Sterben offene Autos aus? Ihre ökologische Nische wird jedenfalls kleiner; die Verdrängung durch andere Arten ist voll im Gang.
"Das Cabrio, einst Symbol für automobile Freiheit, steht unter Druck durch SUV und E-Mobilität", hat der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) erkannt. Aktuell liegt der Cabrioanteil am Neuwagenmarkt nur noch bei 1,5 Prozent.
40.984 offene Pkw wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 2024 neu zugelassen, gut ein Fünftel weniger als im Vorjahr. Vor fünf Jahren zählte die Statistik noch 70.648 Cabrios, vor 15 Jahren fast 103.000.
"Die Cabrio-Auswahl wird kleiner – doch gezieltes Suchen lohnt sich. Bei Auslaufmodellen finden sich attraktive Angebote." Florian Baur, Chief Sales Officer bei mobile.de.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Gleichzeitig schrumpft die Auswahl an Modellen, da Hersteller zunehmend Abstand von dieser Fahrzeugkategorie nehmen. Zu den Opfern des Strategiewechsels zählen etwa Audi A3 Cabrio, VW Beetle Cabriolet oder Opel Cascada. Sie wurden ohne direkte Nachfolger eingestellt. Folglich müssen sich Frischluftfans immer öfter auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen – wo das Angebot mangels Nachschub ebenfalls zurückgeht.

Der Sommer kann kommen

Lichtblick: mobile.de, Deutschlands größter Fahrzeugmarkt, listet aktuell noch rund 50.000 offene Autos auf. Hier eine kleine Auswahl attraktiver Typen.
  • Mazda MX-5 (ab 2017): Fahrspaß dank Leichtbau und Sauger. Vor allem als Targa RF eine Schönheit.
  • Fiat 500 E Cabrio (ab 2020): kleiner Aufreißer. Mit 42-kWh-Akku verzückt er nicht nur die Damenwelt.
  • VW T-Roc Cabriolet (ab 2019): hohe Gürtellinie, typische VW-Qualitäten. Kein Nachfolger geplant.
  • BMW 4er Cabrio (ab 2021): wieder mit Stoffdach. Feine Technik und potente Motoren bis 530 PS im M4.
  • Mini Cabrio (2016–2024): Als Mini One, Cooper, Cooper S, JCW, Diesel erhältlich. Spaßiger Viersitzer.