Wohnmobil-Test Carthago c-tourer

Carthago c-tourer T 143 LE: Wohnmobil-Test

Der c-tourer ist ein Luxus-Camper mit Leichtgewicht auf Sprinter-Basis

Liner-Technik auf 3,5 Tonnen: Das verspricht Carthago mit der c-tourer-Reihe, die ab sofort auch auf Mercedes Sprinter fährt.
Reisemobilisten, die "Carthago" hören, denken zunächst an Dickschiffe mit luxuriöser Ausstattung. Seit Ende der Neunzigerjahre spezialisiert sich das Traditionsunternehmen auf große Integrierte und Liner und machte sich damit einen Namen. Doch Carthago kann auch anders – das beweist der Familienbetrieb seit rund zehn Jahren mit der Reihe c-tourer. Fast alle Integrierten und Teilintegrierten mit diesem Namen dürfen mit einem Führerschein der Klasse B bewegt werden.
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Ab der Saison 2021 fahren die Teilintegrierten der 3,5-Tonnen-Klasse nicht nur auf Fiat Ducato, sondern wahlweise auf dem ultramodernen Mercedes Sprinter. Camper, die sich einen Stern am Kühlergrill wünschen, haben die Qual der Wahl aus vier Grundrissen mit Queens- oder Längseinzelbetten. Und weil wir's kompakt mögen, haben wir uns die mit Abstand kleinste Variante – den T 143 LE – mit nur sieben Meter Fahrzeuglänge zum Testen ausgesucht.

Carthago c-tourer mit klassischem Grundriss und zwei Längseinzelbetten im Heck

Viel Platz für zwei: Dafür wurde der c-tourer konzipiert.

©Christoph Boerris / AUTO BILD

Das ist er: Ein Aulendorfer Leichtgewicht mit ganz viel Carthago-DNA. Das verrät schon ein Blick ins Interieur unseres Testfahrzeugs. Die Einrichtung ist eine modernere Variante des konventionellen Carthago-Designs: viel Hochglanz, viel Chromoptik, viel Creme (Stilwelt "Casablanca", 590 Euro). Der Grundriss mit zwei Längseinzelbetten im Heck, Sitzgruppe vorn sowie Bad und Küche in der Fahrzeugmitte ist absolut klassisch – die Lösungen für platzsparenden Komfort sind dafür umso pfiffiger. (Überblick: alles zum Thema Wohnmobile)

Stauraum ist im Teilintegrierten reichlich vorhanden

Die Fußteile der Betten lassen sich hochklappen. Darunter stecken Kleiderschränke.

©Christoph Boerris / AUTO BILD

Das hat er: In erster Linie genügend Stauraum, um den gesamten Hausstand eines Paares aufzunehmen. Das macht nicht nur die kluge Konzeption und Aufteilung der Staufächer im Innenraum möglich (unter anderem fünf Hängeschränke über dem Fahrerhaus und ein Schuhregal unter der Sitzgruppe), sondern auch der von innen und außen gut zugängliche, beheizte Doppelboden sowie die großzügige Heckgarage. Kleidung findet unter den hochklappbaren Fußteilen der beheizten und belüfteten Einzelbetten ihren Platz. Damit beim Stöbern nach der Regenjacke nicht immer das Laken wegrutscht, bietet Carthago ein für jedes Polster exakt passendes Spannbetttuch-Set (Schlafwelt- und Deko-Paket, 350 Euro) an, das auch für die Verbreiterung der Heckliegefläche passt. Camperpaare, die nachts gern kuscheln, müssen für die Erweiterung lediglich die beweglichen Einstiegsstufen zum Bett entriegeln und sie mitsamt der Zwischenplatte hervorziehen – clever! Nicht so klug gewählt ist leider die ungünstige Höhe des Gasflaschenkastens. Um den Gasvorrat wieder aufzufüllen, müssen die beiden schweren Flaschen außerdem über eine ziemlich hohe Kante gewuchtet werden – nichts für Camper, die es im Kreuz haben! Oder denen schlicht die Kraft dazu fehlt.

Der Mercedes Sprinter gibt sich attraktiv und sicher

Der Aufbau des Carthago c-tourer bleibt unterwegs auffallend still.

©Christoph Boerris / AUTO BILD

So fährt er: So kraftvoll und spritzig, wie wir den Sprinter kennen. Und so mucksmäuschenstill, wie wir es von Carthago-Aufbauten gewohnt sind! Ab Werk fährt der Mercedes unterm c-tourer auf einem AL-KO-Tiefrahmenchassis, mit 143 PS, Seitenwindassistent, Spurhalteassistent, automatischer Fahrlichtsteuerung und Beifahrerairbag. Die geschmeidige Automatik – genannt 9G-Tronic – gibt's für 2730 Euro extra. Satte 3540 Euro werden noch einmal für das große Multimediasystem mit 10,2-Zoll-Monitor samt Navi und MBUX (Mercedes-Benz User Experience) fällig. Hightech-Assistenzsysteme wie Distronic, Verkehrszeichenerkennung, Multifunktionslenkrad, Regensensor oder der aktive Bremsassistent, die den Sprinter so attraktiv und sicher machen, verschlingen im Fahrassistenz- und im Chassis-Paket weitere 2390 bzw. 5350 Euro.

Wohnmobil-Test Carthago c-tourer

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Fazit von Jenny Zeume: Bewährter Grundriss trifft kluge Raumlösungen trifft grandiose Basis. Der c-tourer mit Stern ist der optimale Reisebegleiter für erfahrene Camper, die in ein kompaktes, hochwertiges und zeitloses Reisemobil investieren wollen. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.

Technische Daten
Motorisierung 414 CDI, Euro 6 Blue Tec
Leistung 105 kW (143 PS) bei 3800/min
Hubraum 2143 ccm
Drehmoment 330 Nm bei 1200-2400/min
Höchstgeschwindigkeit 125 km/h
Getriebe/Antrieb Neunstufenautomatik/Front
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 92 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 7060/2270/2945 mm
Radstand/Bereifung 3900 mm/225/75 R 16 C
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 3078/422 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 750/2000 kg
Material Wand/Dach/Boden Alu/GFK/GFK
Liegefläche Heck L x B 2000/1900 x 850 mm
Kühlschrank/inkl. Eisfach 133/12 l
Herd 3 Flammen
Bordbatterie 12 V/80 Ah
Frisch-/Abwassertank 150/140 l
Gasvorrat/Heizung 2 x 11 kg/Truma Combi 6
Grundpreis 80.400 Euro
Testwagenpreis 102.025 Euro

Autor: Jenny Zeume

Fotos: Christoph Boerris / AUTO BILD

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