Consumer Reports vergleicht Infotainment

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Consumer Reports zu Connectivity

Infotainment: Das gefällt, das nervt

Modernes Infotainment im Auto wird immer gefragter, doch nur ein Touch Screen sollte es doch nicht sein. Consumer Reports schaute sich 28 Systeme an. Ganz vorne: Tesla.
Touchscreen-Displays, Real Time Traffic Information, Voice Control: Autofahren ist heutzutage in vielerlei Hinsicht leichter geworden. Aber irgendwie auch komplizierter. Viele moderne Infotainment-Helferlein stehen in immer mehr Cockpits parat, um die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten. Aber welche Connectivity-Funktionen schätzen die Kunden am meisten? Und was treibt sie in den Wahnsinn? Consumer Reports (CR) – eine Art Stiftung Warentest auf amerikanisch – hat sich den US-Markt genauer angeschaut und 28 Infotainment-Systeme in puncto Audio, Telefonie und Navigation untersucht. Gecheckt wurden auch Produkte vieler deutscher Hersteller.

Connectivity macht Kunden noch nicht zufrieden

Ergebnis Nummer eins: Trotz aller Annehmlichkeiten ist in Sachen Zufriedenheit noch reichlich Luft nach oben. Ergebnis Nummer zwei: Im Herstellervergleich schneidet Tesla am besten ab, deutsche Marken liegen im (oberen) Mittelfeld. Ergebnis Nummer drei: Das Smartphone im Auto wird immer wichtiger. Erkenntnisse, die sich in weiten Teilen mit dem AUTO BILD-Marktbarometer 2018 zum Thema Connected Car decken.

Nur gut die Hälfte aller Nutzer sind voll zufrieden

Während in den USA 2014 nur etwas mehr als die Hälfte aller verkauften Autos einen Dashboard Touch Screen (also einen Übersichtsbildschirm mit Berührfunktion) hatten, waren es in diesem Jahr schon 82 Prozent. Heißt: Modernes Infotainment hat massiv an Bedeutung gewonnen. Allerdings, so fand CR anhand der Daten von 60.000 Fahrzeugen heraus, sind nur 56 Prozent aller Nutzer sehr zufrieden mit ihrem System. Am besten kamen Geräte an, die leicht bedienbar, nicht überladen und zuverlässig sind. Druck- und Drehknöpfe werden nach wie vor geschätzt, da sie leicht zu finden und bei Kälte auch mit Handschuhen bedienbar sind. Als Ärgernis wurden oft Unübersichtlichkeit, zu große Ablenkung und mangelhafte Spracherkennung empfunden. Und: Bei der Zufriedenheit gab es große Unterschiede zwischen den Herstellern.

Tesla überzeugt, BMW mit "guter Geste"

Der 15-Zoll-Touchscreen ist das Herzstück des Infotainment-Systems Tesla IVI im Model 3.

So lag der beste Wert aller untersuchten Infotainment-Systeme beim Tesla IVI bei 86 Prozent. Dieses reduziert mit seinem Riesenbildschirm im Cockpit die Anzahl der Bedienelemente im Model 3. Das Remote Touchpad von Lexus kam nur auf ein Gesamtergebnis von 46 Prozent. BMW konnte mit seinem Multimediasystem iDrive mit Gestensteuerung auf Platz zwei überzeugen, das iDrive Touch landete im oberen Mittelfeld. Dort tummeln sich auch die weiteren deutschen Hersteller (Porsche PCM, Volkswagen MIB 2 und Audi MMI Virtual Cockpit), lediglich Mercedes liegt mit seiner zentralen Bedieneinheit Comand etwas weiter hinten (detaillierte Ergebnisse gibt es in der Galerie).

Smartphone erleichtert das Leben

Deutlich wird bei Consumer Reports auch: Das Smartphone im Auto wird als Hilfsmittel immer unerlässlicher. Systeme wie Apple CarPlay und Android Auto ermöglichen es, bekannte und bewährte Apps im Fahrzeug zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Google Maps und Waze für die Navigation sowie Spotify und Audible zur Unterhaltung. Manche Premiumhersteller wie Audi und BMW bieten längst Wireless Connectivity, also eine drahtlose Kopplung von Auto und Smartphone an. Kein Wunder also, dass Apple CarPlay mit 64 Prozent Zufriedenheit genau wie Android Auto (59 Prozent) im Ranking vor fest verbauten Infotainment-Systemen (58 Prozent) liegt – immerhin nur knapp.

Consumer Reports vergleicht Infotainment

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