch deutlicher billiger als ein vergleichbarer VW e-Transporter (ab 62.760 Euro) oder Mercedes EQV (ab 59.100 Euro).
Kia macht im Bereich der Elektro-Nutzfahrzeuge ernst. Nach dem jüngsten Erfolg des PV5 macht auch der größere PV7 auf den ersten Blick einiges richtig. Viele Individualisierungsmöglichkeiten beim Passenger und Cargo sowie clevere Funktionen für den Alltag sprechen für den neuen Kia. Auch die Leistungsdaten sind ordentlich, bis zu 460 Kilometer Reichweite (WLTP) übertreffen sogar die Konkurrenz. Bei einem Einstiegspreis deutlich unter der 50.000-Euro-Marke müssen sich VW und Mercedes warm anziehen.